Ob ausgelutschte Batterien, die Uralt-Tastatur, Plastikflaschen, Glas oder euer täglich produziertes Altpapier - für diesen "Müll" gibt es ein Leben nach dem Tod.
Nur wenn Glas im Glascontainer landet, kann daraus neues Glas werden. Die Glasscherben werden bei etwa 1600 °C geschmolzen. Das glühend-flüssige Glas wird dann in Formmaschinen gegeben, die daraus wieder neue Flaschen und andere Glasbehälter herstellen. Das kann man mit Glas immer wieder machen! Ein toller Kreislauf. Wichtig ist, dass ihr die leeren Flaschen zu den "richtigen" Farben in die Container werft. Blaue Flaschen gehören übrigens zu den grünen Flaschen. In Deutschland besteht grünes Behälterglas heute durchschnittlich zu über 90 Prozent aus Altglas! Braune oder weiße Flasche haben einen Altglasanteil zwischen 50 bis 60 Prozent.(Bildquelle: Goebel)
In Batterien schlummern nicht nur Schadstoffe, sondern auch wertvolle Rohstoffe. Zwei Gründe, leere Batterien keinesfalls in den Hausmüll oder die Natur zu schmeißen. Sie gehören in Sammelbehälter, die mittlerweile schon in jedem Supermarkt stehen. Leider landet dort noch nicht einmal jede zweite Batterie. Dabei kann man fast alles, was in Batterien steckt, wieder verwenden, vor allem die Metalle. Kupfer für Centstücke wird zum Beispiel aus Lithiumbattrien herausgeholt. Das Eisen, das in alten Batterien steckt, wird für den Bau von Fahrzeugen, Schiffen und am Bau verwendet. Mit einem Hochofen kann man übrigens prima aus alten Batterien neue Rohstoffe gewinnen. Ganz vereinfacht gesagt, werden alte Batterien oben in den Hochofen hineingeschüttet und unten kommen Roheisen und Schlacke heraus.
(Bildquelle: Goebel)
Alte Zeitschriften, Schulhefte, Pappkartons – jeder von uns produziert in seinem Leben tonnenweise Altpapier. Wird dieses Papier im Müll entsorgt, wird es in der Müllverbrennungsanlage nur verfeuert. Dabei ist Altpapier ein wichtiger Rohstoff, der in einen Altpapiercontainer gehört. Nur so können aussortierte Kartonagen später einmal ein neues Leben als Wellpappe führen. Die Altpapierfasern werden beim Recycling gewaschen und von Druckfarben befreit und so können Zeitschriften zum Beispiel zu Klopapier und Papierhandtüchern, aber auch Schulheften und Blöcken verarbeitet werden.
(Bildquelle:Goebel)
Wer sortiert bloß der ganze Plastikmüll aus unseren gelben Tonnen? Das übernehmen zum Beispiel Infrarot-Trenner, die bis zu zwei Dutzend verschiedene Kunststoffarten unterscheiden können. Aus dem gesammelten Plastikmüll entsteht ein Granulat, aus dem dann wieder neue Dinge aus Kunststoff werden, wie Kleiderbügel und Mülltüten.
(Bildquelle: LotusHead / sxc.hu)
In Computern, Notebooks, Hifi-Anlagen und Handys lagern wertvolle Edelmetalle sowie Aluminium, Kupfer, Zink oder Nickel, außerdem hochwertige Kunststoffe. Ein Beispiel: Für ein Notebook mit einem Gewicht von nur 2,7 kg werden 429 kg Rohstoffe verbraucht. Wenn Altgeräte recycelt werden, können bei der Herstellung neuer Geräte bis zu drei Viertel der eingesetzten Rohstoffe eingespart werden. Und das gilt nicht nur für Notebooks. Aus den Geräten müssen aber auch problematische Stoffe entfernt werden: zum Beispiel die quecksilberhaltige Beleuchtung des Displays, der Akku und die Leiterplatten.
(Bildquelle: Goebel)
Biologische Abfälle aus Küche und Garten gehören in die Biotonne. Aus Biomüll wiederum werden Komposterde und Energie in Form von Biogas gewonnen. Man kann mit dem Biomüll auch einen Komposthaufen im eigenen Garten anlegen. Dort übernehmen kleine Helfer dann die Arbeit. Bakterien, Pilze oder Regenwürmer verarbeiten in zirka neun Monaten Biomüll zu Komposterde, mit der man Pflanzen düngen kann.
(Bildquelle: Goebel)