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25 Jahre Elektropost

Wie gut sind eigentlich E-Mail-Dienste?

 
Vor 25 Jahren kam in Deutschland die erste E-Mail an. Heute verschicken schon 60 Prozent aller Deutschen regelmäßig elektronische Post. E-Mail-Dienste gibt es längst gratis. Doch wie gut sind die Anbieter eigentlich?


Schriftzug "E-Mail für dich"/Rechte: GoebelNa klar hängt draußen am Hauseingang immer noch ein echter Briefkasten. Doch das virtuelle Postfach ist bald genauso wichtig. E-Mails checken und schreiben gehört für viele längst zum Alltag. Ist ja auch so schön praktisch. Und viele E-Mail-Dienste sind schließlich umsonst. Doch was taugen Gratis-Anbieter oder bezahlte Dienste eigentlich? Die Stiftung Warentest hat sich mal 18 solcher E-Mail-Dienste genauer angeschaut. Das Fazit: Nicht jeder elektronische Postdienst im Netz ist empfehlenswert. Neben nerviger Dauerwerbung haben die Anbieter teils Probleme mit dem Virenschutz, sind bei großen Dateianhängen zu langsam oder machen dem Nutzer eine Kündigung extra schwer. Im Test schnitten die kostenlosen E-Mail-Dienste teils ebensogut ab wie die kostenpflichtige Konkurrenz. Aber: Auch die besten Anbieter im aktuellen Vergleich (Google Mail und GMX TopMail) schafften nur ein "Befriedigend".

Viren per Mail
Nichts fürchten Internetnutzer mehr als Computerviren. Und die schleichen sich häufig per Mail auf den Rechner. Die gute Nachricht: Die meisten der getesteten Anbieter erkannten alle virenverseuchten Mails. Nur zwei schafften das laut Stiftung Warentest nicht: 1email.eu und T-Online eMail Basic.

Manchmal nur mit Mini-Anhang
Testsieger GoogleMail hat ein großes Postfach und eine Anhanggröße von bis zu 20 Megabyte. Andere Anbieter wie AOLe-mail oder Windows Live Hotmail haben dadurch aber auch eine langsame Datenübertragung. Manche Dienste lassen erst gar keine Anhänge zu, die größer als zwei bis vier Megabyte sind.

Nach Logout ins Auktionshaus
Besonders nervig fanden die Tester die ständig blinkenden Werbebanner auf den Seiten von freenet Mail Basic, GMX und Web.de. Dazu sei gesagt, dass sich diese Gratisangebote natürlich durch Werbeeinnahmen finanzieren. Doch häufig wird die Werbung auch direkt ins Postfach geschickt. Der Anbieter directBox fiel sogar dadurch auf, dass er die Kunden nach dem Abmelden gleich ans Internetauktionshaus ebay weiterleitete!

Private Mails gescannt
Der Anbieter Google durchleutet sogar eingehende Privatmails und sucht sich dabei Reizworte heraus, zu denen er sofort passende Werbung parat hat. So kann die Urlaubsmail von Freunden gleich mit Reiseangeboten geschmückt werden. Einen Service, den man als Kunde durchaus gruselig finden könnte.

Vorsicht Kündigung!
Manchmal behalten sich Dienste auch vor, ihren Kunden aus beliebigen Gründen zu kündigen. Mit einer fristlosen Kündigung gingen aber tatsächlich auch sämtliche Mails und Kontakte flöten. Deshalb rät die Stiftung Warentest, die Mails mit Mailprogrammen wie Thunderbird, Opera oder Outlook auf dem eigenen Rechner zu sichern.

Aber auch die eigene Kündigung eines E-Mail-Dienstes kann sich hinziehen. So haben die Tester zum Beispiel beim Anbieter Hotmail erlebt, dass die Kündigung einige Wochen dauerte. Wer nämlich sein Postfach in dieser Zeit öffnete, stornierte die Kündigung damit automatisch.

Den Bericht der Stiftung Warentest (Juli 2009) könnt ihr hier nachlesen.

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(kat)
 
Stand: 11.08.2009 | Seite drucken | Seite empfehlen
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