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Wenn der Jieper angreift

Heißhunger

„Wenn ich jetzt nicht gleich einen Riegel Schokolade in mich hineinschiebe, dann flippe ich aus.“ Kennt ihr solche Gedanken? Typischer Fall von Heißhunger...

Bissspur an einer Tafel Schokolade (Bild: bluedesign / fotolia.com)
Bild: bluedesign / fotolia.com

Magenknurren ist etwas völlig Normales. Man kann es sogar medizinisch erklären: Magen und Darm sind immer in Bewegung. Der Magen knetet die Speisen förmlich durch, damit sie so klein wie möglich, als Brei, weiterwandern können. Essen wir länger nichts, ist der Magen leer bzw. mit Luft gefüllt. Und diese Luft macht dann Töne, wenn die Magenwände sich rühren.


Kekse, Kuchen, Knusperschokolade!

Doch das Hungergefühl kommt nicht nur durch den leeren Magen, sondern auch dadurch, dass der Blutzuckerspiegel im Blut abfällt. Und auch Hormone und Botenstoffe, die das Gehirn ausschüttet, und Aktionen des Nervensystems spielen eine Rolle.

Oft hilft es, eine Kleinigkeit zu essen, um das Hungergefühl zu bremsen – wenn es nicht ohnehin Zeit für eine richtige Mahlzeit ist. Manchmal genügt es, einen halben Apfel zu knabbern oder sogar, ein paar Schlucke zu trinken, um den Magen wieder glücklich zu machen. Doch wenn der Blutzuckerspiegel zu schnell absackt, greift der Jieper an. Wir kennen das alle, dieses Kribbeln im Bauch, diese Nervosität, die schlimmer wird, wenn man nicht sofort etwas zwischen die Zähne bekommt. Bestenfalls etwas Süßes. Viel Süßes. Mit einer Kiwi oder einer Birne kann man uns dann nicht kommen – wir haben das Gefühl, dass wir Kohlenhydrate brauchen, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Das lässt uns dann schnell zu ungesunden Sachen greifen. Zu Keksen, Kuchen, Knusperschokolade.


Willkommen im Heißhunger-Karussell

Der Haken an der Sache: Diese Snacks sorgen dafür, dass der Blutzuckergehalt nach kurzem schnellen Anstieg erneut nach unten saust. So werden wir nicht wirklich satt, sondern müssen erneut für Nachschub sorgen: Willkommen im Heißhunger-Karussell. Das ist ein Kreislauf, der nicht wirklich fit macht. So nimmt man schnell zu viele (unnütze) Kalorien zu sich und isst einen Haufen ungesunder Sachen. Vorbeugen ist meistens besser als Naschen: Ungewünschte Heißhungerattacken kommen erst gar nicht auf, wenn Magen und Darm mit dem Essen länger zu tun haben. Das ist zum Beispiel bei einem Vollkorn-Obst-Müsli oder einem Körnerbrot mit Käse eher der Fall, als wenn man ein helles Brötchen mit Nuss-Nougat-Creme frühstückt. Zudem ist es wichtig, halbwegs regelmäßig und auch langsam und mit Genuss zu essen. In der Regel sollten es drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten sein. Das sorgt dafür, dass der Körper immer ausreichend Energie hat und gar nicht erst „meckern“ muss. Eine kleine Süßigkeit kann man sich trotzdem gönnen – allerdings nicht gegen den Hunger, sondern zum Beispiel als kleinen Nachtisch.


Seele und Körper

Es gibt einige Tricks, den Heißhunger zu überlisten: Vielen Menschen hilft es, Kaugummi zu kauen oder ein zuckerfreies Bonbon zu lutschen. Und ausreichend zu trinken, denn manchmal ist der Heißhunger eher ein „Heißdurst“. Ablenkung kann ebenfalls Wunder wirken. Wenn man etwas Schönes macht oder richtig zu tun hat, hat man seltener Heißhunger, als wenn man gerade Leerlauf hat oder auf dem Sofa sitzt und grübelt.

Das zeigt: Heißhunger hat auch eine psychologische Seite. Süßes oder Fettes verbinden wir oft mit Trost. „Ich tue mir etwas Gutes.“ Wenn es mir schlecht geht, tröste ich mich mit Süßkram oder einem Puddingteilchen. Seele und Körper können beide Heißhunger haben. Also einfach mal kritisch in sich hineinhören, ob der Heißhunger nicht vielleicht auch Unzufriedenheit oder Traurigkeit bedeutet. Auch Stress oder zu wenig Schlaf können Heißhunger fördern.


Solltest du an stark ausgeprägtem Heißhunger leiden, hilft nur der Gang zum Arzt. Denn hinter diesen Essanfällen können auch Krankheiten stecken. Zum Beispiel Diabetes, eine Essstörung, psychische Probleme oder eine Erkrankung der Schilddrüse.


(AB)

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1 Kommentar(e)

  • harald
     

    fressatacke-was tun?

    dieses informationsding ist nicht informativ bzw hilfreich,weil ich weiterfresse bis ich umfalle.

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