Früher haben romantische Menschen schon mal eine Flaschenpost ins Meer geworfen, damit jemand ihre Zeilen liest. Heute landen auch so allerhand Flaschen im Meer, aber sie bringen keine gute Botschaft in andere Länder...

- Bild: sxc.hu / wikkedhill
Plasikmüll ist nämlich für einige giftige Substanzen wie ein Schwamm: Insektenvernichtungsmittel wie DDT oder das krebsauslösende Umweltgift PCB, die beide auch im Meer herumschwimmen, docken sich an die Oberfläche der Plasikteile an. Fische und andere Meerestiere fressen das Zeug und speichern das Gift in ihrem Körper. Davon werden sie selbst krank und - am Ende der Nahrungskette - auch der Mensch.
Bis zu 450 Jahre Haltbarkeit...
Aber es ist nicht nur das Gift, was tötet. Ausgediente Fischernetze werden zur tödlichen Falle für Meeressäuger und Vögel verwechseln das Plasikzeug mit Nahrung. Mit Getränkeverschlüssen und anderen Plastikkleinteilen im Magen verhungern die Tiere qualvoll. Nach einer europäischen Studie hatten 97% der untersuchten Nordsee-Eissturmvögel Plastikteile im Magen. Und auf einer hawaianischen Insel sterben zwei von fünf Küken einer Albatrossart innerhalb der ersten fünf Monate an Nährstoffmangel, weil sie zu viel Plastik fressen.
Wenn man also bedenkt, dass einige Plastikkomponenten 450 Jahre brauchen, bis sie sich zersetzt haben, wird einem vielleicht klar, wie rasant sich das Problem noch verschlimmern kann. Was zu tun ist, wisst ihr im Grunde schon: Weniger Plastikmüll erzeugen, und vor allem keinen im Urlaub ins Meer kippen.
(C4U)
Deine Meinung ist gefragt!
Forum zum Thema "Umweltschutz"Bisher 6 Beiträge, letzter Beitrag vom 16.03.2011, 15.38 Uhr


