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Facebook, studiVZ & Co.: Meine Daten im Internet

 
Communities wie facebook, myspace, schüler- oder studiVZ sind beliebt und für viele Jugendliche ein "muss". Gerade bei der Profilgestaltung sollte man aber genau überlegen, was man reinschreibt - und wen man es sehen lässt.


Grafik mit drei jungen Frauen
Bild: sxc.hu / mckenna71
Die Personalchefin kam auf die Idee, deinen Namen bei Google einzugeben und auf die Enter-Taste zu drücken. Ohne große Umwege ist sie daraufhin auf deinem Profil gelandet - "Peters Partytime!". Neben Fotos von der letzten Geburtstagsfeier (einige davon in den frühen Morgenstunden geknipst) fand sie dort auch deine beliebte Hitliste "Wer verträgt die meisten Jägermeister" (mit dir auf Platz zwei) sowie Tipps zum Anbau von Marihuana. Diese witzig gemeinten "Hinweise für den Anbau von Gras" hattet ihr zwar just for fun irgendwo kopiert und einfach so auf eure Seite übernommen, ohne selbst zum Züchter zu werden, aber das weiß die Personalchefin natürlich nicht. Als sie dann noch die Sammlung zweideutiger Witze entdeckte ("Kommt eine Blondine zum Arzt..."), ist eure Zukunft in der Firma beendet, bevor sie begonnen hat.

Kann mir nicht passieren, werden einige von euch sagen, die nur per Pseudonym ihr Online-Tagebuch füttern. Träumt ruhig weiter, ruft da die harte Wirklichkeit. Oder wisst ihr, wieviele Leute zum Beispiel einen kleinen Link wie "Hier geht’s zum Profil von Peter Müller" (Name erfunden) auf ihrer Seite haben? Die denken sich vielleicht gar nichts dabei, aber wer euch finden will, folgt einfach den Spuren, die andere ausgelegt haben. Ist dann noch ein Foto von euch oder eine Verlinkung zu eurer flickr-Site in eurem Blog, kann euch jeder Internetanfänger eindeutig identifizieren. Und da kann es dann passieren, dass schon das Foto von der Radarkontrolle (17 km/h zu schnell in der Tempo-30-Zone), über das sich alle Freunde schlapplachen, die Stelle als Zivi bei "Essen auf Rädern" verhagelt.


Verzerrtes Portrait mit vorgehaltener Hand
Bild: rgbstock.com / Sanja Gjenero
Solche Beispiele gibt's tatsächlich ganz schön viele. Noch schlimmer kann es bei jungen Mädels werden, die ihre Postadresse oder Handynummer sowie die Altersangabe gleich neben dem Bikinifoto stehen haben - da könnten sich die ganz, ganz falschen Jungs angezogen fühlen! Und damit euch all das nicht passiert, haben wir ein paar Tipps für die Profilgestaltung in Webcommunities zusammengestellt:

  • Das Internet ist nicht privat. Auch, wenn die Community ein quasi-privates "wir sind unter uns"-Gefühl vermittelt. Generell bei der Profilgestaltung also daran denken, welches Bild man von sich erzeugt. Und dabei auch mal an den Job denken. Vor allem aber: Was einmal im Netz ist, kommt da so schnell nicht wieder raus und kann jahrelang drin bleiben!
  • Kontaktdaten: Am besten keine. Schließlich kann man innerhalb der Community kommunizieren, dafür ist sie ja da. Handynummern, Adresse oder ICQ-Nummer haben eigentlich in keinem Profil was verloren.
  • Bilderwahl: Auf Party- Sauf- und Drogenbilder besser verzichten. In der Regel sind sie eh nur spaßig gemeint, aber leider versteht den Spaß eben nicht jeder. Und wie gesagt: Die können echt ewig im Internet bleiben - das hat so mancher schon bereut und kriegt sie dann nicht mehr aus der Welt.
  • Gruppenzugehörigkeit: Auch hier suchen sich die meisten die Gruppen nach Fun-Faktor aus, und das heißt oft: Scherzgruppen über Alkohol, Sex und Drogen. Man kann sich ja einfach mal fragen, ob man wirklich für einen faulen ständig bekifften vollgedröhnten Sex-Maniac gehalten werden möchte...
  • Sonstige Angaben: Nicht nur die groben Sachen fallen auf, sondern auch die Feinheiten - denn die könnten viel eher ernst genommen werden. Sprüche wie "Ich lese nie" stören manchen Personalchef daher vielleicht sogar mehr als die Mitgliedschaft in der "Saufgruppe"...
  • AGB / Datenschutzerklärung lesen: Ist anstrengend, aber wichtig. Was sagt der Betreiber des Portals über die Verwendung meiner Daten? Mit welcher Werbung ist zu rechnen? An wen gibt er sie vielleicht weiter? In der Regel kann man in seinen Profileinstellungen übrigens durchaus Einfluss auf diese Punkte nehmen!
  • Profileinstellungen: Was ist für wen sichtbar? Was für alle, was nur für Freunde? Darauf sollte man schon achten und sich ein bisschen Zeit für die Einstellungen nehmen. Und die Möglichkeit, das komplett zu regulieren, sollte auf jeden Fall da sein - sonst lieber die Community wechseln!
  • Nickname/Pseudonym benutzen: Auch wenn wir oben erklärt haben, warum das alleine keine Sicherheit gibt, ist das oftmals viel besser, als im Profil seinen richtigen Namen zu verwenden. Es sei denn, es geht um seriöse berufliche Kontakte oder ähnliches, und da kommen ja dann wohl eh keine Peinlichkeiten rein, oder?
  • Positives Bild: Sich auch mal fragen, ob und wie man seinen Account positiv nutzen kann, um sich der Welt als gut drauf, kreativ, kommunikativ oder auch engagiert vorzustellen. Aber ehrlich sollte es dabei schon sein - also nichts erfinden, was dann hinterher im Bewerbungsgespräch auffliegt und einen als Lügner disqualifiziert...
  • Selbsterkenntnis: Sich hin und wieder mal selbst googlen! Kann spannend sein, und man sieht dann, welches Bild man für andere im Netz abgibt.

(C4U)

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Forum zum Thema "studiVZ & Co.: Online-Communities"
Bisher 10 Beiträge, letzter Beitrag vom 07.10.2011, 14.24 Uhr
 
Stand: 09.06.2011 | Seite drucken | Seite empfehlen
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