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Pflege – gerade im Winter

Lippen-Weichmacher

Gerade im Winter brauchen die Lippen etwas mehr Beachtung, damit sie nicht trocken und spröde werden. Doch wie pflege ich sie am besten?

Lippen (Bild: sxc.hu / slawaq)
Bild: sxc.hu / slawaq

Die Haut der Lippen ist viel dünner als die übrige Gesichtshaut. Sie hat keine Talg- oder Schweißdrüsen (wie unsere Körperhaut) und kann daher kein Fett und keine Feuchtigkeit produzieren. Kalten Temperaturen, Sonne und trockener Heizungsluft stehen Lippen - dünnhäutig wie sie sind - recht schutzlos gegenüber.


Gesprungene, gerissene Lippen sind nicht nur ein Schönheits-Problem, sondern tun weh Für viele heißt es daher als Vorbeugung: Einschmieren. Aber womit? In den Drogeriemärkten und Apotheken ist die Palette an Lippenpflegeprodukten riesig.


Klassische Lippenpflegestifte in Drehhüllen gibt es schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Vor genau 100 Jahren kam der erste Pflegestift in Deutschland auf den Markt. Hinzu gesellt sich inzwischen Lippenbalsam in Töpfchen oder - etwas hygienischer - in Tuben. Die Pflegestoffe (meistens eine Mischung aus Wachsen und Ölen) legen eine Fettschicht auf die Lippen und sorgen so dafür, dass die Feuchtigkeit nicht nach draußen entweichen kann.


Peelings vermeiden

Es gibt sogar Lippenpeeling, das trockene Hautpartikel wegrubbeln soll. Der Umwelt zuliebe sollte man aber Peelings mit Kunststoffteilchen vermeiden, denn die schaden Meeresbewohnern wie Fischen oder Muscheln. Lippenpeeling geht jedoch einfach und effektiv auch mit einer ganz weichen Babyzahnbürste oder einer Mischung aus Olivenöl und Zucker: Eine vorsichtige Lippenmassage lässt Hautschuppen rieseln und wirkt Wunder! Während im Sommer Produkte mit einem höheren Feuchtigkeitsanteil gute Dienste leisten, sind sie im Winter eher schädlich: Das Wasser lässt die Lippen bei der kalten Luft eher rauer als geschmeidiger werden. Eine Variante mit etwas mehr Fett ist empfehlenswerter.


Dabei ist es nicht ganz leicht, die persönlich richtige Pflege-Kombi zu erwischen. Viele haben das Gefühl, dauernd nachfetten zu müssen. Sie sind dann aber nicht, wie mancher denkt, süchtig nach Lippenpflege. Vielmehr ist es ein Zeichen dafür, dass entweder die benutzte Lippenpflege nicht ausreichend wirkt - oder dass man sich, andersherum, zu sehr an den angenehmen Film auf der Lippenhaut gewöhnt hat. Wer dauernd zum Pflegestift greift, muss er erst einmal wieder lernen, ein trockeneres Lippen-Gefühl auszuhalten...


Inhaltsstoffe beachten

Gerade bei Lippenpflegestiften kommt es auf die Inhaltsstoffe an, denn die Lippenpflege schleckt man geradezu von den Lippen. Daher sollten die Inhaltsstoffe am besten essbar sein, also z.B. kein Paraffin oder hormonähnlich wirkende UV-Filter wie z. B. 4-Methylbenzylidene Camphor enthalten. So gesehen ist man mit zertifizierter Naturkosmetik gut beraten. Allerdings sind auch hier manchmal Duftstoffe enthalten, die für Allergiker zum Problem werden können. Farb- und Geschmacksstoffe braucht man übrigens nicht, um weiche Lippen zu bekommen. Mit nur drei Zutaten könnt ihr Lip-Butter selbst herstellen. Und: Es gibt auch ganz einfache (Haus-)Mittel, um den Lippen etwas Gutes zu tun - Quark zum Beispiel! Oder Honig, der wirkt entzündungshemmend und hautberuhigend.


Wer sich oft in der Sonne aufhält, sollte den Lippen einen UV-Schutz gönnen. Beim Skifahren in den Bergen ist er unentbehrlich. Wer hormonell wirksame UV-Filter meiden möchte, kann mit der "Tox-Fox-App" des BUND die Lippenpflege seiner Wahl auf solche Substanzen testen.


Zu guter Letzt: Zu seinen Lippen sollte man freundlich sein. Also nicht bei Stress darauf herumkauen, sie mit den Fingern kneten oder ständig (unbewusst) mit Zähnen oder der Zunge bearbeiten. Das entzieht ihr die wichtige Feuchtigkeit. Ein Kuss dann und wann schadet natürlich nicht...


(AB)

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