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Klimawandel

Warum soll ich CO2 vermeiden?

Alle Welt redet von CO2 und Klimawandel. Aber wie war da doch gleich der Zusammenhang? Wir erklären ihn.

Eine Hand wird in "Stopp"-Geste neben die Erdkugel gehalten, um Piktogramme für Luftverschmutzung, Umweltverschmutzung, Wasserverschmutzung und Ölborung aufzuhalten. Bild: Romolo Tavani / Fotolia.com
Bild: Romolo Tavani / Fotolia.com

Hinter der Abkürzung CO2 verbirgt sich das Gas Kohlenstoffdioxid (man kann auch Kohlendioxid sagen), das – neben Stickstoff und Sauerstoff – ein natürlicher Bestandteil der Luft ist. Es ermöglicht ein Leben auf der Erde, denn es sorgt für gemäßigtes Klima. CO2 strahlt einen Teil der Wärme zurück, die die Erde in Richtung Weltall abstrahlt. Der leere Weltraum ist -273 Grad Celsius kalt.

Es ist also ganz normal, dass ein gewisser Anteil von CO2 in der Luft ist. Doch der Mensch sorgt u.a. durch das zunehmende Verfeuern fossiler Brennstoffe – Kohle, Erdöl und Erdgas sowie die Kraftstoffe Benzin und Diesel – dafür, dass immer mehr Kohlendioxid in unserer Atmosphäre umher schwirrt. Ein besonders großer Übeltäter ist dabei die Stromerzeugung aus Kohle und anderen fossilen Brennstoffen. Durch deren Verbrennung im Kraftwerksofen entsteht CO2, welches sich dann in der Luft breit macht. Da wir sehr viel Strom verbrauchen (man denke nur an elektronische Geräte, Licht und Maschinen), wird auch der Anteil an Kohlendioxid in der Luft immer größer. Auch durch viele Verkehrsmittel wird mehr CO2in die Luft geblasen: Mofas und Motorroller, Autos, Flugzeuge – alle Fahrzeuge, die Benzin oder Diesel benötigen, liefern mit jedem gefahrenen Kilometer Nachschub von dem klimaschädlichen Gas. Fahrräder, Boards, Kick-Roller und Inline-Skates gehören übrigens nicht dazu! Sie sind die klimafreundlichsten Verkehrsmittel. Fährt man mit ihnen, gehört man zu den echten Klimaschützern. Auch Busse und Bahnen stoßen zwar CO2 aus. Aber weil sie viele Menschen befördern, gelten sie als umweltfreundlich, denn der CO2-Ausstoß pro Person ist gering.


Es wird wärmer

Ziel von dem ganzen CO2Spar-Gerede ist, dass jeder mit hilft, dass nicht unnötig viel Kohlendioxid in die Luft gelangt. Denn durch immer mehr Kohlendioxid verstärken wir Menschen den Treibhauseffekt in der Atmosphäre – der Lufthülle unserer Erde. So wird es auf der Erde immer wärmer. Man muss sich das so vorstellen: Ganz hoch oben in der Luft bildet sich durch Kohlendioxid eine Schicht, die verhindert, dass die Wärme, die von der Sonne auf die Erde strahlt, zurück in den Weltraum reflektiert wird. Das ist erst einmal gut, denn ohne diese Schicht wäre es hier ja viel zu kalt zum leben. Aber weil wir immer mehr Kohlendioxid in diese Schicht pumpen, wird es immer wärmer, Jahr für Jahr. Das hat für die Tierwelt, die Pflanzen und für uns selbst viele Nachteile. So sind Eisbären zum Beispiel auf kalten Lebensraum angewiesen. Wenn es aber selbst in der Arktis zu warm wird, wird es sie irgendwann nicht mehr geben.

Auch viele Pflanzen werden über kurz oder lang nicht mehr wachsen. Stürme, extrem starker Regen und Hitzeperioden treten häufiger auf und Überträger von Krankheiten, wie die Malariamücke, können sich durch die höheren Temperaturen auch in Deutschland verbreiten. Deshalb pochen Umweltschützer und viele Politiker darauf, alle Leute zum Mitmachen zu bewegen.

Was kann man tun? Z.B. alle elektrischen Geräte – Computer, TV, Radio usw. und alle Lampen immer ausschalten, wenn sie gerade nicht gebraucht werden! Am allerbesten ist es, den Stecker zu ziehen oder den Strom mit einem Zwischenschalter abzustellen. Denn auch im Standby-Betrieb verbrauchen Geräte Strom! Das gilt auch für Handyladekabel, wenn kein Handy angeschlossen ist.



Übrigens: Fragt mal eure Eltern, ob sie schon Öko-Strom für eure Wohnung bestellt haben. Der wird zum Beispiel von Sonnen-, Wind- oder Wasserkraftwerken erzeugt. Und dabei wird fast gar kein Kohlendioxid in die Luft geblasen. Der Wechsel zu Ökostrom ist ganz einfach. Um auf keine Öko-Mogelpackung hereinzufallen, gibt es Infos dazu bei allen Verbraucherzentralen und im Internet, z.B. unter Wissenswertes über Ökostrom – Umstieg mit Siegel. Im Tarifrechner von ok-power kann man ganz einfach rausfinden, welcher der beste und günstigste Ökostrom-Tarif ist.


(c4u)

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