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Tier + Umwelt

Grüne Suchmaschinen

 
Mit der Nutzung bestimmter Suchmaschinen im Internet die Welt retten? Das vielleicht nicht, aber es gibt zumindest einige, die sich ökologische Zwecke auf die Fahnen geschrieben haben.


Mann im Garten mit Laptop
Bild: sxc.hu / frencenz
Es sind sogar eine ganze Menge Suchmaschinen, die in unterschiedlicher Weise ökologische Ziele verfolgen: So wollen z. B. ecosia.org, ecosearch.org oder forestle.org einen Teil ihrer Einnahmen an Klimaschutzprojekte spenden. Andere wie greenmaven.com oder umlu.de gestalten oder sortieren ihre Suchergebnisse nach ökologischen Kriterien. Und wieder andere wie treehoo.com geben an, Bäume zu pflanzen, wenn man nur genug bei ihnen sucht. Manche wiederum beziehen den Strom für ihre Server aus erneuerbaren Energien (Wind, Sonne usw.). Finanziert wird das Ganze in aller Regel durch Werbung bzw. gesponserte Links - wie bei den "großen" Suchmaschinen (google, bing, yahoo...) auch.

Dazu muss man wissen, dass "das Internet" ganz schön Strom verbraucht. Ein bisschen konkreter heißt das: all die Server, über die Daten gespeichert und abrufbar gemacht werden. Erst im September 2011 hat google seine Energiebilanz bekannt gegeben: Daraus ging hervor, dass die Rechenzentren des Suchriesen im Jahr 2010 2,26 Milliarden Kilowattstunden verbraucht haben sollen - genug Strom für so manche größere deutsche Stadt!


Hand an Laptop vor grüner Wiese
Bild: sxc.hu / acerin
"Grüne Server"?
Wenn nun einige damit werben, "CO2-neutral" zu arbeiten, ist das so eine Sache - denn es mag zwar so sein, dass sie für ihre eigenen Server z. B. Ökostrom benutzen oder eben zum Ausgleich Klimaschutzprojekte fördern. Nur nutzen die meisten grünen Suchmaschinen vor allem die Server der großen Suchmaschinen, da es oftmals deren Suchergebnisse sind, die quasi "weiterverwendet" werden. Und was die für Strom beziehen, steht auf einem ganz anderen Blatt... Das muss nicht heißen, dass es nicht schön sein kann, mit seinen Suchanfragen nebenbei ein paar Bäume zu schützen, es ist nur leider oftmals nicht alles ganz so hundertprozentig grün, wie man denken könnte. Und Angaben, wie viel Quadratmeter Wald jetzt genau pro Suchanfrage klar gemacht werden konnte, sollte man vielleicht auch nicht immer auf die Goldwaage legen. Auf der anderen Seite kann man aber auch sagen: So lange die Suchergebnisse euch in Menge und Qualität zufrieden stellen (kann man ja mal mit google und Co. vergleichen...), schadet es auch nichts und setzt auf Dauer vielleicht ein Zeichen.
Man darf nur nicht glauben, dass man mit dem Suchen dort gleich wer-weiß-was ausrichten würde und deswegen gar nicht mehr den eigenen PC ausmachen müsste. "Grünes Suchen" kann ein Teil im großen Puzzle des eigenen Energieverbrauchens sein, zu dem aber erst recht andere Teile gehören: Eigene Geräte Zuhause nicht unnötig lange laufen lassen, stand-by vermeiden, usw.

Faken bringt nichts
Ach, und übrigens: Wer jetzt denkt "wow, dann besuche ich jetzt die Suchmaschinen und klicke da wild rum, dann gibt das ordentlich Bäume in die Landschaft oder Ökostrom in den Server", der liegt falsch: die Unternehmen, die für Werbung zahlen, achten vor allem darauf, wie viele Klicks wirklich zu Verkäufen führen. Hohe Klickzahlen ohne konkreten Erfolg sprechen aus deren Sicht gegen das Schalten von Anzeigen, also würde man den Suchmaschinen schaden. Eine "natürliche Nutzung" des Suchmaschinen bringt also viel eher was.

(C4U)

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Forum zum Thema "Energie sparen - aber wie?"
 
Stand: 13.09.2011 | Seite drucken | Seite empfehlen
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