"Wenn ich in die Sonne gehe, schmiere ich mich mit Sonnencreme ein. Das reicht", denken viele. Doch: Der beste Sonnenschutz ist die Kleidung. Wer spezielle UV-Schutz-Textilien sucht, kann schnell den Überblick verlieren. Wir haben sie mal in die Sonne gehalten!

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Shirt als natürlicher Schutz
Zunächst einmal: Jedes Kleidungsstück ist eine Barriere für die Sonne. Je enger der Stoff gewebt ist, desto besser. Leichte, transparente Gewebe, wie man sie im Sommer gerne trägt, lassen aber häufig zu viel Strahlung durch! Außerdem haben Forscher der Universität Bochum herausgefunden: Je dunkler die Farben sind, desto besser ist der Schutz. Ein kräftiges Rot und Grün sind am wirksamsten. Und: Polyester ist im Vergleich zu Baumwolle die bessere Sonnenabwehr. Für besonders empfindliche Menschen kann Extra-UV-Schutz-Kleidung sinnvoll sein. Aber der Markt ist groß - vor allem bei Sport- und Outdoorklamotten. Die UV-Kleidung muss nicht unbedingt teuer sein.
Extra-Klamotten
Es gibt verschiedene Arten von UV-Schutz-Kleidung: Viele Hersteller weben einfach die Stoffe besonders eng. Sie benutzen bestimmte Farben und Stoffe (Kunstfasern), um die Sonnenstrahlen zu blocken. Andere bringen in Form von Chemie zusätzlichen UV-Schutz in die Kleidung. Der große Nachteil hierbei ist, dass sich die chemischen Substanzen auswaschen können und somit nicht mehr wirken. Gängiger sind daher physikalische Methoden, Textilien UV-fest zu machen - zum Beispiel durch Titandioxid. Kleine Pigmente, auch Nanopartikel genannt, wehren die UV-Strahlung ab. Die Partikel werden bereits bei der Herstellung in die Fasern eingeschmolzen und können nicht abgerieben oder ausgewaschen werden. Fest eingebunden in die Kleidung, können die kleinen Teilchen nicht in die Haut eindringen und die Gesundheit gefährden.

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Man kennt es vom UV-Schutzfaktor bei Sonnencreme: Der gibt an, wie viel länger man mit Creme in der Sonne bleiben darf als ohne. Das ist typabhängig! Mit sehr blasser Haut und hellen Haaren sind es zum Beispiel höchstens fünf Minuten. Bei Sonnenschutzfaktor 20 wären es 100 Minuten; davon sollen aber nur zwei Drittel ausgeschöpft werden. Das wäre also rund eine Stunde. Die UV-Schutzangabe bei Kleidung ist vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor von Sonnenschutzcreme. Textilien schützen aber in der Regel besser: Cremt man sich mit Sonnencreme beispielsweise zu dünn oder ungleichmäßig ein, wirkt sie nicht so gut. Außerdem spülen bzw. reiben Wasser oder Sand die Creme ab.
UV-Schutz-Labels
Einige Firmen lassen ihre UV-Schutz-Kleidung zertifizieren. Es gibt unterschiedliche Labels, die an das T-Shirt oder die Kappe geheftet werden. Vor allem drei Kennzeichen sind bei uns zu finden.
- UV-Standard 801: Sehr aussagekräftig. Entwickelt vom Forschungsinstitut Hohenstein, bezieht sich das Kennzeichen nicht nur auf den Schutz durch den ungetragenen, neuen Stoff, sondern auch auf das gewaschene, feucht und gedehnte Textil. Die Tester prüfen das Kleidungsstück also im Gebrauch.
- Die Australisch-neuseeländische Norm: Das gebräuchlichste Kennzeichen. Doch diese Norm gilt nur für neue Textilien im trockenen Zustand. Wie der Sonnenschutz tatsächlich beim Tragen ist, wird nicht überprüft. Daher ist er nicht so verlässlich wie der UV-Standard 801.
- Der Europäische Standard: Berücksichtigt ebenfalls ausschließlich neue, trockene Textilien. Allerdings wird nur Kleidung zertifiziert, die einen hohen Schutzfaktor hat und viel Haut bedeckt (bis zum Knie und an die Ellbogen).
Fünf heiße Tipps
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(AB)


