Sie sind klein, bunt und stecken voller chemischer Zusätze und Säuren wie Koffein, Taurin oder das unaussprechliche Glucuronolacton. Doch Energy Shots machen nicht nur wach, sie können auch das Herz-Kreislauf-System empfindlich durcheinander bringen.
Eine neue Form von Energydrinks drängt auf den Markt: So genannte Energy Shots. Diese Mini-Getränke haben es allerdings in sich. Sie sind um ein vierfaches konzentrierter als gewöhnliche Energydrinks. Der Warnhinweis auf der Verpackung, die Tagesdosis von einer Portion nicht zu überschreiten, findet sich allerdings nur im Kleingedruckten. Energy Shots schmecken extrem süß, doch das soll eigentlich nur den bitteren Koffeingeschmack überdecken. Koffein steckt reichlich in dem Nahrungsergänzugsmittel, nämlich bis zu 200 Milligramm pro Flasche - das allein entspricht einer Menge von bis zu drei Tassen Kaffee. Ebenso stecken in dem "Aufputschmittel" die Säure Taurin und das Kohlenhydrat Clucuronolacton. Bei diesen Stoffen weiß man allerdings nicht hundertprozentig wie sie in Wechselwirkung mit anderen Stoffen wirken. Verwirrt durch Wachmacher?
"Belebt mit einem Schluck Körper und Geist", textet die Werbung über den Wachmacher. Bei Verbraucherschützern hört sich das allerdings ganz anders an. So warnt das hessische Gesundheitsministerium bei übermäßigem Konsum vor "Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen", teilweise könne es sogar zu "Wahrnehmungsstörungen, Vergiftungen und Verwirrtheitszuständen" kommen.
Energy Shots, Sport und Alkohol
Verstärken könnten sich die oben genannten Nebenwirkungen, wenn Energy Shots bei körperlicher Anstrengung oder in Verbindung mit Alkohol getrunken werden, warnt das Institut für Risikobewertung und listet sogar ungeklärte Todesfälle auf, bei denen die Verstorbenen zuvor Energydrinks getrunken hatten.
Energydrinks? Wozu?
Bliebe noch die Frage zu klären, wozu solch ein Energydrink eigentlich gut ist. Wie der Name schon vermuten lässt, versprechen diese Drinks, den Körper schnell mit neuer Energie zu versorgen. Wir haben dazu mal eine Ernährungsexpertin befragt. "Taurin ist ein Eiweißbaustein, der im Körper selbst gebildet wird und somit auch ausreichend vorhanden ist. Es gibt keinen Beweis dafür, dass es die Leistungsfähigkeit beeinflusst", so Debora Hohage von der Verbraucherzentrale NRW." Und wer auf Koffein nicht verzichten möchte, kann auch gewöhnlichen Kaffee oder Tee trinken." Und was sollte man tun, wenn der Körper tatsächlich mal ein Leistungstief signalisiert? "Signale wahrnehmen und dem Körper eine Erholungspause gönnen", rät Hohage. Übrigens: Eine gewöhnliche Apfelschorle kann durch natürlichen Zucker und Vitamine bereits einen erfrischenden Kick liefern!
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Forum zum Thema "Sport- und Energydrinks"Bisher 6 Beiträge, letzter Beitrag vom 21.03.2006, 16.23 Uhr


