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Diät-Trends

Kann man mit Fett abnehmen?

Angeblich soll man mit Kokosöl abnehmen können. Doch viele Ernährungswissenschaftler sehen die "Wunderwaffe" eher kritisch.

Kokosnuss mit Kokosöl und Kokosbutter (Bild: ckellyphoto / fotolia.com)
Bild: ckellyphoto / fotolia.com

Mit Fett Pfunde verlieren? Das klingt paradox. Hört man doch sonst immer, man solle Fett reduzieren, wenn man das Hüftgold abbauen möchte. Um diesen Hype, der in den USA schon länger um sich greift, zu verstehen, müssen wir ein bisschen in die Chemiekiste greifen.

Kokosfleisch ist sehr fetthaltig – rund 60 Prozent sind in dem weißen Fleisch der Nuss enthalten. Daraus kann man Öl gewinnen. Dieses Öl ist reich an mittelkettigen Fettsäuren, genannt MCT: middle chain triglycerides. Vor allem Laurinsäure ist in dem Öl enthalten. Und eben dieser Säure werden positive Einflüsse auf die Gesundheit nachgesagt. MCT-Öl ist wasserlöslicher und wird schneller vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt. Das verbraucht Energie, also Kalorien. Das hört sich toller an, als es tatsächlich ist. Denn: Ein Gramm Fett liefert neun Kalorien, MCT-Fette kommen immerhin auf 8,2 Kalorien. Das macht selbst bei 100 Gramm Fett am Tag (was deutlich zu viel ist) eine Ersparnis von gerade einmal 80 kcal.


Gleichzeitig soll MCT-Öl satter machen und sich nicht so stark in die Fettpölsterchen einlagern. Schnell kamen die Ersten auf den Gedanken, MCT-Fette wie Kokosöl zur Wunderwaffe zum Abnehmen zu küren.


Zu viel MTC führt zur Toilette...

In den USA war es 2015 ein Trend, so genanntes „Fat Water“ zu trinken und damit Kilos zu verlieren. „Fat Water“, das ist Wasser mit Kokosöl, in verschiedenen Geschmacksvarianten. Das sollte, so die Werbung, „gesund sein und die Fettverbrennung ankurbeln“. Bei uns ist das Fettwasser gar nicht erst angekommen. Kokosöl wird dagegen auch hier immer noch in den höchsten Tönen gelobt. Dass man damit wirklich die Fettverbrennung in Schwung bringen kann, bezweifeln Ernährungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler hingegen. So kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, dass es keine langfristigen Studien gibt. Wer den Geschmack mag, kann zum Beispiel dann und wann Raps- oder Olivenöl durch Kokosöl ersetzen – und darf davon aber nicht erwarten, dass der Zeiger der Waage wieder nach links wandert. Und Achtung! Von zu viel MCT muss man viel: auf die Toilette ...



MCT-Fette

Die MCT-Fette zählen zu den gesättigten Fettsäuren. Davon soll man, raten Expertinnen und Experten, ohnehin nicht zu viel verzehren. Vielmehr gehören auch die sogenannten „ungesättigten Fettsäuren“ auf den Speiseplan: Das sind zum Beispiel Omega-3- und Omega-6-Fette. Omega-3-Fette sind in Rapsöl, Nüssen, Leinsamen, Feldsalat, fettreichem Fisch (beispielsweise Makrele, Hering oder Lachs) und Eigelb enthalten. Omega-6 findet man zum Beispiel in Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl. Die Omega-Fettsäuren sind gesund und lebensnotwendig. Kokosöl alleine reicht nicht.


Trinken sollte man weder MCT- noch andere Fette. Hat man Durst, sollte man zu Wasser greifen: Das ist billiger und hat null Kalorien. Sollen Pfunde purzeln, dann hilft nur eins: Besser essen, sich mehr bewegen und ausreichend schlafen.


(AB)

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3 Kommentar(e)

  • Felix
     

    Diät

    Wenn ich höre: auf die Kalorien soll man achten, bin ich ja schon unzufrieden. Kann man zum Beispiel mit Pillen abnehmen. Ich hab etwas wie http://xurl.pl/jiLu gefunden, hat jmd das schon ausprobiert und kann weiterempfehlen?warte auf den Antwort.

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  • checked4you
     

    Re: Diät

    Hallo Felix, wir warnen vor solchen Methoden - schau mal etwas weiter oben unter dem Link "Pillen schlucken gegen Polster?", da haben wir einiges zu dem Thema ausgeführt!

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  • Andreas
     

    Mit Pillen abnehmen

    Geht´s noch?
    Erstens ist der Gang zur Waage völliger Quatsch, weil.....
    Wenn man mehr Sport treibt und sich das Fett gegen Muskeln ersetzt, verliert man nicht ein Gramm. Im Gegenteil, es kann sogar sein, daß man Gewicht zunimmt.
    Selbst bei Ausdauersport wandelt der Körper Fett in Muskeln um und wird deshalb nicht leichter, aber schlanker.
    Kann man schön an Kleidung ablesen, die plötzlich wieder passt.
    Ich rede von normalen Freizeitsportlern, nicht von Extremsportlern.
    Bewegt euch normal, dann könnt ihr auch normal essen.

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