Das ist eines von den Themen, wo Viele vielleicht sagen: "So einen Computer wirft man doch nur alle paar Jahre mal weg, das kann ja wohl nicht so viel sein!" Tja, aber die Gesamtmenge spricht eine deutliche Sprache...
Schätzungen sprechen von 2,6 Millionen alten Computern, Laptops, Monitoren und Druckern pro Jahr (mit Zubehör wie Drucker, Scanner, etc.), dazu kommen auch noch alte MP3 Player, Handys und Spielkonsolen, die genauso Computerchips und Elektrobauteile enthalten - was für ein Haufen Schrott! Und genau den entsorgen Viele noch über den ganz normalen Hausmüll. Dabei schaffen moderne Recyclingverfahren, dass über 90 % des Elektroschrots verwertet werden, entweder als Ersatzteile oder als Sekundärrohstoffe für den Wertstoffkreislauf (u.a. Gold, Aluminium, Kupfer...). Recycling lohnt sich doppelt für die Umwelt und für uns: Einmal brauchen die wiedergewonnenen Metalle nicht mehr aus der Erde geholt werden. Man spart sich dadurch Umweltverschmutzung durch Bergbau. In den Ländern, in denen die Metalle abgebaut werden, vergiften Bergwerke oft Flüsse und die Umgebung der Minen, wo die Bergarbeiter auch wohnen. Durch Recycling müssen weniger Metalle aus der Erde geholt werden, die Natur bleibt sauber und die Menschen gesund. Und außerdem sind in den Elektronikbauteilen Giftstoffe, die nichts auf normalen
Müllhalden oder in Verbrennungsanlagen zu suchen haben. Sie werden nach der Rückgabe an den Recyclinghöfen so entsorgt, dass sich Mensch und Umwelt nicht daran vergiften können.
Mit dem Müll ist es wie mit den Wahlen: Die einzelne Stimme zählt nicht so viel, aber viele letztlich eben doch. Je mehr Leute mitmachen, desto größer also der Effekt.
Seit dem 24.März 2006 ist es aber nicht mehr dem Zufall oder dem guten Willen eines einzelne überlassen, was mit dem Hightechschrott passiert. Ab diesem Tag dürfen nach dem "ElektroGeräteGesetz" alte PCs, Monitoren, Tastaturen – überhaupt alte Elektro- und Elektronikgeräte - nicht mehr einfach mit dem Restmüll entsorgt werden. In jeder Kommune gibt es dafür jetzt Sammelstellen, die die Sachen kostenlos annehmen. Oft wird zusätzlich noch ein Hol-Service angeboten, damit ihr die Sachen nicht zur Sammelstelle schleppen müsst - dieser Service kann jedoch was kosten. Ihr könnt aber auch beim Händler nachfragen, wenn ein neues Gerät gekauft wird, ob er eure alte Möhre zurücknimmt. Einige Rückgabemöglichkeiten – egal ob bei der Kommune oder beim Händler – könnt ihr direkt im Internet nachschauen.
Bei Druckern gibt es die nette und eher seltene Kombination, dass man Geld sparen und die Umwelt schonen kann, und zwar durch die Benutzung von Refill"-Patronen: Zuerst nachfüllbare Patronen kaufen und hinterher die entsprechenden Nachfüll-Packungen, die halt billiger sind als jedesmal eine komplett neue. Alternativ gibt es auch Systeme, bei denen man nicht nachfüllt, sondern statt der ganzen Patrone nur den Tintentank auswechseln kann (mehr Infos zu Druckern).
Übrigens sind die Wertstoffe in alten Handys so wertvoll, dass ihr damit noch Gutes tun könnt. Hättet ihr gedacht, dass in Deutschland jeder Bewohner im Durchschnitt ein altes Handy in der Schublade liegen hat? Bei circa 24 mg Gold, die in einem Handy verbaut sind, macht das eine Menge von 2 Tonnen oder 50 Mio. Euro. Es wäre doch schade, wenn das viele Geld in der Mülltonne landet und auch noch die Umwelt dadurch geschädigt wird. Einige Hilfsorganisationen nehmen alte Handys an und verkaufen sie an Recyclingunternehmen. Das Geld dass sie dafür bekommen, verwenden sie für einen guten Zweck. Im Internet könnt ihr euch schlau machen, welche Organisation gerade wofür Handys sammelt. Wenn ihr euch für Handy und Umweltverschmutzung interessiert, dann schaut doch auch mal hier vorbei.
(C4U)
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Forum zum Thema "Computerschrott"Bisher 4 Beiträge, letzter Beitrag vom 04.05.2010, 10.15 Uhr



