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Was machen "Cookies"?

Was "Kekse" im Internet zu suchen haben

 

Prinzenrolle-Keks mit davor eingeblendeter ProgrammierspracheNeulich im Online-Buchshop: Nachdem Lea da vor einiger Zeit was bestellt hatte, schaut sie nun mal wieder vorbei. Kaum hat sie die Seite aufgerufen, liest sie da zu ihrer Verwunderung dick und fett: "Hallo Lea, schön, dass Sie wieder hier sind!". Moment mal - woher weiß das Ding, wer sie ist? Und es kommt noch besser: "Folgende Bücher können wir Ihnen momentan besonders empfehlen: ..." Und einige davon mag sie tatsächlich - oder hatte zumindest überlegt, sie vielleicht mal zu lesen! Was geht denn hier ab?

Was Internetseiten "wissen"
Das ist gar nicht mal so geheimnisvoll, wie es vielleicht klingt: Als Lea das erste mal was bestellt hat und dafür ein Formular mit ihren Daten ausfüllen musste, wurde von der Shopseite eine Datei auf ihrem Rechner abgelegt. Mit Hilfe der da drin stehenden Daten kann sie "wiedererkannt" werden. Als sie nun wieder auf die Seite kommt, wird diese Datei automatisch abgefragt. Die Internetseite wertet die Infos darin aus, kann den Daten einen Namen zuordnen - fertig ist die persönliche Begrüßung! Im Grunde so was wie eine Visitenkarte, die bei jedem erneuten Besuch einer Seite automatisch vorgelegt wird. Solche "Visitenkarten" nennt man "Cookies", also "Kekse" - man kriegt sie ja sozusagen als kleine Häppchen "zugesteckt".

Und die Buchempfehlungen, die teilweise ziemlich gut gepasst haben? Na ja, auch ihre letzte Bestellung wurde ja gespeichert - und der Shop ist vermutlich so programmiert, dass er die Produkte in Gruppen sortiert hat, nach dem Motto "Leute, die dieses Buch gekauft haben, mögen sehr oft auch diese Bücher: ...". Da passen automatisch erzeugte Empfehlungen dann oftmals ganz gut zum jeweiligen Kunden. Wer also z.B. schon mehrere Bücher über Pferde bestellt hat, kriegt mit ziemlicher Sicherheit noch ein paar andere Reitbücher, Pflegetipps für Pferde oder Ähnliches empfohlen.

Grundsätzlich kann mit Hilfe von so einem Cookie alles festgehalten werden, was man auf einer Seite eingegeben und getan hat, z.B. sämtliche Bestelldaten bei einem Shop und die Häufigkeit der dortigen Besuche. Auch die Schritte, die man innerhalb einer Internetseite macht - also wie man sich so von Seite zu Seite klickt - können protokolliert werden. Warenkörbe bei Online-Shops "merken" sich die Bestellungen bis zur Absendung meistens auch mit Hilfe von Cookies.

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Eine Blechtonne mit KeksenCookie-Info kompakt:
Cookies sind kleine (maximal 4 kb große) Dateien, die von einem Webserver, auf dem eine Internetseite liegt, erzeugt und in einem Ordner auf dem Rechner des Besuchers gespeichert werden. Wo und ob sie dort gespeichert werden, hängt von den Einstellungen des Browsers ab. So kann man z.B. im Internet Explorer unter "Extras - Optionen - Datenschutz" bestimmen, ob Cookies auf dem Rechner bleiben oder nach Verlassen der Seite gelöscht werden sollen. Im Netscape findet man das unter "Bearbeiten - Einstellungen - Erweitert" und im Firefox unter "Extras - Einstellungen - Datenschutz". Man kann u.a. auch festlegen, dass nur Cookies der Seite selbst und nicht auch noch die von "Drittanbietern", also z.B. aus Werbe-PopUps gespeichert werden. Oder man kann Cookies grundsätzlich sperren. Es gibt Cookies, die sich von alleine löschen, wenn der Browser geschlossen wird, und andere bleiben ewig auf dem Rechner - oder zumindest bis zum Ablauf eines festgelegten Verfallsdatums, das allerdings Jahre in der Zukunft liegen kann. Der Ort der Ablage dieser Dateien wird durch den Browser bestimmt, beim Internet Explorer sind es z.B. die "Temporary Internet Files".
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Schokoladenkekse auf einem GrillrostVor- und Nachteile
Entgegen gewisser immer wieder auftauchender Gerüchte können Cookies keine Aktionen auf dem Rechner ausführen, die Dateiordner scannen oder gar einen Virus einschleusen. Sie sind also eigentlich kein Sicherheitsproblem für den PC. Kritischer sieht es mit der Wahrung der Privatsphäre aus - denn Cookies kommen nicht immer nur von der Seite, auf der man gerade surft, sondern z.B. auch von Werbe-PopUps, die sich vielleicht gerade auf der Seite befinden. Da kann man sich dann schon fragen: Will man, dass irgendwer die eigenen Surfgewohnheiten protokolliert und ein Benutzerprofil anlegt, um daraufhin irgendwelche Werbung zu verschicken? Um das zu verhindern, kann man allerdings seine Browsereinstellungen entsprechend verschärfen; siehe dazu den Infokasten oben.


Interieur eines InternetcafesWichtig ist, dass man in Internetcafès besonders vorsichtig ist - denn so ein Cookie identifiziert ja nicht den Menschen vorm Computer, sondern den Rechner! Und bei Shops, die keinen separaten "Logout"-Button haben, nutzt es auch nichts, wenn der Browser geschlossen wurde - wenn die Cookies auf dem Rechner gespeichert bleiben, landet der Nächste, der an den Rechner geht und den selben Shop aufruft, unter Umständen direkt bei deinem Benutzerkonto. Bestellungen also am besten nie im Internetcafé oder anderen öffentlichen PCs machen!

Ach, und was die mit jedem Besuch immer passender werdenden Kauftipps angeht: Für Manche ist das nett, für Lea dagegen eine Verführung, der sie sich lieber nicht mehr aussetzen will - sie kauft sonst nämlich jedes Mal viel mehr, als sie ursprünglich wollte...

(C4U)

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Forum zum Thema "Was machen "Cookies"?"
 
Stand: 23.02.2006 | Seite drucken | Seite empfehlen
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