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Mit oder ohne Gentechnik?

 
Riecht wie immer, sieht aus wie immer, schmeckt wie immer – und doch kann etwas anders sein: Dass schon heute viele Lebensmittel in den Regalen der Supermärkte liegen, die gentechnisch hergestellt sind, ist kein Geheimnis...


Ausschnitt eines Maiskolbens
Bild: sxc.hu / shanii
Schon seit 2004 gilt: Wenn irgendwann bei der Herstellung mit gentechnisch veränderten Zutaten oder Rohstoffen gearbeitet wurde, muss das etikettiert werden. Wird z.B. in Keksen ein Emulgator eingesetzt, der aus Gensoja hergestellt wurde, so muss die Zutatenliste eindeutig darauf hinweisen mit "genetisch verändert" oder "aus genetisch veränderten Sojabohnen hergestellt". Das ist nun also schon seit einigen Jahren so. Und wie sieht die Praxis aus? Nun, unsere Recherchen zeigen, dass es kaum entsprechend gekennzeichnete Produkte auf dem Markt gibt.

Gen-Food ist nicht immer gekennzeichnet
Na fein, wird jeder sagen, der vielleicht kein so gutes Gefühl mit Gen-Food hat. Aber: Es gibt auch eine Menge Produkte auf dem Markt, die nicht gekennzeichnet werden, obwohl Gentechnik mit im Spiel ist! So können beispielsweise Fleisch, Milch oder Eier von Tieren stammen, die gentechnisch verändertes Futter gefressen haben. Ob hinter dem Produkt, das am Ende raus kommt (also z. B. Joghurt oder Hamburger...) letztlich Gentechnik steckt, erfährt man also nicht. Das gleiche Prinzip gilt für Zusatzstoffe, Aromen und Vitamine, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterien oder anderen Mikroorganismen hergestellt wurden. Diese Stoffe können sich ohne irgeneine Kennzeichnung in anderen Produkten befinden!

Und: Werden Lebensmittel unbeabsichtigt mit "G-Material" verunreinigt, dann muss nur gekennzeichnet werden, wenn der Anteil pro Zutat 0,9 Prozent übersteigt – der Hersteller muss allerdings beweisen, dass er tatsächlich sorgfältig und gentechnikfrei arbeitet. Analysen zeigen immer wieder, dass besonders bei der Verarbeitung von Soja gentechnisch verändertes Material auftaucht.

Geht es auch ohne Gentechnik?
Bioprodukte sind generell gentechnikfrei hergestellt. In der gesamten Produktion, auch beim Futter für die Tiere, wird keine Gentechnik eingesetzt. Außerdem gibt es Lebensmittel mit dem Label "ohne Gentechnik". Bei tierischen Lebensmitteln, wie Fleisch, Milch und Eiern kann das Siegel benutzt werden, wenn keine Gen-Pflanzen verfüttert wurden. Je nach Tierart gelten genaue Vorschriften für die Mindestdauer der Fütterung ohne Gen-Pflanzen, bevor die Erzeugnisse auf den Markt kommen. "Ohne Gentechnik" bedeutet auch: sämtliche Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen, wie Genmais oder Lecithin aus Gensoja, sind verboten. Ebenso alle Stoffe, die mit Gentechnik produziert wurden. Allerdings gibt es hier Ausnahmen: Für Stoffe nämlich, die nur aus gentechnischer Herstellung verfügbar und nach der Bioverordnung zugelassen sind.

(AB/C4U)

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Forum zum Thema "Qualität bei Lebensmitteln"
Bisher 6 Beiträge, letzter Beitrag vom 02.04.2006, 18.35 Uhr
 
Stand: 04.12.2010 | Seite drucken | Seite empfehlen
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