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Bestellt und wieder zurück geschickt

Rückgabe beim Online-Shopping

Online was bestellen? Kein Problem, kann man ja wieder zurück schicken! Aber ist es wirklich so einfach? Hmm... nein, es kommt auch ein bisschen drauf an. Worauf, erklären wir hier.

Tastatur mit Warenkorb-Symbol (Bild: adimas / fotolia.com)
Bild: adimas / fotolia.com

Grundsätzlich hat man bei Online-Bestellungen (und auch beim Katalog-Versandhandel oder ähnlichem, aber nicht beim Einkauf im Laden!) ein zweiwöchiges Widerrufsrecht: So lange kann man die Ware ohne Angaben von Gründen wieder zurück schicken. Dabei gibt es allerdings auch Ausnahmen bei Dingen, die man nicht oder nicht gut zurück geben kann wie z.B. Lebensmittel, Flugreservierungen oder einen Paddelkursus. Oder auch Konzertkarten... aber wir bleiben jetzt mal bei solchen Waren, die nicht verfallen und die man auch wieder verschicken kann.

Und jetzt kommt das große "aber": Das Porto. Die Frage ist ja, wer das bezahlt, wenn man die Ware zurück schickt. Nach einer neuen Vorgabe der EU kann der Händler verlangen, dass der Kunde das macht - egal wie hoch der Wert der bestellten Ware ist. Voraussetzung ist dabei, dass diese Bedingungen auch so in den AGB stehen und auch genau die Ware geliefert wurde, die man bestellt hat.

Ein Beispiel: Wer denkt, er könne mal eben zehn CDs bestellen und dann jede einzeln zurückschicken, wenn sie ihm nicht mehr gefällt, hat gleich mehrere Probleme: Erstens das Porto für jede CD, zweitens hat man dafür nur zwei Wochen Zeit - und drittens muss man ja ohnehin noch darauf achten, dass man auch sein Geld für die CDs wiederbekommt, weil Zahlen auf Rechnung eher selten ist. Vor allem aber gäbe es noch ein ganz anderes Hindernis: Versiegelte bzw. verschweißte CDs können nur mit intakter Versiegelung zurück gegeben werden! Reinhören und dann zurück geben läuft also sowieso schon mal nicht.

Die EU verlangt auch, dass man dem Händler beim Zurückschicken mitteilen muss, dass man die Ware nicht behalten möchte. Ein Hinweis auf einem Zettel reicht dafür schon aus. Dann muss der Händler auch die Portokosten erstatten, die er unter Umständen beim Versand der Waren an euch berechnet hat, sofern ihr damals den Standardversand gewählt habt. Etwaige Zuschläge für Expresslieferungen oder ähnliches muss der Händler nicht zurückzahlen.

Der korrekte Begriff für dieses ganze Regelgeflecht ist übrigens Widerrufsrecht. Die neuen Regeln gelten seit dem 13. Juni 2014. Im Video zeigen wir die wichtigsten:

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1 Kommentar(e)

  • Andi
     

    Sehr informativ

    Wieder etwas Neues und Nützliches gelernt. Danke!

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