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Urheberrecht

Facebooks Tool gegen "Freebooting"

Der Rights Manager kann erkennen, ob Videos illegal hochgeladen wurden. Das solltest du dazu wissen.

Eine Videokamera steht vor einem Laptop, der den Login-Bildschirm von Facebook zeigt. Bild: checked4you.de
Bild: hamo/checked4you.deWer Videos produziert, will auch von ihrem Erfolg profitieren. Facebook geht dazu mit dem Rights Manager auf Plagiate-Jagd.

Es ist so einfach, aber ebenso illegal: Auf irgendeiner Videoplattform wie YouTube einen Film rippen (also aufnehmen) und woanders selbst wieder hochladen. Freebooting nennt man das und es ist vor allem Mitte 2015 durch US-YouTuber thematisiert worden. Sie hatten Facebook schwere Vorwürfe gemacht, weil das Netzwerk offenbar nichts dagegen unternommen hat, dass ihre Videos auf YouTube mitgeschnitten und bei Facebook neu hochgeladen wurden.

Kürzlich hat Facebook nun einen Dienst eingeführt, der das Freebooting bekämpfen soll. Wer jetzt unerlaubt geripte Videos hochlädt, fliegt schneller auf und muss mit saftigen Abmahnungen rechnen.

Rechte-Manager vergleicht Facebook-Videos

Was macht Facebook? Es bietet Betreibern von Facebook-Seiten an, sich für den Rights Manager anzumelden. Wer also checken will, ob seine Videos auf Facebook illegal verbreitet werden, muss sich erst mal eine Facebook-Seite erstellen. Dort lädt er so genannte Referenzvideos hoch, mit denen das Netzwerk alle anderen Filme abgleicht. Den Umgang mit dem Tool erklärt allfacebook.de.

Für Nutzer, die gerne Videos teilen, heißt das vor allem eines: Wer ein fremdes, geripptes Video als eigenes auf Facebook neu hochlädt, kann bald leichter erwischt werden! Unkritisch bleibt aber das Teilen eines Videos durch Klick auf den "Teilen"-Button innerhalb Facebooks.


Was bei Online-Videos erlaubt ist und was nicht, erklären wir dir in unseren Urheberrechts-FAQ).


(hamo)

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