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Fotobücher für die Urlaubsbilder

Stiftung Warentest nimmt Anbieter unter die Lupe

 
Urlaubsfotos einkleben war gestern - heute kann man relativ simpel ganze Fotobücher am eigenen Rechner erstellen. Drogerieketten und Elektromärkte, Kaufhäuser und Fotofachhändler bieten die digitalen Dienste an. Die Stiftung Warentest hat sie verglichen.


Segelschiff/Rechte: Goebel Ihr seid aus dem Urlaub zurück und habt tolle Bilder mitgebracht. Doch klassische Fotoentwicklung und späteres Einkleben ist euch zu mühsam? Dann versucht es doch mal mit einem Fotobuch. Fotobücher funktionieren wie Fotoalben. Nur dass man hier nicht jedes Bild einzeln mit Fotoecken oder einem Klebeklecks auf der Rückseite versehen muss, sondern die Bilder ganz einfach per Mausklick in einer Fotobuchvorlage zusammenstellt. Dazu benötigt man eine Software, die man sich von den Seiten der Anbieter kostenlos auf den Rechner lädt. Dann geht es an das freie Gestalten: Layout, Fotogrößen, Platzierung, Texte, Hintergrundfarbe der Seite, Buchgröße, Seitenzahl und Einband - all dies kann man bei den Fotobüchern selbst bestimmen. Mit manchen Programmen kann man sogar Bilder aufhellen oder abdunkeln, zuschneiden und rote Augen entfernen. Doch wie ist es um die Qualität der Fotobücher bestellt. Halten sie wirklich, was sie versprechen?

Die Stiftung Warentest hat sich 13 solcher Fotobuchanbieter genauer angeschaut. Im aktuellen Test (Juni 2009) hat der Elektronikmarkt Saturn am besten abgeschnitten. Schlusslicht im Test war der Anbieter fotokasten.

Von "gut" bis "mangelhaft"
Saturn, Media Markt, Rossmann und snapfish liefern laut Stiftung Warentest "gute" Fotobücher: Hier stimmen auch Schärfe, Farbe oder Kontrast. Doch das ist nicht die Regel: Die meisten Fotobücher sind nur "befriedigend", ein Album ist "ausreichend". Die Bücher von fotokasten sind sogar "mangelhaft": Sie fallen beim häufigen Durchblättern auseinander. Besonders ärgerlich: Der Anbieter fotokasten war im Test der teuerste!

Preisverleich
Die günstigsten Anbieter im Test waren Aldi und Lidl. Die Discounter bieten A4-Fotobücher mit Hardcover für rund 21 Euro, inklusive Versand- und Bearbeitungskosten. Die "guten" Fotobücher sind mit etwa 31 Euro deutlich teurer. Am meisten zahlt der Kunde bei fotokasten: 35 Euro verlangt der Online-Anbieter für ein Fotobuch.

Vorsicht, lange Leitung!
Ist das Fotobuch gestaltet, muss es auf die Anbieterseite hochgeladen werden. Am schnellsten geht das laut Stiftung Warentest bei Pixelnet: Ein 100 Megabyte großes Fotobuch sendeten die Tester in fünf Minuten zum Anbieter. Bei Lidl und pixopolis dauert das etwa dreimal so lange. Die Tester nutzten eine schnelle DSL-Verbindung. Die bietet einen Upload von bis zu 1024 Kilobit pro Sekunde. Ohne DSL ist das Hochladen allerdings mühselig.

Einige Anbieter sind mit der Lieferung des fertigen Buches schnell: Bei Saturn und snapfish war es innerhalb von drei Werktagen zuhause. Media Markt, Rossmann und der schnappschussverlag brauchen über eine Woche für die Lieferung, Lidl sogar acht Werktage.

Tipps
  • Bilder auswählen: In das Fotobuch sollten nur die schönsten Motive. Wer vorher vernünftig auswählt, kann viel Zeit sparen.
  • Software herunterladen: Für die Gestaltung der Fotobücher brauchst du eine spezielle Software. Das klappt am besten mit einer schnellen Internetverbindung.
  • Hilfe vom Assistenten: Wer wenig Zeit oder keine zündende Idee für das Layout seines Buches hat, kann auch einen "Assistenten" nutzen. Der verteilt dann die Bilder automatisch auf den Seiten. Diesen Service haben fast alle Anbieter in ihrer Software.
  • Bilder bearbeiten: Die Fotobuchprogramme bieten viel Raum für Gestaltung. Trotzdem kann die Software an ihre Grenzen stoßen. Besser ist es da, die Bilder bereits vorher mit Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop oder die kostenlose Variante gimp zu bearbeiten.
  • Achtung Auflösung: Je höher die Auflösung, desto besser.


Den kompletten Test findet ihr auf den Seiten der Stiftung Warentest

(kat)
 
Stand: 18.08.2009 | Seite drucken | Seite empfehlen
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