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DVB-T endet

DVB-T2: Alles neu beim Antennenfernsehen

Wer über eine Antenne fernsieht, braucht spätestens Ende März neue Geräte und muss für Privatsender 69 Euro im Jahr zahlen. DVB-T wird eingestellt.

Eine Zimmerantenne für DVB-T und DVB-T2. (Bild: Tomislav / Fotolia.com)
Bild: Tomislav / Fotolia.comEine Zimmerantenne kann auch für DVB-T2 weiter genutzt werden. Aber das Empfangsgerät dahinter muss neu gekauft werden.

Wer weder einen Internetanschluss noch Kabel oder Satellit zum Fernsehen nutzt, sondern eine Zimmerantenne oder Dachantenne, muss dieses Jahr Geld in die Hand nehmen. Das jetzige DVB-T wird am 29. März in vielen Regionen abgeschaltet und durch DVB-T2 ersetzt. Hier seht ihr die betroffenen Regionen. Vorteil: Dann gibt es Fernsehen in HD auch über Antenne und man kann (theoretisch) mehr Sender als bisher empfangen.

Nachteil: Wer die privaten Sender empfangen möchte, muss dafür ab dem 1. Juli 2017 bezahlen – und zwar 69 Euro im Jahr für Freenet-TV von Media Broadcast. Das bislang kostenlose SD-Signal wird nicht mehr gesendet. Außerdem wird der Preis pro Gerät fällig. Wer also z.B. in Wohnzimmer und Schlafzimmer gucken will oder einen Sender aufnehmen und gleichzeitig einen anderen gucken will, muss zwei Mal 69 Euro zahlen. Die öffentlich-rechtlichten Sender (z.B. ARD, ZDF, WDR) kosten nichts extra, weil man für sie ja schon Rundfunkbeitrag zahlt. Außerdem kostenlos: Bibel-TV und der Shoppingsender QVC. Auch lokale Fernsehsender könnten noch ins Kostenlos-Programm aufgenommen werden.

Weitere Kosten für neue Geräte

Um die Sender überhaupt empfangen zu können, braucht man auch neue Receiver oder Fernseher mit entsprechendem Empfangsmodul. Das geht dann zusätzlich ins Geld. Immerhin: Bislang für DVB-T genutzte Antennen können weiter verwendet werden.

Als Alternativen zum TV-Empfang über eine Antenne gibt es noch Kabelanschluss (kostet monatlich etwa 20 Euro), Satellit (da kostet die Anschaffung von Schüssel und Receiver Geld) IP-TV (das bekommt ihr bei vielen Anbietern zum Internet-Anschluss gegen Aufpreis) und teils kostenfreie Streaming-Angebote im Internet.

Hast du alle Geräte besorgt und richtig angeschlossen und nach der Umstellung trotzdem kein Bild, starte an deinem Fernseher oder Receiver einen Sendersuchlauf.


Auf der Internetseite der Verbraucherzentrale NRW gibt es Informationen zum Kauf neuer Fernseher und weitere Infos zu verschiedenen TV-Empfangsmöglichkeiten.


(hamo)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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