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Elektrosmog bei Handys

Verstrahlt!?

Immer wieder kommt die Frage auf: Kann ein Handy auf Dauer ungesund sein? Da ist von möglichen Schädigungen die Rede, Elektrosmog, Krebsgefahr, und, und, und...

Schematischer Kopf im Profil mit Handy und Strahlung (Bild: P.R. Yakin / fotolia.com)
Bild: P.R. Yakin / fotolia.com

Eigentlich müsste dieser Beitrag heißen: "Verwellt?!", aber das klingt nicht. Ansonsten gibt es eine Menge Gerüchte und wenig wirklich geklärte Fakten und noch viel Forschungsbedarf. Da das nicht sonderlich weiter hilft, kommen wir zu dem, was man mehr oder weniger als Tatsachen bezeichnen kann:

  • Da ein Krebsrisiko durch die Strahlung von Handys nicht ausgeschlossen werden kann, hat die Weltgesundheitsorganisation hochfrequente elektromagnetische Felder (das sind auch Handystrahlungen) 2011 in eine neue - schärfere - Kategorie eingestuft. Handystrahlung gilt laut WHO nun somit als "möglicherweise krebserregend".
  • Die Funkwellen von Handys sind im Grunde Mikrowellen - sie wirken "thermisch", also erwärmend, und zwar auf Körpergewebe. Das hört sich jetzt ganz praktisch für den Winter an, ist aber eher bedenklich: Denn das, wo man das Handy und seine Antenne dranhält, ist nun mal der Kopf. In Amerika gab es Fälle, in denen Leute, die z. B. aus beruflichen Gründen extrem viel und vor allem lange mit dem Handy telefoniert haben, genau hinter bzw. über dem Ohr einen Hirntumor bekamen. Beweise für einen direkten Zusammenhang stehen aber noch aus.
  • Wissenschaftler fanden heraus, dass die Wellen bei Kindern deutlich tiefer in den Kopf eindringen als bei Erwachsenen. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz sagt, dass Handys für Kinder nicht sinnvoll sind.
  • Für die meisten von Euch wohl noch nicht so tragisch, aber ein guter Tipp für Opa (und vielleicht wichtig, wenn ihr ihn mit Eurem Handy besucht): Eine Störung von Herzschrittmachern oder Hörgeräten kann nicht ausgeschlossen werden.

Was also tun?

Wer lieber auf Nummer sicher gehen möchte, sich nicht vielleicht doch einen Grill ans Ohr zu halten, kann...

  • Das Handy erst bei aufgebauter Verbindung ans Ohr halten
  • Beim Telefonieren auf guten Empfang achten: Dann regelt das Handy automatisch die Strahlung herunter!
  • Ein "Headset" benutzen (separater Ohrhörer + Mikro).
  • Das Handy nicht für Dauergespräche verwenden, sondern eben eher für die kurze Mitteilung zwischendurch! Denn die Länge der Telefonate ist entscheidend für eine möglicherweise schädliche Wirkung.
  • Wenn das Gespräch mal länger dauert: Zwischendurch mal das Ohr wechseln!
  • Auf die "SAR-Werte" achten ("Spezifische Absorptionsrate"): Das bezeichnet die Strahlenenergie, die vom Kopf aufgenommen wird. Wird auf der Packung angegeben und liegt in vielen Fällen irgendwo im Bereich zwischen 0,6 und 1,0 Watt/kg. Wünschenswert wäre eigentlich 0,2. Doch obwohl technisch machbar, werden Handys mit so geringen Werten nur sehr selten angeboten...

(Wi)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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8 Kommentar(e)

  • w.f.schmidt
     

    und...was mit e-smog im schulbus ???

    hallo...
    - was bitte summiert sich vor und nach der schule im schulbus ??
    - fahrzeit bis ..??.. 1stunde ?? faraday`scher-käfig...??
    - wer bitte ist zuständig für die abwendung von schäden an unserem
    nachwuchs, die ja bis zur rente mit 67 jahren gesund sein müssen ??
    bin für eine info neugierig!
    mit positiven grüssen. wfs habe 5 kids & 4 enkel ;-)

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  • checked4you
     

    schulbus / e-smog

    Hallo, in einem Bus Auto oder Zug erhöhen Handys ihre Sendeleistung, um den Metallkäfig zu überwinden. Eine Studie der ETH Zürich besagt aber, dass in einem Bus mit mehreren Handys in Betrieb trotzdem der erlaubte Grenzwert an Strahlung (Ganzkörper SAR) eingehalten wird. Die stärkste Belastung hat immer die Person, die das Handy nutzt, da die Feldstärke quadratisch mit dem Abstand abnimmt.

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  • Wilhelm Schmitz
     

    Sendemasten auf Hochhäuser ect.

    Was ist denn mit den Sendemasten, Richtfunk und den anderen Sendeeinrichtungen die so auf einem Hochhaus platziert sind? Ich wohne Luftlinie 150 m von solch einen mit technischen Sendeeinrichtungen bestücktem Hochhaus entfernt, und wenn das Bundesamt für Telekommunikation oder die Telekom Sendetest's durchführen schlagen die unterschiedlichen Frequenzen in den Lautsprecher meines Radioweckers ein und werden über den Lautsprecher relativ laut wiedergegeben. Dieses passiert in der Regel an Wochenenden in den frühen Morgenstunden und ich empfinde es als sehr unangenehm.

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  • checked4you
     

    Sendemasten

    Hallo, da wäre das Bundesamt für Strahlenschutz wohl der besser Ansprechpartner, http://www.bfs.de.

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  • w.f.schmidt
     

    e.smog im bus

    Hallo. . Nun sitzt ein re - & ein links haender mit handy nebeneinander im bus , frage wie stark....ungesund.. ist da die feldstaerke ?? Der Abstand ??
    Mit positiven grüßen
    wfs

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  • Monika
     

    Muss ich jetzt in Angst leben...?

    Wenn wir jetzt auf alles achten sollen,
    darf ich jetzt mein Handy nicht mehr so oft bei mir tragen?
    Und wenn ich das davor gemacht habe...
    Muss ich jetzt Angst vor meinem Handy haben?!
    Viele Grüße
    eure Monika

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  • checked4you
     

    Angst

    Liebe Monika,
    Angst musst du nicht haben. Zur Sicherheit, da die Faktenlage unklar ist, empfehlen wir die Ratschläge aus dem Artikel zu beachten.
    Viele Grüße
    die c4u-Redaktion

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  • Tom
     

    Nicht-thermische Wirkungen von Handy-Strahlung

    Wirkungen der Strahlung von Handy & Smartphone:

    "Es besteht begrenzte Evidenz für eine Beeinflussung der Durchblutung des Gehirns, für eine Beeinträchtigung der Spermienqualität, für eine Destabilisierung der Erbinformation, sowie für Auswirkungen auf die Expression von Genen, den programmierten Zelltod und oxidativen Zellstress bei Expositionen mit Strahlung im Intensitätsbereich des ICNIRP-Grenzwertes für lokale Belastung."

    Bericht des Bundesrates | Schweiz | Zukunftstaugliche Mobilfunknetze | Situationsanalyse / Auslegeordnung (Postulate 12.3580 & 14.3149) | Februar 2015


    p.s.

    Der SAR-Wert berücksocjtigt nur thermische Wirkungen, d.h. er schützt nur vor zu starker Erwärmung des Körpers durch Handy-Strahlung

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