Seit 2009 geht der Glühbirne langsam das Licht aus. Schrittweise soll sie nun vom Markt genommen und durch die Energiesparlampe ersetzt werden. Wieso eigentlich?

- Bild: Dieter Schütz/pixelio
Der Glühwürmchen-Effekt
Energiesparlampen sind eigentlich kleine, mehrfach gebogene Leuchtstoffröhren. Deshalb lautet ihr korrekter Name auch Kompaktleuchtstofflampen. Sie erzeugen ihr Licht nicht durch einen glühenden Draht, sondern durch einen Leuchtstoff. Der befindet sich zusammen mit einem Edelgas und Quecksilberdampf in einem Glasrohr. Der elektrische Strom regt das Gas und den Quecksilberdampf an, so dass sie eine für das Auge zunächst unsichtbare Strahlung abgeben. Die Strahlung wird dann vom Leuchtstoff in sichtbares Licht umgewandelt. Eine Sparlampe mit 11 oder 15 Watt leuchtet übrigens genauso hell wie eine Glühlampe mit 60 Watt! Energiesparlampen sind zwar beim Kauf etwas teurer, doch die Kosten holt ihr in der Regel im ersten Betriebsjahr wieder rein! Nur nicht wundern: manchmal brauchen Energiesparlampen ein paar Sekunden Vorglühzeit, um in voller Pracht zu leuchten. Wenn ihr eine Energiesparlampe haben wollt, die lange hält, solltet ihr auf die billigen Lampen aus dem Supermarkt verzichten. Investiert lieber ein paar Euro mehr und kauft die Lampen beispielsweise in einen Elektrofachgeschäft. Gute Energiesparlampen halten etwa 5 Jahre lang. Deutlich länger als eine Glühbirne.
Keine Angst vor kaltem Licht Für beinahe jede Leuchte, die mit einer Glühbirne betrieben werden kann, gibt es mittlerweile passende Energiesparlampen. Es gibt sie in allen möglichen Formen und mit unterschiedlichem Lichtspektrum - auch mit dem Farbton "warmweiß". Warmweiße Lampen schaffen ein gemütliches Licht, vergleichbar dem einer
Glühlampe.
Die Mülltonne ist tabu
Achtung: Energiesparlampen dürfen nicht einfach in der Mülltonne entsorgt werden, da sie geringe Mengen giftiges Quecksilber enthalten. Ihr könnt sie aber bei städtischen Sammelstellen kostenlos abgeben. Auch mancher Händler nimmt die schadstoffhaltigen Altlampen freiwillig zurück.
Und wie geht es mit der Glühbirne jetzt weiter?
Als erstes verschwinden nun die Glühbirnen mit 100 Watt und mehr vom Markt. Die Händler dürfen seit dem 1. September 2009 nur noch Restbestände verkaufen. Bis 2016 dürfen dann in Europa überhaupt keine Glühlampen mehr verkauft werden.
Mehr Infos zum CO2-Sparen gibt es in unserem Energiespar-Special. Außerdem könnt ihr in nur drei Schritten zum Energiespar-Detektiv werden.
(kat)





