...kann man wohl nicht wirklich, aber vielleicht doch ein bisschen besser machen. Nur: Woher weiß ich, ob ein Produkt tierfreundlich, umweltschonend oder sozial ok ist? Die Antwort lautet "Label"...
"Label? Ach das, na klar, 'Bio' steht für Gemüse ohne Gift oder so, dieses blaue Dingsbums irgendwie für Umweltschutz... gibt's noch mehr?" - Äh, ja, so um die 1000 gibt’s auf dem Markt, schätzt die "Verbraucherinitiative". Deshalb ist vielfach auch schon vom "Labeldschungel" die Rede: Alle wollen was Gutes tun, aber keiner kennt sich mehr aus. Das Prinzip ist eigentlich einfach: Label bzw. Siegel sind mit konkreten Bedingungen verknüpft - z.B. ökologisch, gesund, tierfeundlich oder was auch immer. Wer diese zugehörigen Bedingungen erfüllt, darf es auf seine Produkte pappen. Wären alle Label super, wäre damit auch alles gesagt, aber leider gibt’s sowohl gute Label mit viel Aussage, mittelmäßige mit viel Wischi Waschi und auch schlechte, die eher täuschen als helfen. Aber wir geben Empfehlungen! Hier sind einige Gute, sortiert nach Typ:

Für Umweltbewusste
ist der "Blaue Engel" eigentlich der absolute Standard, und den gibt’s auch noch für ganz verschiedene Produkte - aber immer steht er für gute bis hohe Umwelt- und Gesundheitsstandards, die das jeweilige Produkt erfüllen muss. Bei Recyclingpapier z.B. garantiert es einen Altpapieranteil von 100% (weniger Bäume abholzen!). Zu dem Thema wäre auch noch das "FSC-Siegel" eine gute Ergänzung, weil es - vereinfacht gesagt - für eine ökologische Nutzung der Wälder steht. Wobei gar keine Wälder abholzen noch besser wäre. Übrigens: unter www.ecotopten.de findet man auch ganz konkrete ökologische Produktempfehlungen. 
Für Ernährungsbewusste
ist es - klar! - das Bio-Siegel. Kennen mittlerweile echt Viele, und als Gütesiegel steht es für Lebensmittel, deren Zutaten zu mindestens 95% aus kontrollierter ökologischer Landwirtschaft stammen. Zu den grundlegenden Kriterien für die Vergabe zählen u.a. Gentechnikfreiheit oder der Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel.
Speziell für Fischliebhaber sei auch das Siegel "Marine Stewardship Council (MSC)" erwähnt - denn die Meere sind auch bald leer, wenn wir nicht aufpassen, und dieses Label hat z.B. Maßnahmen zur Vermeidung von Überfischung und Erschöpfung der Fischbestände sowie die Verringerung des Beifangs (z.B. Delfine in Thunfischnetzen...) als Vergabekriterien. 
Auch für Tierfreunde
ist das Bio-Siegel ganz wichtig, da es u.a. für artgerechte Tierhaltung steht, Stichwort: keine engen Schweineferche oder winzigen Hühnerkäfige usw. Außerdem gibt’s da noch das "Kaninchen": speziell bei Kosmetikprodukten steht es dafür, dass keine Tierversuche dafür gemacht wurden! Das garantieren außerdem auch die Zeichen "BDIH - kontrollierte Naturkosmetik" und "NaTrue". 
Für global-sozial Denkende
dürfte "Transfair" der Tipp sein. Produkte, die das tragen, sind aus "fairem Handel": Bauern bzw. Arbeiter werden dabei nicht ausgebeutet und bekommen einen fairen Lohn, und Kinderarbeit wird verhindert, damit die Kids Schulen besuchen können, statt dauernd nur auf der Plantage oder in der Fabrik zu malochen.So, zum einen fehlen da jetzt furchtbar viele, und zum anderen müsste man natürlich auch noch die nennen, die nicht so toll sind. Aber wir wollen hier nicht den Rahmen sprengen. Dafür gibt’s noch ein paar Links zum Nachschlagen - und wir geben die Hoffnung nicht auf, dass die Welt vielleicht doch ein kleines bisschen besser wird, wenn ihr demnächst Shoppen geht...
www.ecotopten.de
www.label-online.de
(C4U)
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Forum zum Thema "Beim Kaufen die Welt retten"Bisher 2 Beiträge, letzter Beitrag vom 30.12.2007, 17.29 Uhr


