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Nervige Mails

Einladungen von LinkedIn blockieren

Du bekommst immer wieder nervige E-Mails, die dich auffordern, irgendwelchen Netzwerken beizutreten? So stellst du sie ab.

Digitale Briefumschläge symbolisieren E-Mails. Bild: Julien Eichinger / Fotolia.com
Bild: Julien Eichinger / Fotolia.com

"Ich möchte Sie gerne zu meinem beruflichen Netzwerk auf LinkedIn hinzufügen", steht im Betreff. Einladungen von irgendwelchen Menschen, die man im Zweifel überhaupt nicht kennt, sollen einen dazu bringen, in einem sozialen Netzwerk mitzumachen. Gegen Facebook hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass das unzulässige Werbung sei. Doch es gibt auch andere Netzwerke, die ähnlich handeln. Zum Beispiel LinkedIn.

Was ist überhaupt LinkedIn?

Es ist ein Karrierenetzwerk aus den USA, ähnlich wie Xing aus Deutschland. Arbeitnehmer legen Profile von sich an, um sich mit Geschäftspartnern zu vernetzen oder ihre Karriere voranzutreiben.

Wieso hat LinkedIn meine E-Mail-Adresse?

Wer sich bei LinkedIn registriert, wird aufgefordert, die Kontakte aus seinem Computer, Laptop, Smartphone usw. ins Adressbuch des Netzwerks hochladen. Laut deutschem Datenschutzrecht muss jeder, der das macht, vorher die Zustimmung der Betroffenen einholen. Macht aber natürlich keiner. Und so kann es sein, dass deine Mail-Adresse in so einem Netzwerk landet und du irgendwann mal eine Einladung bekommst.

Screenshot: Bei der Registrierung in LinkedIn wird der neue Nutzer aufgefordert, Einladungen per E-Mail an seine Kontakte außerhalb des Netzwerks zu schicken.

Importiert das neue LinkedIn-Mitglied seine Kontakte, scannt das Netzwerk diese sofort durch und prüft, welche E-Mail-Adressen und sogar Telefonnummern es schon kennt. Findet es unbekannte Daten, fordert es den Nutzer direkt dazu auf, die Unbekannten ins Netzwerk einzuladen. Viele dürften da auf den blauen "Hinzufügen"-Button klicken statt auf den schlichten grauen "Überspringen"-Link links daneben und senden dadurch automatisch Einladungs-Mails an alle ausgewählten Kontakte. Der Nutzer denkt sich möglicherweise gar nichts dabei.

Als Absender der Einladung wird der Name des Netzwerk-Nutzers angezeigt. Die E-Mail-Adresse hingegen ist "messages-noreply@linkedin.com". Man kann also dem Absender nicht direkt schreiben, dass man solche Mails in Zukunft nicht mehr haben will.

Kann ich gar nichts gegen solche E-Mails machen?

Doch. Du kannst unten in den LinkedIn-Mails deine Adresse für Einladungen sperren. So eine Funktion sollten alle seriösen Netzwerke anbieten. Andernfalls könnten die Nachrichten Spam sein.



(hamo)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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