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Mehr als die Hälfte aller Frauen in Deutschland benutzen regelmäßig Lippenstift, und ein normaler Lippenstift besteht im Schnitt aus 25 chemischen Inhaltsstoffen. Aber ist die Farbe wirklich so gesund? Man hat das Zeug ja direkt am Mund, und auch nicht nur ab und zu.


Roter Lippenabdruck
Bild: sxc.hu / Jenny Rollo
Sieht man morgens im Spiegel sein käsig farbloses Gesicht, denkt man oft "Da wäre jetzt ein bisschen Farbe gar nicht schlecht...!". Und mit wenig Aufwand sind wenigstens schon mal die Lippen ein Hingucker. Hat man einmal seine Farbe gefunden, wird der Lippenstift oft zum jahrelangen Begleiter. Aber wer jeden Tag Lippenstift aufträgt, schluckt auch immer was von der Farbe runter - jedes Jahr fast einen ganzen Lippenstift! Da sollte man schon genau gucken, was man da an seinen Mund lässt.

Ein Lippenstift besteht größtenteils aus Fetten und Wachs, die machen die Lippen schön geschmeidig und sorgen dafür, dass die Farbe nicht sofort wieder abgeht. Die Farbe selbst bekommt der Lippenstift von Farbpigmenten, das sind winzig kleine Farbteilchen, die mit den Lippenstiftfetten verrührt werden. Und genau diese Farbpartikel sind oft ein Problem.


geöffneter roter Lippenstift
Bild: sxc.hu / yenhoon
Die Zeitschrift Öko-Test hat 239 Lippenstifte getestet und über die Hälfte mit ungenügend oder mangelhaft bewertet. Der Grund: bestimmte Farben und andere Inhaltsstoffe wie Lichtschutzfilter oder Paraffine, die in Verdacht stehen, Krankheiten oder Allergien auslösen zu können. Einige Hersteller geben die Farbpigmente erst gar nicht an - dazu sind sie aber laut Kosmetikverordnung verpflichtet. Wie so oft gab es beim Öko-Test-Check der Lippenstifte ein großes Aha, was die Qualität von teuren Markenprodukten und eher unbekannten Lippsticks betrifft. So wurde ein Produkt der Eigenmarke einer großen Drogeriekette mit "sehr gut" ausgezeichnet - bedenkliche Stoffe wurden im Gegenzug auch bei Edelmarken nachgewiesen. Ein guter Lippenstift muss also nicht teuer sein.

Und wie "kussecht" sind Lippenstifte? Wer nicht will, dass die Lippenstiftfarbe an Gläsern oder auf der Backen des Freundes kleben bleibt, bleibt gerne zu Stiften mit "Long-Stay-Effekt". Langhaftende Produkte enthalten hauptsächlich flüchtige Öle, die kurz nach dem Auftragen verfliegen. Zurückbleiben soll lediglich die gewünschte Farbe. Besser als diese Produkte halten jedoch, so die Stiftung Warentest, Kombi-Stifte: Einer gibt die Farbe, der andere ist eine Art "Überlack" für die Haltbarkeit. Das Zweierpack bringt also mehr als ein einziger Alleskönner-Stift.

(AB)

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Forum zum Thema "Kosmetik"
Bisher 12 Beiträge, letzter Beitrag vom 18.03.2011, 19.15 Uhr
 
Stand: 18.01.2011 | Seite drucken | Seite empfehlen
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