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Jod: Klein, aber oho

Das wichtige Spurenelement gibt's schon im Salz

 
Nicht nur Vitamine sind wichtig, damit der Körper-Motor richtig fluppt. Auch so genannte Spurenelemente – allen voran Jod – sind lebensnotwendig. Es ist aber gar nicht schwer, da ran zu kommen!


Eine Holzschale mit Salz
Bild: sxc.hu / ettina82
Jod: Diese drei Buchstaben haben’s in sich. Dieses Mikroelement wird benötigt, damit die Schilddrüse Hormone bilden kann. Und die wiederum sind mitverantwortlich für unsere körperliche und geistige Entwicklung und für unseren Stoffwechsel. Außerdem regeln sie die Körpertemperatur und die Nahrungsverwertung. Fehlt Jod, so bildet die Schilddrüse ganz viel Gewebe, um ihre notwendigen Hormone produzieren zu können. Sie vergrößert sich also, und das (sichtbare) Ergebnis: ein Kropf. Außerdem fühlen sich Menschen mit einer Schilddrüsenstörung oft schlapp und haben Gewichtsprobleme.

Deutschland galt lange Zeit als Jodmangelgebiet – vor allem im Süden sind die Böden (und somit auch Trinkwasser und Pflanzen) jodarm. Jod wird nämlich nicht vom Körper selbst hergestellt, sondern muss "gegessen" werden: Wenig Jod in den Lebensmitteln bedeutet also wenig Jod im Körper. Dieses Problem wurde vor Jahren erkannt. Da lediglich Seefisch, vor allem Seelachs, Scholle und Schellfisch, von Natur aus sehr jodreich sind, musste eine andere Lösung her. So gibt es seit längerem Speisesalz zu kaufen, dem Jod zugesetzt ist. Diese Vorbeugemaßnahme wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt. Seit zum Beispiel auch Gaststätten oder Kantinen mit Jodsalz zubereiten und bei der Lebensmittelherstellung ebenfalls oft Jodsalz verwendet wird, hat sich die Lage in Deutschland deutlich verbessert, wie Studien zeigen.

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Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren brauchen täglich 100 bis 200 mcg (Microgramm) Jod, ältere Jugendliche und Erwachsene 180 bis 200 mcg. Bei Schwangeren erhöht sich das Ganze auf 230 mcg.
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Ein Salzstreuer
Bild: sxc.hu / aschaeffer
Dennoch gibt es auch Kritiker, die vor Nebenwirkungen warnen. Diese Befürchtungen seien unbegründet, hat das Bundesinstitut für Risikoforschung betont. Die Lebensmittel würden ständig kontrolliert, so dass bestimmte Höchstmengen an Jod nicht überschritten würden. Vielmehr sei die Anreicherung nach wie vor wichtig, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Aber Achtung: Es reicht völlig aus, auf eine ausgewogene Ernährung mit Seefischprodukten und jodiertem Salz zu achten. Algen beispielsweise sind wegen großer Schwankungen im Jodgehalt eine eher gefährliche Quelle. Und eine Extra-Portion in Form von Tabletten oder Kapseln ist nur in Absprache mit dem Arzt sinnvoll – zum Beispiel während der Schwangerschaft oder Stillzeit.

(C4U)
 
Stand: 02.03.2011 | Seite drucken | Seite empfehlen
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