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(Un-)Glückliche Hühner

Woher kommt mein Ei?

Kann man am Ei erkennen, wo das Huhn zu Hause ist? Was bedeutet der Stempel auf der Schale?

Eier im Karton (Bild: William Berry / fotolia.com)
Bild: William Berry / fotolia.comHier nicht zu sehen, daher wohl auf der Unterseite: Der Eiercode, der so manche Information über das Ei bereit hält.

Du kennst sie doch auch, diese Eierkartons im Supermarkt. Mal sind Wiesen darauf gemalt, mal hübsche Fachwerkhäuser oder glücklich drein blickende Hühner. Gerade so, als stammten diese Eier alle von glücklichen Hühnern. Die gute Nachricht: Ein Blick in den Eierkarton auf das Ei genügt in der Regel, um das festzustellen. Denn jedes Ei muss einen Zahlen- und Buchstabencode auf der Schale tragen, der die Haltungsform der Hennen und die Herkunft verrät. Fahr mit der Maus über die Code-Elemente, um mehr über ihre Bedeutung zu erfahren:


Allerdings verrät das noch nicht die konkrete Adresse - mit Hilfe der Internetadresse www.was-steht-auf-dem-ei.de lassen sich jedoch die Codes für nahezu alle im Supermarkt oder Discounter gekauften Eier entschlüsseln (nur Eier vom Wochenmarkt sind dort häufig nicht registriert).


Frischetest mit Wasserglas

Ihr wollt wissen, wie frisch ein rohes Ei wirklich ist? Das könnt Ihr errechnen: Sowohl auf verpackten wie auch bei losen Eiern muss das Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben sein. Es darf höchstens 28 Tage betragen. Zur Bestimmung des Eialters muss vom Mindesthaltbarkeitsdatum 28 Tage zurückgerechnet und mit dem aktuellen Datum verglichen werden.


Oder ihr macht den Frischetest - mit einem Wasserglas. Lasst das Ei im Wasserglas schwimmen. Ein ganz frisches Ei sinkt zu Boden. Ist das Ei einige Tage alt, geht es zwar auch unter, stellt sich aber schräg, mit dem stumpfen Ende nach oben ins Glas. Ist das Ei zwei bis drei Wochen steht es senkrecht im Glas und zeigt mit dem stumpfen Ende nach oben. Jetzt wird es mit dem Verspeisen Zeit! Schwimmt das Ei hingegen an der Oberfläche, ist es mindestens vier Wochen alt und sollte sicherheitshalber nicht mehr roh gegessen werden. Der Grund dafür ist die Luftkammer im Ei: Sie wird umso größer, je älter das Ei ist.


Weiß oder braun?

Die Farbe der Eier hat übrigens nichts mit dem Futter oder der Farbe des Huhns zu tun. Allein die Hühnerrasse ist dafür verantwortlich. Die Farbe der Eier wird also schon in den Genen der Tiere festgelegt. Den Farbton des Eidotters hingegen kann man über das Futter beeinflussen. Frisst ein Huhn viel Grünfutter, ist der Dotter zum Beispiel eher hellgelb. Das ist auch bei vielen Öko-Eiern der Fall. Ein leuchtend orange-farbener Dotter sagt also rein gar nichts über die Qualität der Eier aus, auch wenn viele Menschen finden, dass ein leuchtender Dotter gesünder aussieht!


Übrigens: In großem Stil stecken Käfigeier auch in verarbeiteten Lebensmitteln, weil es hier immer noch keine Pflicht zur Kennzeichnung der Herkunft und Haltungsform der Eier gibt.


(kat)

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8 Kommentar(e)

  • Frank Poschau
     

    3-DE-0356361 nicht gefunden ?

    Mein letztes Huhn
    Was soll ich nur tun,
    ich habe nur noch ein Huhn.
    Es waren mal an die Tausend,
    alle musste ich verschmausen.

    Es sollte eine Konjunktur sein,
    ich ließ mich auf den Handel ein.
    Europa alle Hühner gleich,
    jedes Ei, jede Feder Bio, mein Bereich.

    An´s Gängelband mit Subventionen,
    für den Bauern sollte es sich lohnen.
    Nur hielt sich die Industrie nicht daran,
    Futter für Profit vergiften kann.

    Meine Hühner sollten frei laufen,
    die Bürger nur Gesundes kaufen.
    Billig sollte es auch noch sein,
    da brach das Konstrukt ein.

    Es regnet Gift von der Schwerindustrie,
    meine Hühner gaben kein Kikeriki.
    So musste ich alle selber essen,
    der Kunde hat mich vergessen.

    Nun steht es da, mein Huhn,
    was soll ich nur tun.
    Essen, dann habe ich kein Ei,
    mit dem Bauer sein ist es vorbei.

    Kollegen haben auf Biogas gesetzt,
    sich mit Mono und Dünger den Boden verätzt.
    Was war der Bauer mal schlau,
    ließ ihn leben von Mich und Ackerbau.

    Wir wollen den Bürger ernähren,
    nicht vergiften mit unseren Ähren.
    „Man schlachtet nicht die Kuh die man melkt“,
    nicht für Masse, nicht für Geld.

    Frank Poschau
    21.10.11
    www.frank-poschau.jimdo.com

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  • Dieter Dietz
     

    Eierkennzeichnung

    Ich möchte unkompliziert erkennen woher mein Ei kommt, aus welchem Stall, das ist kaum möglich. Überall lese ich nur Erklärungen ,aber eine direkte Suche ist nicht möglich

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  • checked4you
     

    Eier-Herkunftssuche

    Hallo Dieter,
    zumindest für Eier aus alternativen Tierhaltungsformen gibt es diese Suchmaschine: http://www.was-steht-auf-dem-ei.de/index.php?id=9&no_cache=1

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  • Morsch
     

    Hühnerhaltung

    Mich wundert schon seit Jahren die Aufregung über die Haltung der Hühner und wie wenig Platz so ein Huhn hat.
    Hat schon einmal jemand darüber nachgedacht wie wenig Platz eine Kassiererin in einem Supermarkt während ihrer Arbeit hat?
    Wem geht es da wohl besser?

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  • Marcus
     

    Eier mit Stempelcode 3

    Guten Abend.
    Seit ein paar Tagen beschäftigt mich eine Frage.
    Und zwar bekommen wir seit über 40 Jahren von unserem Bauern der Region "Eiermann" jede Woche die Eier gebracht. Jetzt wieder zu Ostern kam die Frage auf ob es denn alles mit rechten Dingen auf dem Hof zugeht und stimmt der Code auf dem Ei?
    Nun, wie ich gelesen habe sind Eier mit dem Code 3 in Deutschland verboten.
    Der Code auf dem Ei lautet 3-DE-0513871.
    Ist diese diese verbotene Käfighaltung?

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  • checked4you
     

    Käfighaltung

    Hallo Marcus,
    verboten ist die Käfighaltung in Deutschland nicht. Aber es gibt gewisse Anforderungen an die Haltung: Seit 2009 müssen Käfige in Deutschland eine Grundfläche von 0,080 Quadratmeter pro Tier, einen Einstreubereich, ein Gruppennest und eine Käfighöhe von mindestens 50 Zentimeter aufweisen. Seit 2012 dürfen auch in der EU Legehennen nur noch in so genannten ausgestalteten Käfigen gehalten werden mit mindestens 0,075 Quadratmeter Käfigfläche pro Henne, einem Legenest, Einstreu und Sitzstangen.
    Das ändert natürlich nichts daran, dass die Käfighaltung trotzdem noch die schlechteste Haltungsform ist. Supermärkte in Deutschland verkaufen in der Regel keine Eier aus Käfighaltung mehr, weil die Verbraucher sie nicht haben wollen. Aber auf Höfen, Märkten und vor allem in der Lebensmittelverarbeitung findet man Eier aus dieser Haltungsform nach wie vor.

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  • Nick
     

    Immer noch woher die Frage

    Ich will einfach wissen, woher die Eier wirklich kommen. Wozu gibt es den Code, wenn man dann doch nicht nachschauen kann. Ich habe zu ostern aus Versehen beim Bäcker 3-er Eier aus Niedersachsen gekauft. Sonst kaufe ich 0 oder höchstens 1-er aus Schleswig-Holstein wenns geht. Hier wohne ich.
    Kann dann niemand sagen wo die Listen der Betriebe hinterlegt sind, geben muss es sie ja!!

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  • checked4you
     

    @Nick

    Hallo Nick,
    leider kennen auch wir nur Internetseiten, die einige Betriebe auflisten, aber nicht alle. Für die Aufsicht der Betriebe sind ja die Veterinärämter und letztlich die Umweltministerien der Bundesländer zuständig. Die sollten deine Fragen also beantworten können.
    Viele Grüße
    Dein checked4you-Team

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