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Zuschüsse und Ermäßigungen für Auszubildende

Wie Azubis Geld sparen können

Dein Azubi-Gehalt fällt ziemlich mager aus? Du willst dir trotzdem etwas leisten können und vielleicht sogar noch Geld zurücklegen? - Mit unserer Finanz-Checkliste könnte das gelingen. Einfach mal durchschmökern.

Hände halten ein rosa Sparschwein (Bild: Jakub Krechowicz / fotolia.com)
Bild: Jakub Krechowicz / fotolia.com

Fahrtkosten und Mietzuschuss

Falls das erste Lehrgeld nicht so üppig ausfällt, nicht gleich den Kopf hängen lassen. Vielleicht ist dann ja eine Berufsausbildungsbeihilfe drin, die man beim Arbeitsamt beantragen kann. Darin enthalten ist ein Zuschuss zu Fahrtkosten und Miete. Ob du als Azubi diese Berufsausbildungsbeihilfe bekommst, hängt allerdings auch vom Einkommen deiner Eltern ab. Am besten mit allen nötigen Unterlagen zur Arbeitsagentur gehen und sich dort beraten lassen. Bei der Arbeitsagentur gibt es dazu eine Menge Infos sowie einen Rechner.


Bei Versicherungsbeiträgen sparen

Warst du vorher über deine Eltern versichert, musst du dich als Azubi in einer gesetzlichen Krankenversicherung selbst versichern. Die Beitragssätze sind überall gleich hoch - allerdings erheben viele gesetzlichen Krankenversicherungen unterschiedlich hohe Zusatzbeiträge. Bevor du dich für eine Krankenversicherung entscheidest, check also lieber vorher gründlich die Kosten und welche zusätzlichen Angebote mit abgedeckt werden. Eine neue Haftpflichtversicherung musst du als Lehrling nicht abschließen. Die läuft auch weiterhin über deine Eltern. Wichtig ist auf jeden Fall eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch bei deinem fahrbaren Untersatz kannst du eine Menge sparen. Manche Kfz-Versicherungen bieten Rabatte für junge Leute, wenn die Eltern bereits dort versichert sind. Also immer schön nachhaken! Mehr zu Versicherungen findest du hier.


Clever kaufen

Beim täglichen Einkauf lässt sich viel Geld sparen. Wer günstig Lebensmittel kaufen will, muss sich deshalb nicht ungesünder ernähren. Frisches Gemüse ist immer dann günstig, wenn es Saison hat. Achte mal darauf. Lass dich beim Einkaufen doch einfach mal von Angeboten inspirieren. Das machst du doch bei Klamotten auch, oder?


Extraportion Geld mit VL

Vielleicht findest du in deinem Arbeitsvertrag den Hinweis auf "Vermögenswirksame Leistungen", kurz VL genannt. Das ist eine gute Sache, um ganz einfach Geld anzusparen - sollte man also nicht verfallen lassen, auch wenn's vielleicht nicht viel sein mag. Das Tolle daran ist, dass sich dein Arbeitgeber mit einer Extraportion Geld daran beteiligt. Je nach Höhe der vereinbarten Leistung kannst du so monatlich eine gewisse Summe zurücklegen. Wie dein gespartes Geld dann am besten angelegt werden soll, kannst du in Ruhe mit der Bank deines Vertrauens besprechen.


Bankkonto für lau

Apropos Bank: Bei den meisten Banken ist das Konto für Azubis kostenlos. Frage aber immer nach Leistungen und Gebühren, bevor du ein Konto eröffnen willst (nach der Ausbildung ist es vielleicht nicht mehr kostenlos!). Mehr zum ersten Girokonto findest du hier.


Ermäßigter Eintritt

Auch als Azubi kannst du dir von deiner Berufschule einen Schülerausweis ausstellen lassen. So sind nicht nur Schwimmbad- und Konzertbesuche oftmals günstiger, auch ins Fußballstadion geht's manchmal sogar für weniger Geld. Auch Weiterbildung kannst du häufig billiger haben. Zum Beispiel an der Volkshochschule oder bei kirchlichen Bildungswerken.


Spezial-Tarife für Handy und Internet

Mobilfunk- und Telekommunikationsanbieter bieten manchmal spezielle Azubi-Tarife für Handy, Telefon und Internet. Angebote vergleichen lohnt sich also - und nachfragen, denn solche Rabatte werden nicht immer allzu offensiv beworben.


Günstige Abos für Zeitungen

Azubis können Zeitungen und Zeitschriften meist günstiger abonnieren. Ganz Clevere nutzen auch kostenlose Probeabos, die dann aber nur für kurze Zeit zu kriegen sind. Aber Vorsicht: Meist muss man dann auch rechtzeitig wieder kündigen, sonst hat man das Abo am Hals!


Rabatt für deine Zähne

Azubis kommen in der Regel billiger oder sogar kostenfrei an Zahnersatz im Rahmen der Standardversorgung. Sie gehören nämlich wegen dem geringen Verdienst zu den sogenannten "Härtefällen". Nach der Ausbildung sieht das dann wieder anders aus. Aber auch dann sollte geprüft werden, ob die "gleitende Härtefallregelung" greift. Denn auch für Versicherte mit einem höheren Einkommen ist es möglich, einen zusätzlichen Zuschuss zum Zahnersatz zu erhalten.


Ein Gedanke an die Rente

Wir ahnen, was du jetzt vielleicht denkst: Rente - das ist doch noch so weit weg. Eben drum! Von der gesetzlichen Rente allein wirst du im Alter kaum leben können. Da musst du zusätzlich vorsorgen. Wer ganz früh damit anfängt, hat mehr Zeit und kann mit geringeren Summen starten. Wer spät anfängt, muss um so höhere Summen aufwenden. Vielen wird dafür später das Geld zu knapp. Frage deinen Ausbilder nach einer arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge. Diese solltest Du auf jeden Fall berücksichtigen. Falls der Arbeitgeber etwas dazu gibt, wenn du selbst etwas sparst - also auf einen kleinen Teil deines Lohns verzichtest - musst du im Einzelfall rechnen (oder einen Fachmann rechnen lassen), ob sich das für dich lohnt. Durch diese Geldanlage sparst du gleichzeitig auch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge - der Staat belohnt dich also fürs Sparen. Ein Wermutstropfen: Dein Sparanteil in die gesetzliche Rente sinkt auch. Mehr zur "Rente für Berufsanfänger" findest du hier.


Checke deine Ausgaben

Manchmal ist schon Mitte des Monats Ebbe auf dem Konto und du weißt gar nicht, wofür du schon wieder Geld ausgegeben hast? Dann hast du wahrscheinlich einfach den Überblick über deine Ausgaben verloren. Das ist aber schlecht, denn dann weißt du wahrscheinlich auch nicht, wo dein Sparpotential eigentlich schlummert. Mit einem virtuellen Haushaltsbuch kannst du deine Ausgaben besser im Blick behalten. Probier' es einfach mal aus!


(kat)

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