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Kostenfallen

Abzocke per Smartphone

Nur ein Fingertipp auf dem Touchscreen genügt, und schon kann man ein Abo abgeschlossen haben. Da schnappt die Kostenfalle bei iPhone und Co. noch viel schneller zu als bei "klassischer" Internetabzocke.

Screenshot des Spiels mit blauem Linkbalken darüber
Über dem Spiel "Kater Tom" das blaue Banner mit Link zu einer anderen Seite (rechts). Bild: c't Magazin, Artikel v. 22.10.2010

Die ganz normale Rechnung fürs Handy flattert rein und was steht da neben der üblichen Abrechnung? Ein seltsamer Rechnungs-Posten, den man zusätzlich bezahlen soll. Nach einiger Überlegung kommt man dann vielleicht drauf, dass man da dieses Spiel auf dem iPhone hatte ...

Aber nicht das Spiel selbst war dabei das Problem, sondern ein kleiner Werbebalken am Rand, der beispielsweise auf ein "Klingelton Angebot" hinwies. Gelangt der Finger bei Bewegungen auf dem Smartphone-Touchscreen nämlich da drauf, ist es unter Umständen auch schon geschehen: Man ist auf der Seite eines anderen Angebots gelandet, und dort hat man nur durch den Besuch oder allenfalls noch einen weiteren unscheinbaren Klick ein Abo abgeschlossen. Das behaupten zumindest die Anbieter. Die Rechnung taucht in solchen Fällen dann als Unterpunkt der normalen Handyrechnung in Form von Leistungen Dritter auf. Das Problem dabei: Die Rechnung selbst kommt vom Mobilfunkbetreiber und nicht vom Abo-Anbieter. Oftmals wird dann das Geld einfach abgebucht und man kann der Kohle dann hinterher rennen!

Wie das alles technisch funktioniert und wer im Hintergrund mitmischt, erklären wir im Artikel Smartphone-Abzocke verhindern.


Vertrag in den meisten Fällen unwirksam

Die Ansicht der Verbraucherzentrale NRW: Ein wirksamer Vertrag kommt bei so was meistens nicht zustande, weil in vielen Fällen gar nicht ausreichend über den Preis bzw. das Abo informiert wurde! Es sei denn, auf den Preis wird deutlich und verständlich in der Nähe des Bestellbuttons hingewiesen. Außerdem muss der Bestellbutton durch seine Beschriftung eindeutig klar machen, dass es sich um ein kostenpflichtiges Angebot handelt (z. B. "jetzt kaufen" oder "zahlungspflichtig bestellen"). Ist diese Anforderung nicht erfüllt, müsst ihr nichts bezahlen. Und: Bei Minderjährigen kommt sowieso kein Abovertrag zustande, da hierzu eine Genehmigung der Eltern notwendig wäre!


Was also kann man tun?

Falls jemand drauf reingefallen sein sollte, raten wir, die nächste Telefonrechnung gründlich zu kontrollieren. Und nun gibt es folgende Möglichikeit: Man kann den Telefonbetrag um den entsprechenden Betrag kürzen und nur das zahlen, was man sowieso zahlen würde. Dabei sollte man den Mobilfunkanbieter auf jeden Fall schriftlich informieren, dass man das gemacht hat und warum! Auf keinen Fall aber sollte man auf die Idee kommen, seine komplette Rechnung nicht zu bezahlen. Für eine solche Beanstandung der Telefonrechnung bieten wir einen entsprechenden Musterbrief. Aber Achtung: Das heißt noch lange nicht, das die Sache damit ausgestanden ist, denn zum einen akzeptiert der Mobilfunkbetreiber das vielleicht nicht, und selbst wenn, muss man sich danach möglicherweise noch mit dem Abo-Anbieter herumschlagen. Insofern raten wir Betroffenen eigentlich, mit der Angelegenheit am besten gleich in eine unsere Beratungsstellen zu gehen und sich helfen zu lassen.



Und schließlich ein Tipp für alle Smartphone-Nutzer:

Um sich den ganzen Ärger von vornherein zu ersparen, kann jeder von seinem Mobilfunkanbieter verlangen, dass sein Anschluss kostenfrei für das so genannte Drittanbieterinkasso gesperrt wird. Die Identifizierung des Verbrauchers allein über seine Rufnummer ist dann nicht mehr möglich und die ungewollten Dienste können nicht mehr über die Handyrechnung abgebucht werden. Mehr zur Drittanbietersperre hier.

Weitere Infos zu den Rechten bei Telefonrechnungen sowie den oben angesprochenen Musterbrief gibt es bei der Verbraucherzentrale NRW.


(Wi)

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6 Kommentar(e)

  • Putin
     

    Apps

    ich hab kein smatphone *hust* lol rofl XD iksde

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  • Alisan :)
     

    Tipp

    Ich finde diesen Beitrag sehr gut.
    Es hat mich gut darüber Informiert, was man gegen die
    "Handy Abzocke" tun kann.
    Mein persönlichen Dank.

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  • Shut the fuck up
     

    Scheiss Beitrag

    Eure Beitäge sind voll fürn Arsch!

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  • matthias
     

    wat nh wurst

    Ich bin ebenfalls nicht im besitz eines smartphones :( aber der aufbau dieses textes sehr zu frieden. Die Absätze sind systematisch sehr sch#n unterteilt und die metrik ist sehr angenehm im klang der worte.

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  • NERD
     

    OK

    lol rofl XD bester beitrag finde das die internet abzocken für dumme ist (nichts gegen die leute die darauf reingefallen sind). Den wenn man ein einfaches viren programm hat kann man diese "Abzocke" umgehen trozdem guter beitrag.Aber sollte sich auch die apps die man haben will genau anschauen unt infos suchen dan gibt es in den meisten fällen keine probleme.

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  • hans
     

    naja

    ganz okay aber mag die app nicht bb

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