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Energie und Geld sparen

Was kostet eine warme Dusche?

Warmes Leitungswasser nutzen und brauchen wir alle jeden Tag - zum Händewaschen, Duschen oder Baden. Aber was kostet eine warme Dusche überhaupt?

Frau lacht unter der Dusche bei laufendem Wasser (Bild: LarsZahner / fotolia.com)
Bild: LarsZahner / fotolia.comHeiß duschen macht Spaß - kostet aber auch Geld

Wie wird das Wasser warm?

Für die Erwärmung von Wasser werden praktisch alle Energieträger – also Öl, Gas, Strom, Solarenergie, Fernwärme und Wärmepumpen - genutzt. Unterschiede gibt es in der Art, wie das Wasser erwärmt wird. Es gibt „zentrale“ Systeme, bei denen das Wasser unten im Keller eines Wohnhauses in einem großen Tank durch die Verbrennung von Gas oder Öl erwärmt wird. Andere Systeme machen das Wasser erst in der Wohnung warm, entweder mit Strom (in einem so genannten Durchlauferhitzer) oder Gas. Besonders gut für die Umwelt sind Solaranlagen (=Solarthermie), weil sie Wärme nicht durch Verbrennung erzeugen und somit auch kein CO2 ausstoßen. Denn hier wird das Wasser größtenteils mit Hilfe der Sonne erwärmt.


Warmes Wasser ist relativ teuer: Es müssen dafür die Frischwasser- und Abwassergebühren bezahlt werden, die je nach Wohnort unterschiedlich hoch sind. Dazu kommen noch die Energiekosten, die für das Aufheizen des Wassers gezahlt werden.


Wer verbraucht wie viel? Und wie kann ich sparen?

Wie viel warmes Wasser in einem Haushalt verbraucht wird, hängt größtenteils von der Anzahl der Bewohner und deren Verhalten ab. Im Schnitt verbraucht eine sparsame Person ca. 70 Liter und eine eher verschwenderische Person um die 170 Liter warmes Wasser am Tag.


Am einfachsten geht Wasser sparen, wenn man aufs Baden verzichtet: für einmal Baden kannst du dreimal sechs Minuten warm duschen. Und auch beim Duschen kann man eine Menge tun: Hat man eine große Duschbrause, durch die viel Wasser pro Minute durchgeht, kann es sein, dass man bei sechs Minuten Duschen mehr als 110 Liter benutzt. Mit einer Sparbrause (ca. sechs bis sieben Liter pro Minute) benötigt man dafür nur ungefähr 40 Liter. Um den Wasserverbrauch zu verringern, kann man also, sofern das bei eurem System möglich ist, ganz einfach selbst die Brause in der Dusche austauschen.


Und was ist mit jeder einzelnen Dusche? Nun: Wer sechs Minuten lang mit einer mittleren Duschbrause (etwa 12 Liter pro Minute) duscht, zahlt mit Strom ca. 1,30 Euro und mit Gas bzw. Öl nur ca. 80 Cent. Verfügt man dann noch über eine Solaranlage, zahlt man sogar nur noch etwa 60 Cent. Somit könnt ihr euch ausrechnen, wie hoch die Ersparnis je nach Länge der “Dusch-Session“ sein kann. Von uns nur ein Beispiel: Wer bisher z. B. zwölf Minuten geduscht hat und das auf etwa sechs Minuten reduziert, spart im Jahr (je nach Energieträger) zwischen 200 und 600 Euro!


Neben dem o. g. Tausch der Duschbrause kann man auch einen „Dusch-Timer“ benutzen – der zeigt durch rotes Licht oder eine Sanduhr an, wenn man zu lange duscht. Damit hat man Zeit und Wasserverbrauch gut in Griff.


(Wi)



Wer Fragen zu solchen Themen hat, kann die auch beim "Energielotsen" der Verbraucherzentrale NRW loswerden und bekommt schnell und unkompliziert Auskunft!

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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