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Trinken hält das Gehirn fit

Durstlöscher Wasser

Wer richtig trinkt, kann besser denken. Wasser regelt unsere Körpertemperatur, liefert Nährstoffe, filtert die Nieren, entgiftet die Leber und lässt das Blut besser zirkulieren. Doch ist Wasser eigentlich gleich Wasser?

Wasser wird aus Flasche in ein Glas eingeschenkt (Bild: sxc.hu / nkzs)
Bild: sxc.hu / nkzs

Wasser ist lebensnotwendig. Unsere Körper verliert allein 2,5 Liter Flüssigkeit täglich. Das muss man schließlich irgendwie wieder rein holen. Unser Stoffwechsel braucht Flüssigkeit für viele Körperfunktionen. Wer nicht genug trinkt, beeinflusst seine Leistungsfähigkeit. Forscher haben in Trinkstudien längst herausgefunden, dass beim Flüssigkeitsverlust auch das Vermögen sinkt, Informationen aufzunehmen. So ein paar Schlucke mehr Wasser am Tag können also eine große Wirkung haben. Doch die Wasserauswahl ist riesig und Wasser ist noch lange nicht gleich Wasser!


Welche Wassersorten gibt es?

Die einen lieben stille Wasser, andere mögen es lieber sprudelig. "Prickelwasser" mit hohem Kohlensäuregehalt war übrigens schon in der Römerzeit beliebt. Das hatte auch einen bestimmten Grund: Kohlensäure macht das Wasser haltbar! So konnte man die kostbare Flüssigkeit auch über lange Strecken transportieren. Wasser in Flaschen - das ist auch heute noch der Hit. Doch worin unterscheiden sich eigentlich Mineralwasser von Heil-, Quell-, oder Tafelwasser? Und kann man auch Leitungswasser bedenkenlos trinken?

Mineralwasser : Natürliches Mineralwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen. Es ist durch Niederschlag in den Boden gelangt und durch mehrere Erd-, Sand-, Stein- und Kiesschichten gesickert. So hat es sich mit Mineralstoffen, wie Kalzium, Magnesium oder Natrium angereichert. Weil die Wasserquelle tief in der Erde liegt, ist sie meist vor Verunreinigung geschützt. Mineralwasser muss stets direkt an der Quelle abgefüllt werden. Als einziges Lebensmittel muss es sogar amtlich anerkannt werden. Der Kohlensäuregehalt kann nachträglich verändert werden.

Heilwasser: Heilwasser ist ein Arzneimittel. Es muss nachgewiesen werden, dass das Wasser auf Grund seiner Zusammensetzung vorbeugende oder heilende Wirkung besitzt. Heilwasser ist meist besonders reich an Mineralstoffen.

Quellwasser: Der wesentliche Unterschied zum Mineralwasser ist der: Quellwasser muss zwar auch aus einer unterirdischen Quelle kommen, doch muss die nicht vor Verunreinigung geschützt sein. Um den Verbraucher vor Schadstoffen zu schützen, gelten aber die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.

Tafelwasser: Tafelwasser hat mit Mineralwasser kaum etwas gemein. Es kann an jedem beliebigen Ort hergestellt werden. Außerdem dürfen Zusatzstoffe hinzugefügt werden. Auf dem Tafelwasser muss sich deshalb immer eine Zutatenliste auf dem Etikett befinden.

Leitungswasser: Auch unser Leitungswasser wird sehr streng kontrolliert und ist hygienisch einwandfrei. Allerdings wird das Wasser nur bis zum Hausanschluss geprüft. Fließt es danach aber durch alte Blei- oder Kupferrohre, kann das Wasser der Gesundheit schaden. Auch Kalkablagerungen in der Leitung sind idealer ein Nährboden für Bakterien. Deshalb sollte man auch regelmäßig das Sieb am Wasserhahn mit Zitronensäure entkalken.


Was können Mineralstoffe?



Etikett auf einer Mineralwasserflasche/Rechte: Goebel

Natrium: Wer viel Sport treibt oder schwitzt, braucht viel Natrium, denn es reguliert den Wasserhaushalt im Körper und die Muskel-und Nerventätigkeit.

Kalium: Kalium reguliert die Herz- und Muskeltätigkeit und entspannt Muskeln und Nerven. Zusammen mit Natrium hält es den Wasserhaushalt im Körper im Gleichgewicht.

Kalzium: Stärkt die Knochen.

Magnesium: Gut für Gestresste. Es stärkt die Erregbarkeit der Nerven, ist am Knochenaufbau beteiligt und Bestandteil von Zähnen. Auch bei der Muskelkontraktion spielt es eine wichtige Rolle.

Chlorid: Bei Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen sollte man den Verlust ausgleichen. Ansonsten nimmt man durch Kochsalz ausreichend Chlorid zu sich.

Hydrogenkarbonat (Bikarbonat: Erleichtert die Verdauung.

Sulfat: Leicht abführende Wirkung ab 1,2 Gramm pro Liter.



Trink-Tipps

  • 1,5 bis 2,5 Liter sollte man am Tag trinken - am besten regelmäßig über den ganzen Tag verteilt.
  • Das ideale Mineralwasser zum Essen enthält Kohlensäure. Warum? Kohlensäure unterstützt die Durchblutung der Magenschleimhäute. Nährstoffe können so besser aufgenommen werden.
  • Wasser mit Kohlensäure bleibt länger frisch.
  • PET-Flaschen können im Vergleich zu Glasflaschen Fremdstoffe an das Wasser abgeben. Diese Flaschen sollte man deshalb nicht zu lange lagern
  • Sonnenlicht kann Mineralstoffe beeinflussen. Auch bei zu großer Wärme können sich leicht Keime bilden.
  • Wer viel Sport treibt, braucht mehr Mineralstoffe. Je intensiver der Sport, desto wichtiger ist der Natrium-, Magnesium-, und Calciumgehalt des Wassers. Ein ideales Sportgetränk ist Apfelschorle aus Mineralwasser und Saft im Verhältnis 3:1.
  • Der Umwelt zuliebe solltet ihr Wasser nur in Mehrwegflaschen kaufen.

(kat)

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