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Neue Wohnung

Planung und Renovierung

Auch wenn man sich gut mit seinen Eltern versteht: In der Regel kommt früher oder später der Punkt, an dem es höchste Zeit wird für die eigenen vier Wände. Wir geben Tipps zur Planung und zum wohnlich machen.

Hände mit Werkzeugen zum Renovieren (Bild: Marius Graf / fotolia.com)
Bild: Marius Graf / fotolia.com
  • Mietvertrag: Sollte man sich - am besten zusammen mit seinen Eltern - in Ruhe durchsehen, denn da stehen jede Menge wichtige Infos drin. Und viele davon werden erst dann spürbar, wenn man wieder auszieht; z.B. inwieweit man hinterher alles wieder renovieren muss... Und nicht verzagen, man versteht nicht jeden Satz in so einem Schriftstück unbedingt immer sofort. Man kann durchaus auch mal seinen Vermieter fragen, wie er dies oder jenes eigentlich meint. Außerdem bieten unsere Beratungsstellen auch Mietrechtsberatung an.
  • Renovierung planen: Auf jeden Fall früh genug anfangen, um vor dem Umzug alles fertig machen zu können: Es gibt nichts Übleres, als mit dem ganzen Krempel zwischen den Füßen noch was streichen zu müssen. Also keine halben Sachen machen, lieber ein paar Freunde mit einspannen. Und genügend Material besorgen - also Pinsel, Rollen, Abdeckfolien usw... Sonst hat man zwar Helfer da, aber die können nichts tun, weil es nur einen Pinsel gibt...
  • Anschlüsse für diverse Geräte: Sind die Wasseranschlüsse schon o.k.? Reicht das Abflussrohr bis zur Spüle oder muss da noch ein Stück dran? Wo kommt die Waschmaschine hin? Gibt es irgend jemanden, der guten Herzens den Herd anschließen kann? Sonst auf jeden Fall lieber vom Fachmann machen lassen - Starkstrom ist kein Spaß!
  • Strom, Gas, Wasser... Rechtzeitig bei den Stadtwerken anmelden; vorher mit dem Vermieter gemeinsam den Zähler ablesen u. notieren - das sollte dann hinterher im Übergabeprotokoll stehen.
  • Schäden: Wo wir schon bei der Übergabe durch den Vermieter sind: Auf jeden Fall auf bereits vorhandene Schäden achten, damit die euch nicht später angekreidet werden! Vor allem Risse in Türrahmen, verklemmte Fenster, beschädigter Boden usw.
  • Versicherungen: Die absoluten "musts" sind spätestens bei eigener Bude Hausrat und Haftpflicht. Es ist allerdings gut möglich, dass ihr noch über eure Eltern versichert bleiben könnt - mehr zu dieser Frage findet ihr hier.
  • Info der neuen Adresse: Wer muss oder soll Bescheid wissen? Freunde natürlich, wobei Viele das oft auch schon beim Renovieren mitkriegen. Auch wichtig: Verwandte, damit sie auch weiterhin die Geschenke an die richtige Adresse schicken können! Und nicht zuletzt: Bank, Versicherungen, Handyprovider, Vereine, Clubs, Arbeitgeber, Finanzamt...
  • Wo soll was hin? Bevor man letztlich umzieht, kann es sich schon mal lohnen, einen Plan bzw. einen mehr oder weniger maßstabsgetreuen Grundriss zu machen. Am besten auf Kästchenpapier, um dann "virtuell" schon mal ein paar Regale und Möbel einzuzeichnen. Kann besonders dann nicht schaden, wenn die Bude eher klein ist und jeder Meter zählt - wie z. B. bei einem einzelnen Zimmer in einer WG. Es macht den Umzug einfach entspannter, wenn man den Leuten direkt sagen kann, wo sie was hinstellen sollen. Apropos WG-Zimmer, nur so nebenbei: Ein Hochbett kann ein echt guter Platz-Beschaffer sein...
  • Nachsendeantrag: Macht man kurz schriftlich bei der Post. Dann sollte eigentlich all die Post, bei deren Absender man das Melden seiner neuen Adresse verschwitzt hat, mit etwas Verzögerung korrekt eintrudeln. Wohnte man vorher zu Hause bei Muttern, ist so ein Antrag allerdings noch nicht ganz so wichtig.
  • Telefon: Sofern man überhaupt noch ein Festnetztelefon haben will, kommt es nicht von alleine in die neue Bude. Ein Anschluss dürfte zwar in der Regel vorhanden sein, aber anmelden bzw. sich einen Anbieter suchen muss man natürlich trotzdem.
  • Einwohnermeldeamt: Muss man hingehen, und am besten bringt man gleich seine Personalausweis bzw. Pass mit, damit die neue Anschrift da eingetragen werden kann. Muss je nach Bundesland innerhalb von sieben bis 14 Tagen nach dem Umzug erfolgen!
  • Nachbarn: Spätestens nach dem Einzug bei allen anklingeln und sich kurz vorstellen ist nett und sorgt erst mal für gute Atmosphäre - dann gibt's auch mehr Verständnis für den Partylärm bei der Einweihung...

(Wi)

Titel Datum Dok.-Typ Größe
Checkliste für die Renovierung 22.08.2017 PDF 177.5 KB
Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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