Wieso, weshalb, warum? Das denken wir oft und wundern uns. Einige dieser skurrilen Fragen haben wir uns jetzt rausgepickt. Und beantworten sie. Ganz im Ernst!
Warum sind Brötchen bei manchen Bäckern so leicht?
Ein Brötchen ist ein Brötchen ist ein Brötchen? Keineswegs: Unsere "Normalen" (und auch die Körnervarianten) sind völlig unterschiedlich. Mal größer, mal kleiner - und vor allem mal leichter, mal schwerer. Und woher kommt es, dass man bei manchen Bäckern so wenig Brötchen für sein Geld bekommt? Des Rätsels Lösung heißt "Luft". Denn davon ist in manchen Brödels einfach zu viel drin. Sie kommt zum Beispiel durch Backtriebmittel hinein. Oder dadurch, dass der Teig nicht mehr am Vortag hergestellt wird und reifen kann. Auch die verwendete Mehlsorte kann durch unterschiedliche Backeigenschaften ein unterschiedlich großes Volumen beim Brötchen ausmachen. Bäcker, die noch "wie früher" backen, haben meist auch schwerere Brötchen. Die auch noch richtig satt machen! (Bildquelle: sxc.hu / ch3oh)
Warum kann Größe 36 unterschiedlich groß sein?
Konfektionsgrößen sind keine Einheitsgrößen. Es gibt zwar Größentabellen als Orientierung - aber letztendlich haben die verschiedenen Marken auch ihre eigenen Schnitte. So gibt es Firmen, deren Mode ist eher locker und lässig, während andere stramm auf Figur schneidern. Ein Unterschied ist es auch, ob es sich um eine jugendliche Marke handelt oder eine, die durchaus auch etwas ältere Menschen tragen. Da ist es dann häufig weniger körperbetont, also bequemer. Übrigens gibt es auch "Schmeichelgrößen": Das heißt, der Hersteller plant extra ein paar Wohlfühlzentimeter ein... (Bildquelle: sxc.hu / brokenarts)
Warum reisen Bio-Äpfel aus Argentinien an?
Manche Bio-Äpfel haben schon eine Weltreise hinter sich: Sie kommen zum Beispiel aus Argentinien - satte 13.000 Kilometer über den Ozean, von Kontinent zu Kontinent. Dass eine Mango oder eine Ananas eine Fahrt auf sich nehmen muss, liegt auf der Hand: Exotisches Obst wächst eben nicht auf dem Bauernhof nebenan. Aber Äpfel? Ja, tatsächlich: Hier gibt es im Bio-Markt inzwischen eine so große Nachfrage, dass heimische Bauern sie nicht decken können. Zumindest nicht das ganze Jahr über. Da hat der Süden eben klimatische Vorteile. Kritiker zweifeln aber an, dass das Bio-Siegel sich solche langen Transportwege samt CO2-Ausstoß leisten kann. (Bildquelle: sxc.hu / zitherica)
Warum sind nicht immer 250 Gramm drin, wenn 250 Gramm drauf steht?
Nicht immer, wenn 250 Gramm auf einer Verpackung steht, sind auch 250 Gramm drin. Die Eichämter beanstanden immer wieder "Untergewicht". Auch Verbraucherschützer stellen öfter Abweichungen fest. Doch die sind nur in kleinen Mengen erlaubt: Eine Schokoladentafel von 100 Gramm darf 4,5 Gramm leichter sein. Bei einem Müsli von 500 Gramm dürfen 15 Gramm fehlen. Fehlt mehr, können Kunden die fehlende Füllmenge beanstanden. "Darf's ein bisschen weniger sein?" Das ist nur an der Wursttheke erlaubt - da wird auch jedes Gramm einzeln abgerechnet. (Bildquelle: sxc.hu / cybersnot)
Warum ist es oft billiger, neu zu kaufen als reparieren zu lassen?
Es ist schon ein Hammer: Oft lohnt es sich finanziell nicht, Sachen reparieren zu lassen. Beispiel Schuhe: War früher die Sohle abgelaufen, gingen die Schuhe zum Schuhmacher. Heute - wo fast rund ums Jahr Ausverkauf ist - gibt's immer irgendwo ein Schnäppchen. Besohlen lässt man allenfalls Lieblingspaare. Ebenso ist es bei Elektro- oder Computerartikeln. Das mag u. a. daran liegen, dass Firmen oftmals im Ausland produzieren lassen. Dort ist es billiger. Und so kann es sein, dass eine Reparatur durch einen Handwerker von zwei bis drei Stunden Dauer schon fast der Neupreis des Produktes ist. Umweltfreundlich ist die Ex-und-hopp-Mentalität allerdings nicht... (Bildquelle: sxc.hu / johnnyberg)
Warum können elektrische Geräte Energie sparen?
Eines vorweg: Natürlich verbrauchen elektrische Geräte Strom - manche sind sogar echte Stromfresser. Auch wenn die Geräte immer auf Stand-by stehen, ziehen sie einiges an Energie weg - ohne Nutzen. Kurzum: Bevor man ein Elektrogerät einschaltet, muss man sich genau überlegen, ob es wirklich notwendig ist. Aber: der Griff zum passenden Elektrogerät kann tatsächlich Energie sparen. Beispiel Toaster: Zum Brötchenaufbacken ist der viel eher geeignet als der Backofen, der viel mehr Strom saugt. Oder der Wasserkocher: Der braucht weniger Energie als der Kessel auf dem Elektroherd. (Bildquelle: sxc.hu / thesaint)
Warum sind Rabatte nicht immer günstiger?
Rabatte sind vor allem eines: werbewirksam. Denn wer ist schon davor gefeit: Liest man v50 Prozent reduziert", lässt man sich schnell zum Kauf hinreißen. Das scheint ein Gen zu sein: Was vermeintlich billiger ist, muss man haben, selbst wenn man's nicht braucht. Doch Augen auf! Denn reduziert heißt nicht immer günstiger. Die Preisunterschiede sind bei vielen Produkten sehr hoch. Da kann es sein, dass der normale Preis in einem Laden ebenso niedrig ist wie der runtergesetzte Artikel in dem anderen. Vor allem, seit es Online-Shops gibt, lohnen sich Preisvergleiche noch mehr. Beim Online-Versand entfallen die Mieten für Ladenlokale, oftmals gibt es weniger Personal. Daher kann der Online-Handel mit noch spitzerem Stift rechnen. Aber: Auch viele Geschäfte in der Fußgängerzone lassen bei größeren Einkäufen gerne mit sich handeln. (Bildquelle: sxc.hu / linder6580)
Warum ist Duschen umweltfreundlicher als Baden?
O.k., im Winter ist eine wohlig warme Wanne schon nett. Aber ansonsten sollte man sich häufiger unter die Dusche stellen. Denn das verbraucht weitaus weniger Wasser als ein Vollbad. Durch den Duschkopf rauscht ungefähr drei Mal weniger Wasser als in die Wanne. Das spart - natürlich - wertvolles Wasser, aber auch Energie. Denn es muss weniger Wasser erhitzt werden. Beim Einseifen sollte man den Wasserhahn übrigens zudrehen! Sonst läuft kostbares Wasser ungenutzt durch den Abfluss... (Bildquelle: sxc.hu / Amelia Abrão)
Warum sind Markensachen teurer als No-Names?
Markensachen sind nicht unbedingt teurer, weil sie besser sind. Die Rohstoffe machen meist nur einen kleinen Teil des Verkaufspreises aus. Mehr Kohle geht in die Werbung, ins Marketing oder - sofern vorhanden - in eine aufwändige Verpackung. Also: Nicht blenden lassen, sondern die Qualität genau prüfen! Scheinbar Paradox: Ein- und dieselbe Firma kann eine Marke und ein No-Name-Produkt herstellen. Das wird dann einmal teurer und einmal, in schlichtem Outfit, billiger verkauft. Erkennen kann man diese "Geschwister" an den Zulassungsnummern erkennen, die auf den Verpackungen zu finden sind. (Bildquelle: sxc.hu / scataudo)
(AB)


