Laura (14 J.) und Florian (18 J.) durften für die Stiftung Warentest einen ganzen Haufen Gitarren aus so genannten "Einsteiger-Sets" testen. Wir wollten mal sehen, wie das läuft, wenn Jugendliche im Testlabor aktiv werden.
Mal für die Stiftung Warentest den Tester spielen - und dabei ohne Ende Gitarren und Verstärker schön laut bearbeiten können, ohne dass irgendjemand genervt aufstöhnt! Klingt doch ganz reizvoll - und das war es für die beiden Jung-Tester wohl auch: "Es hat Spaß gemacht, so viele Gitarren spielen und ausprobieren zu können", meint Laura hinterher. Geht Florian genau so: "Diese Vielzahl an Gitarren hat mir am besten gefallen!" schwärmt er.
Aber es ging nicht nur ums Spaß haben: Auf diversen Zetteln mussten Noten vergeben werden zu Kriterien wie Bespielbarkeit, Klang, Eigenschaften und Ausstattung... und das für insgesamt 19 "Klampfen", was auch richtig Arbeit ist: 15 bis 20 Minuten habe er für jede Gitarre gebraucht, meint Florian. Macht rein rechnerisch mal locker fünf bis sechs Stunden Testzeit, mit Pausen usw. also einen ganzen Tag! Und dabei muss man natürlich objektiv bleiben und darf nicht irgendwann aus reiner Müdigkeit immer die selben Noten vergeben. "Es war ganz wichtig, dass man bei den Gitarren jedes Mal den selben Bewertungsmaßstab verwendete", betont Laura. Deshalb habe man nach einem Durchgang auch noch mal alle Bewertungen kontrollieren müssen
Dabei wurden die beiden gezielt wegen ihrer unterschiedlichen Voraussetzungen ausgewählt: Laura spielt seit etwa anderthalb Jahren Gitarre, Florian bereits seit zehn Jahren. So bekommt man am Ende ein objektiveres Gesamtergebnis. Wobei die Testergebnisse der beiden nicht der einzige Test waren, sondern die Bewertungen anderer Techniker und Gitarristen ergänzt haben. Wichtig war letztlich immer die Frage, wie gut auch Anfänger mit den Gitarren klar kommen würden - denn für die sind solche "Einsteiger-Sets" ja in erster Linie gedacht. Die Tester haben auch persönlich genaue Vorstellungen, was ihnen an einer E-Gitarre wichtig ist: Sie soll gut bespielbar sein, angenehm in der Hand und am Körper liegen, nicht zu schwer sein und sich nicht so schnell verstimmen - was gerade bei günstigen Gitarren sehr leicht vorkomme, wie Florian berichtet. Spaß gemacht hat die Testarbeit bei aller nötigen Anstrengung und Konzentration auf jeden Fall: "Da ich sehr gerne Gitarre spiele, habe ich diesen Job gemacht", sagt Florian und fügt hinzu: Und zwar gerne!".
(C4U)


