Auf dem neuen Laptop prangt das Zeichen "Energy Star". Der Stern steht für Umweltschutz - oder etwa nicht? Jein: Denn er bezieht sich einzig und allein auf den Energieverbrauch auf dem heimischen Schreibtisch. Die Produktion bleibt außen vor.

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Fachleute sprechen von der so genannten Öko-Bilanz eines Produktes. Hier werden alle Ressourcen einberechnet, die ein Gerät von der Herstellung bis zum Kunden verbraucht. Das heißt: Die Herstellung der Rohstoffe und der Energieverbrauch dabei spielen ebenso eine Rolle wie die Fertigung, die Verpackung und der Transport. Auch die Entsorgung - Stichwort "Elektroschrott" - zählt mit. Ebenfalls wichtig: Die Umweltschutzauflagen sind in vielen Produktionsländern weitaus niedriger als in Deutschland.
Die Energie, die beispielsweise ein Notebook auf dem Weg bis zum Kunden verbraucht, übersteigt den Energieverbrauch während der gesamten Nutzungsdauer um ein Vielfaches! Selbst ein richtig heftiger "Multimedia-Stromfresser" saugt sich in zehn Jahren Dauerbetrieb nur etwas mehr als die Hälfte des Stroms, der für die Herstellung benötigt wurde. Diese Schere klafft inzwischen immer weiter auseinander, weil die Hersteller ständig neue Produkte auf den Markt werfen. Die Lebensdauer von IT sinkt also. Allein 2009 wurden mehr als zehn Millionen mobile Computer in Deutschland verkauft.

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Und was kann man selber tun, um die Umwelt zu schonen? Hier kommen unsere Tipps für den Hausgebrauch:
- Größer, schneller, weiter: Auch wenn die PC-Hersteller mit immer leistungsfähigeren Compis locken, muss das nicht sein. Für die meisten Anwendungen reichen kleinere Geräte durchaus aus - und sparen Strom!
- Beim Neukauf auf den "Energy Star" achten. Der garantiert zumindest einen niedrigen Energieverbrauch bei der Nutzung.
- Laptops verbrauchen 70 Prozent weniger Strom als Desktops (also Standgeräte mit Bildschirm) - und sie sparen dadurch bei der Herstellung und Verpackung kostbare Rohstoffe.
- Die Energiesparmöglichkeiten des Computers nutzen! Vor allem gilt: Wird der Computer nicht gebraucht, am besten ausschalten und komplett vom Strom nehmen! Denn auch "Stand by" verbraucht Energie.
- Bildschirmschoner fressen unnötig Energie. Ein schwarzer Bildschirm ist besser.
- Ladegeräte nicht immer in der Steckdose lassen!
- Wenn ein Computer kaputt ist, ist eine Reparatur umweltschonender, als gleich die ganze Kiste zu verschrotten. Wenn nichts mehr zu reparieren ist, auf umweltgerechte Entsorgung achten!
- Es muss nicht immer der letzte Computer-Schrei sein! Wenn es unbedingt nötig ist, dann ist es sinnvoller, das alte Gerät aufzurüsten.
- Auch auf dem Second-Hand-Markt gibt es gute Modelle!
- Zu guter Letzt: Ein Gerät, das noch o.k. ist, nie wegwerfen, sondern eher verkaufen oder verschenken.
(AB)


