Immer wieder kommt die Frage auf: Kann ein Handy auf Dauer ungesund sein? Da ist von möglichen Schädigungen die Rede, Elektrosmog, Krebsgefahr, und, und, und...

- Bild: sxc.hu / Sanja Gjenero
- Da ein Krebsrisiko durch die Strahlung von Handys nicht ausgeschlossen werden kann, hat die Weltgesundheitsorganisation hochfrequente elektromagnetische Felder (das sind auch Handystrahlungen) am 01. Juni 2011 in eine neue - schärfere - Kategorie eingestuft. Handystrahlung gilt laut WHO nun somit als "möglicherweise krebserregend".
- Die Funkwellen von Handys sind im Grunde Mikrowellen - sie wirken "thermisch", also erwärmend, und zwar auf Körpergewebe. Das hört sich jetzt ganz praktisch für den Winter an, ist aber eher bedenklich: Denn das, wo man das Handy und seine Antenne dranhält, ist nun mal der Kopf. In Amerika gab es Fälle, in denen Leute, die z.B. aus beruflichen Gründen extrem viel und vor allem lange mit dem Handy telefoniert haben, genau hinter bzw. über dem Ohr einen Hirntumor bekamen. Beweise für einen direkten Zusammenhang stehen aber noch aus.
- Wissenschaftler fanden heraus, dass die Wellen bei Kindern deutlich tiefer in den Kopf eindringen als bei Erwachsenen. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz sagt, dass Handys für Kinder nicht sinnvoll sind.
- Für die meisten von Euch wohl noch nicht so tragisch, aber ein guter Tipp für Opa (und vielleicht wichtig, wenn ihr ihn mit Eurem Handy besucht): Eine Störung von Herzschrittmachern oder Hörgeräten kann nicht ausgeschlossen werden.
Was also tun?
Wer lieber auf Nummer sicher gehen möchte, sich nicht vielleicht doch einen Grill ans Ohr zu halten, kann...
- Das Handy erst bei aufgebauter Verbindung ans Ohr halten
- Beim Telefonieren auf guten Empfang achten: Dann regelt das Handy automatisch die Strahlung herunter!
- Das Mikro möglichst nah an den Mund halten (weil dann die Antenne möglichst weit vom Kopf weg gehalten wird)
- Ein "Headset" benutzen (separater Ohrhörer + Mikro).
- (wir hören schon das Stöhnen:) Das Handy nicht für Dauergespräche verwenden, sondern eben eher für die kurze Mitteilung zwischendurch! Denn die Länge der Telefonate ist entscheidend für eine möglicherweise schädliche Wirkung.
- Wenn das Gespräch doch länger dauert: Zwischendurch mal das Ohr wechseln!
- Auf die "SAR-Werte" achten ("Spezifische Absorptionsrate"): Das bezeichnet die Strahlenenergie, die vom Kopf aufgenommen wird. Wird auf der Packung angegeben und liegt in vielen Fällen irgendwo im Bereich zwischen 0,6 und 1,0 Watt/kg. Wünschenswert wäre eigentlich 0,2. Doch obwohl technisch machbar, werden Handys mit so geringen Werten nur sehr selten angeboten...
(C4U)
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Forum zum Thema "Handy-Strahlung + Elektrosmog"Bisher 24 Beiträge, letzter Beitrag vom 20.06.2009, 15.32 Uhr



