Du bist hier:
• 2 Kommentar(e)
  • Diesen Artikel drucken
  • Diesen Artikel empfehlen

Auf die Kennzeichnung achten

Haltbarkeit von Kosmetik

Milch wird irgendwann schlecht – und Body-Lotion ebenfalls. Denn auch Kosmetika halten nicht ewig. Das liegt an den verderblichen Inhaltsstoffen.

Frau mit grüner Creme im Gesicht (Bild: olly / fotolia.com)
Bild: olly / fotolia.com
Sanduhr-Symbol
So sieht das neue Symbol aus

Ist ein Kosmetikartikel weniger als 30 Monate haltbar, müssen die Hersteller auf die Dosen und Tiegel "mindestens haltbar bis" schreiben oder aber eine kleine Sanduhr abbilden, versehen mit dem entsprechenden Datum. Vor allem für Unternehmen, die international arbeiten, ist dieses Zeichen ein Vorteil.

Das Datum ist jedoch kein Verfallsdatum, sondern ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Das heißt: Bis zu dem Tag muss das Produkt in jedem Fall noch o.k. sein. Ob sich die Inhaltsstoffe irgendwann so verändert haben, dass sie dem Körper nicht mehr gut tun, merkt ihr in der Regel selbst: Wollt ihr z. B. die Creme oder den Lipgloss darüber hinaus noch verwenden, solltet ihr einmal prüfen, ob beispielsweise Geruch und Konsistenz noch gut sind. Versieht ein Hersteller sein Produkt mit einem solchen Mindesthaltbarkeitsdatum ist es ein Qualitätsmerkmal. Und: Sollten sich gesetzliche Bestimmungen für Inhaltsstoffe ändern, fliegen diese Produkte, sollten sie den Gesetzen nicht mehr genügen, über kurz oder lang aus dem Handel.


Das ist bei Produkten, auf denen kein Mindesthaltbarkeitsdatum steht, schwieriger. Kein absolutes Mindesthaltbarkeitsdatum tragen müssen Kosmetikartikel, die ungeöffnet länger haltbar sind als 30 Monate. Aber: Laut Kosmetikrichtlinie gilt hier ein anderes Zeichen, nämlich einen kleinen geöffneten Cremetopf mit einer Angabe von Monaten (als M dargestellt).


Symbol geöffnete Dose 12 Monate
Das zusätzliche Symbol für bereits offene Produkte

Öffne ich beispielsweise heute ein Shampoo auf dem ein geöffneter Tiegel mit 6M steht, so kann ich mir damit noch sechs Monate die Haare waschen. So lange muss das Shampoo in Ordnung sein. Damit man weiß, wann die sechs Monate ablaufen, sollte man mit wasserfestem Stift auf der Verpackung vermerken, wann man das Produkt angebrochen hat. Denn spätestens nach ein paar Wochen erinnert man sich meistens nicht mehr an das genaue Datum ...

Keinen Hinweis müssen Hersteller auf Produkten anbringen, die eh nicht verderben können. Ein Beispiel hierfür ist Parfum: Wegen des Alkoholgehaltes kann es nicht "schlecht" werden. Auch Einmalprodukte, die verpackt länger als 30 Monate halten, sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen.


Kosmetik haltbar machen

Doch wie wird Kosmetik überhaupt haltbar? Das kommt auf die Inhaltsstoffe an. Ein Körperöl zum Beispiel muss überhaupt nicht konserviert werden. Denn Mikroorganismen, also Bakterien, brauchen Wasser zum Wachsen. In Öl können sie nicht leben. Somit sind reine Öle ohne Duft natürliche und hautverträgliche Pflegemittel, selbst für Leute mit Allergien. Denn sie benötigen weder Emulgatoren noch Konservierungsstoffe. Solche Öle sind Pflege pur. Sie sind ergiebig, man braucht sie nur dünn aufzutragen – am besten auf die feuchte Haut.


Anders sieht es hingegen bei Cremes und Lotionen aus. Diese bestehen aus Öl und Wasser und müssen daher konserviert werden. Jedoch können einige Konservierungsstoffe Allergien auslösen, andere wiederum können Formaldehyd abspalten. Solche Produkte sind also nicht die Mittel der ersten Wahl.


Achtung: Riech- und Fühltest

Jedes Kosmetikprodukt kann nach dem Öffnen schlecht werden, obwohl die Hinweise auf die Haltbarkeit gute Anhaltspunkte bieten. Doch Achtung: Schnüffelt eine Creme ranzig oder hat sie ihre Konsistenz oder Farbe verändert, gehört sie in den Abfalleimer. Auch Haarfarben, die angebrochen sind, oder Wimperntusche, die krümelig ist, müssen in den Müll. Vor allem Produkte wie Lipgloss oder Wimperntusche sollten nicht zu lange benutzt werden.



Noch ein Tipp:

Direkt in die pralle Sonne am Strand oder auf der Fensterbank solltet ihr die Tuben, Tiegel und Flacons lieber nicht stellen. In den Kühlschrank müssen sie normalerweise aber auch nicht. Besser, als mit den Fingern in die Töpfchen zu greifen, ist es, einen Kunststoffspatel zu nehmen. Sonst können sich Bakterien munter vermehren... Empfehlenswert sind auch Cremes in Tuben oder Spendern, die sind hygienischer. Das Verschließen nicht vergessen.


(AB)

Wie hat dir der Artikel gefallen? Top oder Flop?

2 Kommentar(e)