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Gute Finanzierungsquellen

BAföG für Schüler

Nicht nur Studierende können BAföG bekommen – sondern auch Schülerinnen und Schüler. Es gibt nämlich auch ein "Schüler-BAföG".

Schultafel mit Euro-Zeichen (Bild: PRCreativeTeam / fotolia.com)
Bild: PRCreativeTeam / fotolia.com

Rund 260.000 Schülerinnen und Schüler nehmen diese Unterstützung derzeit in Anspruch. BAföG ist eine Finanzspritze vom Staat. Wer als Schüler oder Schüler Unterstützung bekommen möchte, muss zum Beispiel

  • eine (Berufs-)Fachschulklasse besuchen, die keine Berufsausbildung voraussetzt, die aber einen Berufsabschluss vermittelt,
  • eine Abendschule besuchen,
  • eine Fach- und Fachoberschulklasse absolvieren, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, oder
  • eine Höhere Fachschule oder eine Akademie besuchen.

Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10, die

  • auf einer allgemeinbildenden Schule (zum Beispiel Gymnasium, Realschule, Gesamtschule) sind,
  • auf eine Berufsfachschule bzw. Fach- oder Fachoberschule gehen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt,
  • ein berufsvorbereitendes Jahr machen,

können nur in Ausnahmefällen gefördert werden: Um Anspruch auf BAföG zu haben, müssen die Schülerinnen und Schüler auswärts wohnen – und zwar nicht, weil sie keine Lust mehr auf ihr Kinderzimmer haben, sondern weil es triftige Gründe gibt. Die liegen beispielsweise vor, wenn die Schule zu weit vom Heimatort entfernt ist, wenn der Schüler oder die Schülerin verheiratet ist oder wenn er bzw. sie ein Kind hat.


Betriebliche oder überbetriebliche Ausbildungen fallen völlig aus der Förderung heraus, ebenso der Besuch der Berufsschule. Auch Umschulungen oder Weiterbildungen können nicht mit BAföG gefördert werden.


Kompletter Zuschuss

Ob man BAföG bekommt – und wenn ja, wie viel –, hängt in der Regel vom Verdienst der Eltern ab sowie vom eigenen (Neben-)Einkommen und von Ersparnissen. Die jeweiligen Höchstsätze des Schüler-BAföGs richten sich nach der Schulform. Mehr Geld bekommt man, wenn man schon eine Berufsausbildung abgeschlossen hat.


Übrigens: Im Gegensatz zu Studierenden bekommen Schülerinnen und Schüler BAföG komplett als Zuschuss – sie müssen die Leistungen also nicht zurückzahlen. Einzig Schüler an Akademien oder Höheren Fachschulen werden wie Studierende behandelt: Sie müssen die Hälfte der Zahlungen später tilgen.


Die Anträge können Schülerinnen und Schüler entweder beim Amt für Ausbildungsförderung der Stadt oder Kreisverwaltung am Wohnort der Eltern stellen oder – wenn es sich beispielsweise um ein Abendgymnasium, ein Kolleg, eine Akademie oder eine Höhere Fachschule handelt – beim Amt für Ausbildungsförderung, in dessen Bezirk die Ausbildungsstätte ist. Mittlerweile kann man den Antrag auch im Internet stellen.


Seit dem Schuljahr 2016/17 gibt es übrigens mehr Geld: Mehr Informationen zu Förderbedingungen und Förderhöhen findet ihr hier. Bei Fragen solltet ihr euch immer beraten lassen. Denn es gibt gerade beim Schüler-BAföG viele Faktoren, die man berücksichtigen muss.


(AB)

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    Bafoeg-Antrag mit Brille und Taschenrechner (Bild: FM2 / fotolia.com)

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