Früher galt ein Auto als Statussymbol - eine eigene Karre zu haben, war für viele Jugendliche der größte Wunsch. Das ist heute nicht mehr so: Carsharing gewinnt an Bedeutung.
Was ist Carsharing?

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Ein fiktives Kostenbeispiel:
- Aufnahmegebühr: 30 Euro
- Monatsgebühr: 19 Euro
- Kilometergeld: 0,26 Euro
- Stundenpauschale: tagsüber 1 EUR und nachts 0,40 Euro
Hinzu kommt bei einigen Anbietern noch eine Kaution, die mehrere hundert Euro betragen kann. Die gibt es aber zurück, wenn man den Vertrag oder die Mitgliedschaft kündigt.
Die Carsharing-Anbieter sind unterschiedlich: Es gibt inzwischen sowohl Vereine als auch kommerzielle Unternehmen. Auch die Deutsche Bahn und verschiedene Automobilkonzerne haben diese Marktlücke ebenfalls für sich entdeckt. Letztere haben dabei natürlich auch noch einen Hintergedanken: nämlich, junge Kundinnen und Kunden an die eigene Marke zu binden.
Wann lohnt sich Carsharing?
Carsharing kann eine günstige Alternative zum eigenen Auto sein, wenn man eher weniger fährt. Bei einer Fahrleistung von unter 10.000 Kilometern im Jahr lohne es sich zu rechnen, meinen Experten. Denn beim Carsharing braucht man keine Versicherung zu bezahlen, keine Steuern, keine Reparaturen, keine Winterreifen ... Und die Anschaffungskosten entfallen natürlich auch.
Berufspendler mit langen Wegen hingegen sollten zumindest finanziell gesehen beim eigenen Auto bleiben - oder auf die umweltfreundliche Variante mit Bus und Bahn umsteigen. Apropos umweltfreundlich: Die Autoverleiher preisen Carsharing oftmals als ökologisch an. Aber stimmt das wirklich? Ein Carsharing-Auto ersetzt vier bis acht Autos, so Berechnungen. Zum einen sind in den Flotten oft tatsächlich neuere und abgasärmere Kleinwagen zu finden, manchmal sogar Elektroautos. Zum anderen überlegen sich Carsharer eher, ob sie zum Auto greifen oder nicht. Viele Menschen, die Carsharing machen, fahren häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Rad als Autofahrer mit eigenem Fahrzeug.
Worauf sollte man achten?
Wer mit Carsharing liebäugelt, sollte bei Vertragsabschluss genau hinschauen und mehrere Angebote vergleichen:
- Wie setzt sich der Preis zusammen - welche Kosten kommen auf den Autoteiler zu?
- Normalerweise ist das Tanken im Preis inbegriffen. Man kann mit Tankkarte oder gegen Kostenerstattung tanken - das gilt aber nicht für alle Anbieter. Daher: Nach verdeckten Kosten Ausschau halten und nach einem tatsächlichen Endpreis fragen!
- Wo kann man das Auto abholen und abgeben, sind die Abholpunkte gut zu erreichen?
- Wie hoch ist die Kaution?
- Wie ist die Versicherung geregelt? Gibt es eine Selbstbeteiligung bei Schäden?
- Welche Autos werden verliehen - sind sie umweltfreundlich?
- Wie funktioniert die praktische Abwicklung? Wie kann ich das Auto reservieren? Und wie kann ich das Auto öffnen?
- Wie erfolgt die Abrechnung?
Inzwischen findet man auch im Internet Plattformen für privaten Autoverleih. Da viele Privatfahrzeuge oft den ganzen Tag nicht bewegt werden, ist solch ein Nachbarschafts-Carsharing eine gute Sache. Doch man sollte sich sowohl als Leiher als auch als Verleiher gut absichern.
(AB)


