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Bestellt und wieder zurück geschickt

Rückgabe beim Online-Shopping

Online was bestellen? Kein Problem, kann man ja wieder zurück schicken! Aber ist es wirklich so einfach? Hmm... nein, es kommt auch ein bisschen drauf an. Worauf, erklären wir hier.

Tastatur mit Warenkorb-Symbol (Bild: adimas / fotolia.com)
Bild: adimas / fotolia.com

Grundsätzlich hat man bei Online-Bestellungen (und auch beim Katalog-Versandhandel oder ähnlichem, aber nicht beim Einkauf im Laden!) ein zweiwöchiges Widerrufsrecht: So lange kann man die Ware ohne Angaben von Gründen wieder zurück schicken. Dabei gibt es allerdings auch Ausnahmen bei Dingen, die man nicht oder nicht gut zurück geben kann wie z.B. Lebensmittel, Flugreservierungen oder einen Paddelkursus. Oder auch Konzertkarten... aber wir bleiben jetzt mal bei solchen Waren, die nicht verfallen und die man auch wieder verschicken kann.


Und jetzt kommt das große "aber": Das Porto. Die Frage ist ja, wer das bezahlt, wenn man die Ware zurück schickt. Und das ist leider ein bisschen kompliziert. Zwei Faktoren sind wichtig: Der Wert der Ware und die Frage, ob man sie schon bezahlt hat oder nicht. Als Kunde muss man nämlich dann das Porto zahlen, wenn der Preis der Ware höchstens 40 Euro beträgt - oder wenn man als Käufer die Ware noch nicht bezahlt bzw. angezahlt hat. Liegt der Wert der Ware über 40 Euro oder hat man als Kunde schon gezahlt (oder angezahlt), übernimmt der Verkäufer das Porto. Voraussetzung ist dabei immer, dass diese Bedingungen auch so in den AGB stehen und auch genau die Ware geliefert wurde, die man bestellt hat. Und: Mit "40 Euro" ist der Wert der zurück geschickten Ware gemeint und nicht der Preis der gesamten, ursprünglichen Bestellung! Man könnte ja auch mehrere Artikel für mehr als 40 Euro bestellt haben und nur eine davon wieder zurück senden, um über 40 Euro zu kommen, aber so läuft das eben nicht.


Ein Beispiel: Wer denkt, er könne mal eben zehn CDs bestellen und dann jede einzeln zurückschicken, wenn sie ihm nicht mehr gefällt, hat gleich mehrere Probleme: Erstens das Porto für jede CD (die kosten ja nun mal in der Regel pro Stück weniger als 40 Euro), zweitens hat man dafür nur zwei Wochen Zeit - und drittens muss ja man ja ohnehin noch darauf achten, dass man auch sein Geld für die CDs wiederbekommt, weil Zahlen auf Rechnung ja eher selten ist. Vor allem aber gäbe es noch ein ganz anderes Hindernis: Versiegelte bzw. verschweißte CDs können nur mit intakter Versiegelung zurück gegeben werden! Reinhören und dann zurück geben läuft also sowieso schon mal nicht.


Der korrekte Begriff für dieses ganze Regelgeflecht ist übrigens "Widerrufsrecht". Und NICHT Rückgaberecht, denn das ist was anderes: Wenn ein Online-Shop seinen Kunden ein Rückgaberecht einräumt, so übernimmt er immer und in jedem Fall die Rücksendekosten. Bleibt nur noch die Frage, wie man herausfindet, ob er das tut. Die Antwort: In der Widerrufsbelehrung und den "AGB", den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Und die sollten in jedem seriösen Shop sowieso problemlos zu finden sein...


(C4U)

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1 Kommentar(e)

  • Andi
     

    Sehr informativ

    Wieder etwas Neues und Nützliches gelernt. Danke!

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