Wer Prepaid-Tarife nutzt und dabei mit dem Handy ins Internet will, muss mal wieder besonders auf die Kosten achten: Die Angebote sind unterschiedlich - sowohl im Preis als auch in der Art der Abrechnung.
Normalerweise rechnet der Anbieter nach Datenmenge oder Zeit ab, mittlerweile sind aber auch Internetflatrates bezahlbar geworden und bieten viele Vorteile. Doch wichtiger ist erstmal: Wie sieht eigentlich mein eigenes Surfverhalten aus? Wie oft und wie lang bin ich im Internet? Lade ich viel herunter oder bin ich oft nur kurz online?
Abrechnung nach Datenmenge: Große Preisunterschiede
Wenn man nur kurz Infos abruft oder mal eine E-Mail liest, eignet sich die Abrechnung nach Datenmenge, oft bezahlt man dann zwischen 19 und 49 Cent pro MB. Sobald größere Dateien ins Spiel kommen, sollte man aufpassen - so kann eine einzelne mp3-Datei mit 5 MB schnell 2,50 Euro kosten.
Abrechnung nach Zeit: Auf den Takt achten!
Auch die Abrechnung nach Zeit kann Tücken haben. Manche Anbieter setzen bei Ihren Prepaid-Tarifen auf Minutenpreise, und zwar vielfach neun Cent pro Minute. Da ist schon Vorsicht angesagt, denn man weiß ja: "Kinder, wie die Zeit vergeht...". Wer sich da mit seinem Handy ein Stündchen im Netz verliert, ist schon über fünf Euro los. Vor allem muss man aber auf die Taktung achten: Wenn im 5-Minuten-Takt abgerechnet wird, kostet die erste Minute in Wahrheit 45 Cent - und in der sechsten Minute ist man schon bei 90 Cent!
Abrechnung per Flatrate: Raus aus der Kostenfalle!
Wer wirklich alle Möglichkeiten des mobilen Internets ausnutzen möchte, sollte sich die Angebote für Internetflatrates anschauen. Der Vorteil: Man kann so oft und so lange ins Internet wie man möchte, ohne gleich draufzahlen zu müssen. Für Nutzer, die wenig oder spontan surfen, lohnen sich 24-Stunden-Flatrates, für Vielsurfer gibt es Monatsflats. Doch auch hier lohnt sich der Vergleich, denn mittlerweile wirbt jeder Anbieter mit Internetflatrates, und das zu ganz unterschiedlichen Preisen. Für um die zehn Euro im Monat kann man schon per Flatrate surfen, manche Anbieter bleiben sogar drunter.
Doch Vorsicht: Teilweise werden Internetflatrates mit Formulierungen wie "Unbegrenzt mobil surfen" angepriesen. Solche Beschreibungen sind oft irreführend, denn "unbegrenzt" kann man leider nicht surfen, jedenfalls nicht mit gleicher Geschwindigkeit: Nachdem ein bestimmtes Datenvolumen verbraucht wurde, drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit des Internetzugangs drastisch. Die meisten Anbieter stellen 200 MB oder 500 MB zur Verfügung, danach geht es nur noch im Schneckentempo weiter. Wer länger mit Highspeed surfen will, muss auch mehr zahlen.
Auch bei 24-Stunden-Flatrates gibt es unterschiedliche Angebote. Meist bezahlt man zwischen 0,99 und 2,50 Euro pro Tag. Das kann der Bringer sein, wenn man wirklich nur dann und wann mal in Ruhe surfen will - aber eben eher sporadisch. Denn wer sich alle drei Tage so eine 24-Stunden-Flat kauft, landet ruckzuck bei Kosten, die über einer monatlichen Flatrate liegen. Und auch bei 24-Stunden-Flatrates wird man meist nach 200 MB im Monat unsanft ausgebremst.
Und Achtung: Wer solche Angebote sucht, muss schauen, ob wirklich das Surfen mit dem Handy und nicht per "Surf-Stick" gemeint ist - denn die sind zwar auch fürs Mobilfunknetz, aber zur Benutzung in Laptops gedacht, mehr zu dem Thema findet ihr hier.
Vorsicht: Hochgestellt!
Ein ganz wichtiger Tipp zum Abschluss, wenn ihr euch solche Angebote auf den Internetseiten der Anbieter anschaut: Immer auf die hochgestellten Nümmerchen achten, die auf zusätzliche Infos verweisen sollen - denn dahinter verbirgt sich das Klein gedruckte und somit meist der wahre Preis! Gerade bei den Internetflatrates steht das euch verfügbare Datenvolumen meist erst hinter diesen hochgestellten Zahlen.
(C4U / Torben Stichling)
Bisher 1 Beiträge, letzter Beitrag vom 29.10.2006, 21.45 Uhr

- Bildrechte: philcampbell unter CC-BY-Lizenz
Normalerweise rechnet der Anbieter nach Datenmenge oder Zeit ab, mittlerweile sind aber auch Internetflatrates bezahlbar geworden und bieten viele Vorteile. Doch wichtiger ist erstmal: Wie sieht eigentlich mein eigenes Surfverhalten aus? Wie oft und wie lang bin ich im Internet? Lade ich viel herunter oder bin ich oft nur kurz online?
Abrechnung nach Datenmenge: Große Preisunterschiede
Wenn man nur kurz Infos abruft oder mal eine E-Mail liest, eignet sich die Abrechnung nach Datenmenge, oft bezahlt man dann zwischen 19 und 49 Cent pro MB. Sobald größere Dateien ins Spiel kommen, sollte man aufpassen - so kann eine einzelne mp3-Datei mit 5 MB schnell 2,50 Euro kosten.
Abrechnung nach Zeit: Auf den Takt achten!
Auch die Abrechnung nach Zeit kann Tücken haben. Manche Anbieter setzen bei Ihren Prepaid-Tarifen auf Minutenpreise, und zwar vielfach neun Cent pro Minute. Da ist schon Vorsicht angesagt, denn man weiß ja: "Kinder, wie die Zeit vergeht...". Wer sich da mit seinem Handy ein Stündchen im Netz verliert, ist schon über fünf Euro los. Vor allem muss man aber auf die Taktung achten: Wenn im 5-Minuten-Takt abgerechnet wird, kostet die erste Minute in Wahrheit 45 Cent - und in der sechsten Minute ist man schon bei 90 Cent!
Abrechnung per Flatrate: Raus aus der Kostenfalle!
Wer wirklich alle Möglichkeiten des mobilen Internets ausnutzen möchte, sollte sich die Angebote für Internetflatrates anschauen. Der Vorteil: Man kann so oft und so lange ins Internet wie man möchte, ohne gleich draufzahlen zu müssen. Für Nutzer, die wenig oder spontan surfen, lohnen sich 24-Stunden-Flatrates, für Vielsurfer gibt es Monatsflats. Doch auch hier lohnt sich der Vergleich, denn mittlerweile wirbt jeder Anbieter mit Internetflatrates, und das zu ganz unterschiedlichen Preisen. Für um die zehn Euro im Monat kann man schon per Flatrate surfen, manche Anbieter bleiben sogar drunter.
Doch Vorsicht: Teilweise werden Internetflatrates mit Formulierungen wie "Unbegrenzt mobil surfen" angepriesen. Solche Beschreibungen sind oft irreführend, denn "unbegrenzt" kann man leider nicht surfen, jedenfalls nicht mit gleicher Geschwindigkeit: Nachdem ein bestimmtes Datenvolumen verbraucht wurde, drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit des Internetzugangs drastisch. Die meisten Anbieter stellen 200 MB oder 500 MB zur Verfügung, danach geht es nur noch im Schneckentempo weiter. Wer länger mit Highspeed surfen will, muss auch mehr zahlen.
Auch bei 24-Stunden-Flatrates gibt es unterschiedliche Angebote. Meist bezahlt man zwischen 0,99 und 2,50 Euro pro Tag. Das kann der Bringer sein, wenn man wirklich nur dann und wann mal in Ruhe surfen will - aber eben eher sporadisch. Denn wer sich alle drei Tage so eine 24-Stunden-Flat kauft, landet ruckzuck bei Kosten, die über einer monatlichen Flatrate liegen. Und auch bei 24-Stunden-Flatrates wird man meist nach 200 MB im Monat unsanft ausgebremst.
Und Achtung: Wer solche Angebote sucht, muss schauen, ob wirklich das Surfen mit dem Handy und nicht per "Surf-Stick" gemeint ist - denn die sind zwar auch fürs Mobilfunknetz, aber zur Benutzung in Laptops gedacht, mehr zu dem Thema findet ihr hier.
Vorsicht: Hochgestellt!
Ein ganz wichtiger Tipp zum Abschluss, wenn ihr euch solche Angebote auf den Internetseiten der Anbieter anschaut: Immer auf die hochgestellten Nümmerchen achten, die auf zusätzliche Infos verweisen sollen - denn dahinter verbirgt sich das Klein gedruckte und somit meist der wahre Preis! Gerade bei den Internetflatrates steht das euch verfügbare Datenvolumen meist erst hinter diesen hochgestellten Zahlen.
(C4U / Torben Stichling)
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