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Tipps (nicht nur) für Erstsemester

Geld sparen im Studium

Ein Studium ist nicht billig: Obwohl es an staatlichen Hochschulen in Deutschland derzeit höchstens Studiengebühren fürs Langzeitstudium gibt, kostet das Studium einiges. Aber: Man kann sparen! Wie, das verraten wir euch hier.

Diplomzeugnis und Geldmünzen (Bild: thingamajiggs / fotolia.com)
Bild: thingamajiggs / fotolia.com

Rundfunkbeitrag (ARD, ZDF, Deutschlandradio)

Wer am Studienort in ein Wohnheim oder eine WG zieht, muss sich beim Beitragsservice anmelden: Der Rundfunkbeitrag wird fällig. Doch unter Umständen können sich Studierende befreien lassen, nämlich dann, wenn sie BAföG erhalten. Alle BAföG-Empfängerinnen und –Empfänger sollten direkt mit der Anmeldung einen Antrag auf Befreiung beim Beitragsservice stellen. Alle mit eigener Wohnung oder Studentenzimmer, die kein BAföG bekommen, müssen jedoch zahlen. Das gilt auch dann, wenn man in einem Wohnheimzimmer wohnt. Klar im Vorteil seid ihr in einer Studi-WG. Jede WG muss nur einmal den Rundfunkbeitrag zahlen. Bis auf eine/n können sich alle beim Beitragsservice schriftlich abmelden. Allerdings: Hierzu am besten untereinander mit allen Mitbewohner/innen eine schriftliche Vereinbarung machen. Und wenn ihr alle BAföG bekommt, muss keiner zahlen. Mehr zu dem Thema findet ihr hier!


Telefonitis

Einige Telefon-Anbieter locken mit Studententarifen und anderen Rabatten für junge Leute – fürs Festnetz, fürs Handy und fürs Internet. Niedrige Grundgebühren, x Mal kostenlos simsen, Freieinheiten, Flatrate oder richtig viel Datenvolumen – vor das günstigste Angebot hat der Telefon-Gott die Recherche gestellt ... Vorsicht: Nicht unbedingt muss ein Youngster-Angebot die beste Wahl sein.


Konto

Bei Vorlage der Semesterbescheinigung sind Kontoführung und EC-Karte bei etlichen Banken und Sparkassen kostenlos. Als Zugabe gibt's manchmal Kreditkarten für lau (d.h. ohne Jahresgebühr) – wer sie denn braucht. Achtung: Wenn ihr nach Studienabschluss anfangt zu arbeiten, müsst ihr das der Bank mitteilen. Andernfalls kann das nämlich zu teuren Nachforderungen führen. Denn ab dem Zeitpunkt ist die Kontoführung bei vielen Instituten nicht mehr umsonst.


Auto

Wer ein altes Möhrchen fährt, der braucht keine Vollkasko-Versicherung. Die ist viel zu teuer (das Gleiche gilt auch für eine Fahrradversicherung bei klapprigen Drahteseln). So gespartes Geld könnt ihr dann vielleicht besser in einen Automobilclub investieren – wegen der Pannenhilfe. Hier solltet ihr unbedingt nach einer Studenten-Mitgliedschaft fragen!


Wohnen

Klar, am billigsten ist es im "Hotel Mama". Doch das ist nicht für jeden möglich – oder vorstellbar. Die preiswerteste Alternative ist ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft oder im Studentenwohnheim. Wer von einer eigenen Bude träumt: Wohngeld zu bekommen ist für Studierende schwierig. Denn alle, die "dem Grunde nach" BAföG beziehen könnten, wie es im Wohngeldgesetz so schön heißt, haben generell keinen Anspruch auf den staatlichen Wohnzuschuss. Kurioserweise ist "dem Grunde nach berechtigt" auch, wer gar kein BAföG bekommt, weil die Eltern zu viel verdienen.


Anders sieht es aus, wenn die BAföG-Berechtigung weggefallen ist – zum Beispiel, weil Altersgrenze oder Förderungshöchstdauer überschritten wurden, weil bestimmte Prüfungen nicht bestanden wurden oder ähnliches. Oder wenn BAföG als verzinsliches Darlehn gezahlt wird. Das ist bei Studienanfängern jedoch erst einmal nicht der Fall. Und selbst dann muss der Antragsteller noch stichhaltig nachweisen, dass er tatsächlich endgültig bei seinen Eltern ausgezogen ist.


zwei Schilder, oben: Finanzamt, unten: Universität

Grundsätzlich bessere Karten haben Studierende mit Kind oder Verheiratete, bei denen ein Partner nicht BAföG-berechtigt ist. Im Zweifelsfall sollte man sich immer individuell beraten lassen – zum Beispiel bei der Sozialberatung des örtlichen Studentenwerks oder der Wohngeldstelle der Kommune.


Und nun doch noch ein kleiner Lichtblick: Studierende können Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein (WBS) haben und somit beispielsweise ein günstiges Appartement mieten – sofern ihr Einkommen nicht zu hoch ist (darunter fällt zum Beispiel der Unterhalt der Eltern, teilweise BAföG oder eigener Verdienst). Für viele Wohnheime brauchst du auch einen WBS. Infos gibt es bei den Wohngeldbehörden oder an der Beratungsstelle des Studentenwerks der Hochschule.


Ist man zum Beispiel in den Sommerersemesterferien an seinem Heimatort, lohnt es sich, den Vermieter zu fragen, ob man Zimmer oder Wohnung für die Zeit untervermieten darf. Denn Praktikantinnen und Praktikanten zum Beispiel suchen immer Wohnraum.


Mehr zu dem Thema haben wir hier.


Wahl des Studienortes

So komisch es klingt: Auch durch die Wahl des Studienortes lässt sich sparen. Denn die Mieten und Lebenshaltungskosten sind in manchen Städten sehr hoch – in anderen eher niedrig. Allein die Preise für ein Zimmer können sich um gut 100 Euro unterscheiden.


Mittagessen

Klar, es ist nett, im Café was zu Mittag zu essen. Günstiger ist es jedoch in der Mensa. Das ist die Kantine der Hochschule. Dort gibt es jeden Tag verschiedene Mittagsgerichte – mal mehr, mal weniger lecker. Einfach mal ausprobieren! Für Studierende mit sehr wenig Geld bieten manche Mensen auch sogenannte "Freitische" an. Scheut euch nicht nachzufragen.


Für zwischendurch ist es günstiger, sich einen Snack von zu Hause mitzubringen. Sich ständig was am Kiosk oder beim Bäcker zu kaufen, kann ins Geld gehen.


Bahnfahrten

Vielerorts sind Fahrten mit den Öffis schon im Semesterbeitrag enthalten – es gibt ein sogenanntes Semesterticket. Wer darüber hinaus viel mit der Bahn fährt, sollte sich ausrechnen, ob sich nicht eine Bahncard lohnt. Damit fährt man günstiger – und Studis bekommen sie mit Ermäßigung. Übrigens: Auch Fernbusse sind für Studis oft günstiger. Ein weiterer Tipp: Mitfahrgelegenheiten.


Studentenausweis

Der Studentenausweis bringt fast überall Prozente! Bei Konzerten, im Theater, im Museum, im Kino. In vielen Fitnessstudios und Vereinen, bei Seminaren, in Copy-Shops ... Sogar Frisöre, Cafés oder Reiseveranstalter versuchen Studis mit Rabatten zu ködern. Dennoch heißt es auch hier: Der Studi-Preis muss nicht immer der günstigste sein! Ein besonderes Bonbon: Studenten-Abos bei Zeitschriften und Zeitungen, natürlich nur Magazine, die man auch tatsächlich regelmäßig liest.


Sport und andere Hobbys

Fitnessstudios, die Musikschule, das Theater: In vielen Städten gibt es Extra-Tarife oder gar kostenlose Schnupperangebote für Studierende. Und was Sport angeht, muss es gar nicht immer das Fitnesscenter sein: Beim Hochschulsport gibt es für jede/n etwas, und das für Studierende sehr günstig. Auch anderen Hobbys kann man an der Uni frönen: Theater spielen, Musik machen, Debattieren ...



Versicherungen

Zum Thema Versicherungen haben wir so einiges zu sagen – deshalb gibt es dazu einen separaten Beitrag!


(AB)

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