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Tier + Umwelt

Handys bedrohen Affen

Mobilfunk-Boom wird zum Umwelt-Problem

 
Rund 1 Milliarde Handys wurden in 2009 weltweit verkauft, und in Deutschland kommen auf 100 Personen rund 109 Handys. Weil immer wieder neue Handys angesagt sind, werden die alten weggeworfen - und das führt laut World-Watch-Institut in Washington zu wachsenden Umweltproblemen im Kongo.


Gorilla im Urwald
Bild: sxc.hu / prototype7
Was viele nämlich nicht wissen: Das Erz Coltan, das für die Herstellung der Mikrochips in den Handys entscheidend ist, wird fast nur im Kongo abgebaut. Und um da ran zu kommen, zerstört man immer mehr Lebensraum von Menschenaffen wie z.B. Gorillas. Es ist also mal wieder das alte Spiel: Die Industrie wächst, wir haben den totalen Fun (in diesem Fall mit neuen Handyspielen, freakigen Funktionen usw.), und gleichzeitig geht dadurch die Umwelt den Bach runter. Eine etwas vereinfachende Gleichung, die aber leider nur allzu oft stimmt.

Mittlerweile engagieren sich auch schon Zoos mit Recycling-Programmen für Handys, und auch Umweltorganisationen machen sich dafür stark. Und wir ganz normale Verbraucher? Tja, wir könnten beim Recycling, vor allem aber bei der Weiterverwendung von Handys mithelfen. Das bisherige Gerät ein bisschen länger benutzen, wäre das Beste: So lange, wie es eben hält. Denn das größte Problem ist die kurze Nutzungsdauer, die so viele Rohstoffe erforderlich macht. Und wenn das alte Handy schon unbedingt weg soll, dann wenigstens nicht einfach in die Tonne kloppen, sondern abgeben. Zum Beispiel an die Mobilfunkbetreiber, denn die nehmen es meistens zurück. Allerdings sollte diese Möglichkeit eben gerade nicht dazu verleiten, andauernd ein neues Handy zu kaufen!

(C4U)

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Bisher 1 Beiträge, letzter Beitrag vom 02.05.2009, 20.21 Uhr
 
Stand: 02.01.2010 | Seite drucken | Seite empfehlen
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