Mehrweg statt Einweg - das gilt nur für Getränke? Keineswegs. Auch sonst schmeißen wir zu viele Verpackungen einfach in den Müll. Wir geben Tipps, wie's anders geht!

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- Einkaufstaschen statt Plastiktüten
Ende der 70er Jahre war er plötzlich da, der Slogan "Jute statt Plastik". Er prangte auf einem Jutebeutel. Der roch nicht so angenehm, sorgte aber für einen neuen Öko-Trend. Wer was für die Umwelt tun wollte, ging damit einkaufen und ließ die Plastiktüte im Laden. Heute haben Baumwoll- und Polyestertaschen den Jutesack längst abgelöst. Doch die Idee stimmt auch so: Klein zusammengefaltet passen diese Stofftaschen in jeden Rucksack und ersetzen den Plastikbeutel. Auch Körbe sind im Kommen - heute sind sie häufig nicht mehr holzfarben, sondern bunt gemustert.

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- Lunch-Box statt Frühstücksbeutel
Das Pausenbrot wird morgens immer hübsch in einen durchsichtigen Frühstücksbeutel gepackt? Und um die Apfelschnitze kommt Alufolie? Mmmhh... Das geht auch anders. Nämlich mit Butterbrotdosen - oder hipper ausgedrückt: Lunch-Boxes. Die gibt es in allen möglichen Farben, Formen und Designs, für die morgendliche Knifte, für Obst und Knabberzeug. Es gibt sogar krumme Varianten für Bananen. Ob man die allerdings braucht, wo die Banane ja ihre eigene Verpackung schon mitbringt, sei dahingestellt... Wer es japanisch mag, probiert einen neuen Trend aus: die Bento Box. So liebevoll kann man Essen in einer Tüte gar nicht anrichten. - Eigene Dose beim Takeaway
Mal eben schnell zum China-Mann und für abends eine Portion Glasnudeln mit Gemüse holen? Meistens gibt es beim Imbiss Styropor- oder Alubehälter zum Warmhalten. Doch gerade diese Materialien, die nach dem Essen im Abfall landen, sind nicht sonderlich umweltfreundlich. Warum also nicht einfach eine eigene Warmhaltedose mitnehmen und befüllen lassen? Oder lieber gleich in der Imbissbude vom Teller essen und jemand anderen für sich spülen lassen. - Trinkflasche statt Dose
Auf dem Weg zum Fußball- oder Tanztraining wandert schnell noch eine Plastikflasche mit Schorle oder eine Dose Limo in die Sporttasche? Die bessere Alternative wäre eine Trinkflasche, die man schon zuhause befüllen kann. Es gibt sogar welche, in die man kohlensäurehaltige Getränke schütten kann, ohne dass was ausläuft. Am besten im Sportgeschäft oder im Kaufhaus bzw. Haushaltswarengeschäft genau nachfragen, wenn man's lieber prickelnd mag. 
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- Tasse statt Plastikbecher
Viele Schulen machen's vor: Dort gibt es keine Getränke in Einwegverpackungen mehr zu kaufen. Sondern jeder Schüler, jede Schülerin bekommt eine Schultasse, die ganz einfach gespült werden kann. Auch auf Weihnachtsmärkten oder anderen Veranstaltungen gibt es inzwischen vielerorts die Möglichkeit, seinen eigenen Becher für Getränke mitzubringen und so die Flut an weggeworfenen Plastikbechern einzudämmen. Sage und schreibe sechs Milliarden Coffee to Go-Becher werden jährlich in Deutschland genutzt. Ein teures Vergnügen, wenn man überlegt dass ein Becher à 0,25 Liter über einen Euro kostet. Selbst gekocht aber nur etwa zehn Cent. Da hat man den Preis für eine Thermoskanne schnell raus. - Nachfüllpackungen
Bei einigen Produkten gibt es Nachfüllpackungen: Zum Beispiel braucht man nicht jedes Mal einen Seifenspender mit der Lieblingswaschlotion zu kaufen. Oftmals gibt es "verpackungsärmere" Nachfüllpackungen - der Spender überlebt einige davon. Auch Lebensmittel wie Kakao oder Gewürze gibt es zum Nachfüllen in vorhandene haltbare Packungen. - Wiederverwertbare Geschenkverpackung
Normalerweise packen wir Geschenke in Geschenkpapier. Und das geht dann ins Altpapier (sofern es nicht, schön glatt gestrichen, noch einmal benutzt wird). Doch oftmals bietet es sich an, auch die Verpackung zum Geschenk zu machen: zum Beispiel mit einem hübschen Stoffbeutel, einem Tuch oder einem Karton. Der kann auch selbst gemacht und ganz individuell gestaltet sein. - Kreative Ideen für Verpackungsmüll
Basteln ist absolut in! Während das früher "Kinderkram" war, geht der Trend zum Selbermachen. Warum nicht Verpackungsmüll für eigene Kreationen nutzen? Besser als die Verpackungen wegzuschmeißen ist das allemal. So kann man zum Beispiel Gläser bekleben und als Teelichter benutzen. Kartons können gestaltet und als Aufbewahrungsboxen für Kleinkram genutzt werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Ideen findet ihr unter: www.recyclingbasteln.de. - Die beste Verpackung ist keine Verpackung
Zu guter Letzt: Keine Verpackung ist immer noch die umweltfreundlichste Lösung. Daher bei Einkäufen immer überlegen, ob's wirklich eine Verpackung braucht. Obst zum Beispiel wird ohnehin gewaschen oder sogar geschält, da braucht man keine Extra-Plastiktüte. Viele Hersteller verzichten auch auf doppelte Verpackungen - beispielsweise bei Zahnpasta oder Cremetuben. Ökologisch sind solche Produkte die bessere Wahl.
(AB)


