Das ist Paul. Paul ist 19 und hat gerade seine Lehre als KFZ-Mechatroniker hinter sich. Kaum ist die Gesellenprüfung bestanden und das erste "echte" Gehalt auf dem Konto, da arbeitet Paul auch schon am nächsten Wunschziel: Er will endlich eine eigene Bude! Doch so einfach ist das gar nicht. Spätestes beim ersten Blick in die Wohnungsanzeigen kommen die ersten Zweifel. Kann ich das alles bezahlen? |
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Viel Geld hat Paul nämlich nicht über. Und obwohl seine Eltern ihn in der ersten Zeit etwas sponsern wollen, merkt er schnell: Wohnen ist ein ziemlich teurer Spaß. Für eine 32-Quadratmeter-Wohnung muss er schon mit 250 Euro "Kaltmiete" rechnen. Bekommt er die Wohnung über einen Makler vermittelt, verlangt der für seinen Dienst auch noch eine Gebühr. Meist sind für solche Provisionen zwei Monatsmieten fällig!
Nach drei Monaten nerviger Suche hat Paul endlich eine passende Wohnung ganz in der Nähe seiner Eltern gefunden. (Schließlich hat seine Mutter ihm versprochen, ihn öfter mal zu bekochen!) Der Mietvertrag ist allerdings vier Seiten lang und Paul dämmert beim ersten Durchlesen, dass er zu einer "Kaltmiete" immer noch Nebenkosten wie Gebühren für Abwasser, Müllentsorgung, Dachrinnenreinigung usw. dazukommen - noch mal 80 Euro im Monat! Heizung und Strom müssen extra bezahlt werden - und weitere 50 Euro wandern vom Konto. Puhh!
Ach ja, eine Hausratversicherung wäre auch nicht schlecht. Könnte bei der kleinen Wohnung vielleicht rund 60 Euro im Jahr kosten.
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| Endlich – der Mietvertrag ist unterschrieben! Paul steht zum ersten Mal allein in seiner neuen Bude. Die ist allerdings noch alles andere als cool. |
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Der Vormieter hat ihm nämlich glatt die vergilbte Tapete aus den 70er Jahren hängen lassen. Und da Paul erst mal keinen Urlaub bekommt, muss er am Wochenende ran ans Renovieren. Prima! Die Kumpels haben irgendwie keine Zeit. Die müssen unbedingt zum Baggersee! Nach einer Woche kennt Paul jeden Baumarkt in der Umgebung, hat literweise Farbeimer geschleppt, weiß, wo es die günstigste Rauhfasertapete gibt und dass man zum Decke-Streichen die Lammfellrolle am besten auf einen Besenstiel stülpt. |
Als ihm im Bad allerdings das erste Mal der Putz entgegen kommt, braucht er Hilfe. Ein freundlicher Nachbar hilft Paul mit Spachtel und Mörtel aus. Gut, dass er den freundlich um Hilfe gefragt hat. Herr Koslowski von nebenan entpuppt sich als echter Profi mit gut sortiertem Werkzeugkeller! |
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Und der Rest? Da bekommt er einen Tipp von Freundin Kati: | Irgendwann nach drei endlosen Wochen ist die Bude endlich bewohnbar. Jetzt fehlen nur noch gescheite Möbel. Bei der Küche hat er Glück, die zahlen seine Eltern als verfrühtes Geburtstagsgeschenk.
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"Schau mal in die Schnäppchenseiten der Tageszeitung!" Und tatsächlich, da hat echt einer ein Sofa und einen Wohnzimmerschrank billig abzugeben. Stehlampe und einen Bilderrahmen bekommt er sogar gratis dazu. Nach dem anschließenden "Kaufrausch" im Möbelmarkt, in dem er unter anderem Regale, CD-Ständer und Geschirr kauft, ist er allerdings schon wieder um 300 Euro ärmer. Dafür bekommt er einen alten Holztisch von Freunden geschenkt. Und der sieht nach dem Schleifen wieder aus wie neu. |
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Umzugstag! Pauls Freunde haben Zeit, Mutti sorgt für Kartoffelsalat mit Würstchen. Weil alle mit anpacken, geht’s echt schnell. Wie gut, dass jemand diese günstigen Umzugskartons besorgt hat. Wer war das noch gleich? Ach ja, Kati. Die meisten Kartons sind Obstkisten aus dem Supermarkt - auf Nachfrage hat sie die dort für lau bekommen! |
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| Paul ist jetzt ganz offiziell eingezogen, hat sich höflich bei allen Mietern vorgestellt, eine Einweihungsparty geschmissen und sogar schon den Telefonanschluss beantragt. Gemeldet ist er aber noch zuhause. Also muss er in den nächsten Tagen unbedingt zum Einwohnermeldeamt. Schließlich muss er den neuen Wohnsitz melden. Auch bei seiner Bank muss er die neue Adresse bekannt geben. Hat er auch wirklich allen Freuden, Verwandten und Bekannten schon die neue Telefonnummer gesagt? Auch der Oma im Westerwald? |
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Bei der ganzen Aufregung in den letzten Wochen, hat Paul ein bisschen den Überblick über seine Ausgaben verloren. Dabei sollte doch auf jeden Fall noch ein bisschen Geld für einen Fernseher plus BluRay-Player übrig bleiben. Mist, sein Konto ist mittlerweile mit 500 Euro in den Miesen, auch das Sparbuch ist geplündert. Es hilft nix: Alle Kosten müssen aufgeschrieben werden. |
Da kommt die Rettung: Oma aus dem Westerwald hat sich zum Besuch angesagt. Für die fabriziert Paul sogar seinen ersten eigenen Kirschkuchen. Die Oma findet die Wohnung prima und lässt Paul einen Umschlag da. Obwohl er trotzdem erstmal sparsam bleiben muss, kommt das natürlich gerade richtig. "Oma, du bist die Beste!" |
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