CHECKED4YOU
Tier + Umwelt

Plastikmüll im Meer

 
Früher haben romantische Menschen schon mal eine Flaschenpost ins Meer geworfen, damit jemand ihre Zeilen liest. Heute landen auch so allerhand Flaschen im Meer, aber sie bringen keine gute Botschaft in andere Länder...


Plastikbecher im Wasser neben totem Fisch
Bild: sxc.hu / wikkedhill
Besonders die Umweltschutzorganisation Greenpeace berichtet seit Jahren darüber, dass immer mehr Plastikverpackungen und Plasikprodukte in den Weltmeeren landen: Kugelschreiber, ausgediente Fischernetze, leere Feuerzeuge, Plastiktüten, Kleidung, Kisten, Teile von Sportschuhe, Plasikfolien, Schnuller, Autoteile, Spielzeug und vor allem Getränkeflaschen schwimmen in unvorstellbaren Mengen im Salzwasser herum. Im Nordost-Pazifik zwischen den Inseln Hawaiis und dem amerikanischen Festland sammelt ein riesiger Meerestrudel einen Teil des Zivilisationsmüll unserer Zeit. Auf dem Wasser hat sich ein geschlossener Teppich aus Plastikabfällen gebildet, der die Größe von Zentraleuropa hat! Dort bleibt der Müll dann viele Jahre und ist eine große Gefahr für Tiere und letztendlich auch für den Menschen.

Plasikmüll ist nämlich für einige giftige Substanzen wie ein Schwamm: Insektenvernichtungsmittel wie DDT oder das krebsauslösende Umweltgift PCB, die beide auch im Meer herumschwimmen, docken sich an die Oberfläche der Plasikteile an. Fische und andere Meerestiere fressen das Zeug und speichern das Gift in ihrem Körper. Davon werden sie selbst krank und - am Ende der Nahrungskette - auch der Mensch.

Bis zu 450 Jahre Haltbarkeit...
Aber es ist nicht nur das Gift, was tötet. Ausgediente Fischernetze werden zur tödlichen Falle für Meeressäuger und Vögel verwechseln das Plasikzeug mit Nahrung. Mit Getränkeverschlüssen und anderen Plastikkleinteilen im Magen verhungern die Tiere qualvoll. Nach einer europäischen Studie hatten 97% der untersuchten Nordsee-Eissturmvögel Plastikteile im Magen. Und auf einer hawaianischen Insel sterben zwei von fünf Küken einer Albatrossart innerhalb der ersten fünf Monate an Nährstoffmangel, weil sie zu viel Plastik fressen.

Wenn man also bedenkt, dass einige Plastikkomponenten 450 Jahre brauchen, bis sie sich zersetzt haben, wird einem vielleicht klar, wie rasant sich das Problem noch verschlimmern kann. Was zu tun ist, wisst ihr im Grunde schon: Weniger Plastikmüll erzeugen, und vor allem keinen im Urlaub ins Meer kippen.

(C4U)

Deine Meinung ist gefragt!

Forum zum Thema "Umweltschutz"
Bisher 6 Beiträge, letzter Beitrag vom 16.03.2011, 15.38 Uhr
 
Stand: 09.01.2012 | Seite drucken | Seite empfehlen
nach oben
 
Das Online-Jugendmagazin der