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Umweltschutz

Autos der Zukunft

Über 42 Millionen Pkw sind in Deutschland zugelassen - Tendenz steigend. Trotz moderner Technik wie Katalysatoren oder Feinstaubfiltern spielt das Thema Umweltschutz eine große Rolle bei den Autos der Zukunft.

Grünes Auto zwischne lauter weißen Autos (Bild: sxc.hu / gerard79)
Bild: sxc.hu / gerard79

Wenn Forscher über Mobilität von morgen sprechen, dauert es meistens nicht lange, bis das Wort "Nachhaltigkeit" fällt. Darunter versteht man eine Entwicklung, die auf Dauer tragfähig ist. Also eine, die Klima- und Umweltschutz, aber auch Soziales berücksichtigt. Auch wenn viele Autohersteller in ihren Hochglanzprospekten von Nachhaltigkeit schreiben, ist vieles noch Zukunftsmusik. Die meisten Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren mit Benzin oder Diesel. Und nicht alle Autos verbrauchen wenig - es gibt immer noch wahre "Spritschleudern".


Elektroautos

Elektroautos werden auf Messen immer wieder als Zukunftsautos gehandelt. Und das sind sie in der Tat: Denn reine Elektroautos sind momentan noch nicht erschwinglich. Und auch die Reichweite einer Akkuladung Strom macht ein E-Auto noch nicht wirklich markttauglich, man kommt gerade mal 200 Kilometer weit. Und das Aufladen dauert... Doch die Vorteile dieser Technik liegen auf der Hand: Fahren mit Strom ist leise und stößt kein CO2 aus. Insgesamt ist die Umweltbilanz allerdings nur dann gut, wenn es sich um Öko-Strom handelt. Kommt der Strom nämlich aus Kohlekraftwerken, dann verlagert sich das Umweltproblem lediglich, so Kritiker. Fährt das Auto jedoch mit Sonnen- oder Windenergie, dann wird das Wort Zukunft mit Leben gefüllt.

Eine Technik, die die Pluspunkte von Strom einbezieht, nennt sich "Hybrid": Hybrid-Fahrzeuge können mit Strom und mit Benzin fahren: kurze Strecken schafft der Elektromotor, bei langen Touren und hohen Geschwindigkeiten übernimmt der Benzinmotor. Auf diesen Mix setzen einige Hersteller.


Erdgasautos

Lange Zeit wurden Erdgasautos als Technik der Zukunft gefeiert. Inzwischen fahren rund 70.000 Fahrzeuge hierzulande mit Erdgas, darunter sowohl Neuwagen als auch solche, die nachgerüstet wurden. Auch Busse, Taxen und Dienstwagenflotten düsen an einigen Orten mit Erdgas.

Tank mit Benzin- und Gasöffnung
Tank mit Benzin- und Gasöffnung - Bild: sxc.hu / Wia-Tirol

In der Tat stößt Erdgas kaum Stickoxid oder Rußpartikel aus. Auch Kohlendioxid (CO2) wird weniger produziert. Agro-Erdgas, das aus Pflanzen produziert wird, verringert die Schadstoffbelastung noch einmal. Die Technik ist inzwischen ausgereift - dennoch gibt es noch nicht so viele Neufahrzeuge im Angebot. Und die sind, ebenso wie die Umrüstung, derzeit noch ein Kostenfaktor. Zumindest finanziell lohnt der sich nur dann, wenn man viel fahren muss. Dann kommt nämlich ins Spiel, dass Erdgas günstiger ist - leider aber nur an rund 900 Tankstellen in Deutschland zapfbar.

Das große "Aber": Erdgas ist auch eine natürliche Ressource, die - ebenso wie Öl - nicht endlos verfügbar ist. Daher wird Erdgas als eine so genannte "Brückentechnologie" gesehen - als Übergangslösung.


Agro-Kraftstoffe

Durch E 10 sind die pflanzlichen Kraftstoffe in den Medien. Fälschlicherweise werden sie Bio-Kraftstoffe genannt. Das stimmt aber nicht, da die Pflanzen nicht aus biologischem Anbau stammen. Und die Umweltfreundlichkeit von Sprit aus Raps & Co. ist sehr umstritten.


Mobilität von morgen

Fast könnte man sagen: Das Auto der Zukunft ist kein Auto. Ist vielmehr öffentlicher Nahverkehr. Ist das Fahrrad. Sind die Füße. Und wirklich: Wer die Nachhaltigkeit im Blick hat, kommt nicht umhin zu schauen, wie viel Auto tatsächlich nötig ist. Denn am umweltschonendsten ist es immer noch, das Auto, wenn möglich, in der Garage zu lassen.


(AB)

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  • Energie

    Aupuff in Nahaufnahme (Bild: sxc.hu / VinnyPrime)

    Bio-Sprit bringt's auch nicht wirklich

    Klingt ja eigentlich nach einer guten Idee - mit Hilfe von so genanntem "Bio-Sprit" weiterrasen können, als gäb's kein morgen, und dabei noch die Umwelt schonen. Funktioniert nur leider gar nicht...

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