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Schicksals-Streifen...

Test: Bin ich schwanger?

Wenn man glaubt, schwanger zu sein, kann ein Schwangerschaftstest helfen. Die Nutzung an sich ist einfach - und ein paar Tipps, was man bei Auswahl und Nutzung beachten sollte, schaden auch nicht.

Teststäbchen im Bad (Bild: sxc.hu / pascal79)
Bild: sxc.hu / pascal79

Die Regel bleibt aus, die Unruhe wächst. Doch keine Panik: In Drogerien und Apotheken gibt es Schwangerschaftstests, die man selbst zu Hause durchführen kann. Die Tests kosten meistens zwischen einem und dreizehn Euro, manchmal sind direkt zwei Tests in einer Packung. Der Preis ist nicht entscheidend für die Qualität des Tests – günstige Tests sind zum Beispiel nicht in einer aufwändigen Plastikumhüllung.


Doch das Prinzip ist bei allen recht ähnlich: Nach der Befruchtung bildet sich das Hormon hCG. Und genau das kann im Urin nachgewiesen werden. Also muss ein wenig Urin auf den Teststreifen oder die Testkarte. Wie das genau geht, steht in der Anleitung des jeweiligen Tests. Sogenannte Schwangerschaftsfrühtests reagieren besonders empfindlich auf das Hormon – es ist sogar schon vor dem Termin der nächsten Regel messbar. Wer ganz sicher gehen will, sollte aber bis zum Ausbleiben der Blutung warten. Denn zum einen kann es passieren, dass sich noch nicht genügend Hormone gebildet haben, so dass sich der Streifen nicht verfärbt. Zum anderen kann es auch sein, dass die befruchtete Eizelle schon abgestoßen wurde – das kommt in den ersten Tagen nach der Einnistung recht häufig vor. Doch die Hormone würden dann eine Schwangerschaft vortäuschen.


Frühtest manchmal weniger aussagekräftig

Gerade bei jungen Frauen sind normale Schwangerschaftstests, die keine Frühtests sind, empfehlenswerter. Dabei muss man mindestens bis kurz nach dem errechneten Tag der Regelblutung warten, um ein verlässliches Ergebnis zu erhalten. Diese Tests schlagen erst ab einer Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG von 25 mIU/ml (Milli-International-Units pro Milliliter) an. Bei einem solchen Wert ist man in der Regel tatsächlich schwanger. Frühtests messen auch schon einen geringeren Wert, doch ist der eben in manchen Fällen nicht so aussagekräftig.


Praktische Fragen...

Den Test durchzuführen, ist einfach. Man muss lediglich ein Teststäbchen in den Urin halten. Der Test sollte morgens durchgeführt werden, denn im ersten Morgenurin ist die Hormonkonzentration am höchsten. Und dann braucht es ein wenig Geduld – wobei die paar Minuten zu den längsten des Lebens werden können ... Also: Den Test am besten zusammen mit dem Freund, den es ja auch betrifft, oder mit einer Freundin machen. Bildet sich ein Strich, ein Punkt oder ein Kreuz (je nach Hersteller verschieden), so wurde das Hormon nachgewiesen – eine Schwangerschaft ist wahrscheinlich. Zur Sicherheit haben die meisten Tests noch ein Kontrollfenster. Manche Tests "sprechen" auch: Dort steht dann in einem Fenster "schwanger" oder "nicht schwanger".



Ein paar Dinge sollte man beachten – hier unsere Tipps:

  • Vor dem Testen die Gebrauchsanweisung in aller Ruhe studieren!
  • Das Teststäbchen erst vor Gebrauch auspacken und auch einen sauberen Urinbecher verwenden.
  • Nur Tests benutzen, die noch haltbar sind. Tests richtig lagern – auf keinen Fall zu warm.
  • Den Morgenurin verwenden und zuvor nichts mehr trinken.
  • Das Teststäbchen, bis sich das Ergebnis zeigt, am besten auf den blitzeblanken Badewannenrand legen.
  • Nach dem Test das Stäbchen entsorgen.


Bei Verdacht zum Arzt

Sowohl ein Schwanger- als auch ein Nicht-Schwanger-Ergebnis kann falsch sein. Das muss gar nicht unbedingt am Test liegen, sondern kann genau so gut mit der Art der Nutzung oder falscher Lagerung zu tun haben. Auch bestimmte Medikamente oder Eierstockzysten können das Ergebnis verfälschen. Ist der Test negativ und die Monatsblutung bleibt dennoch aus, kann man den Test ein paar Tage später wiederholen. Spätestens dann sollte man zum Arzt gehen. Denn eine verspätete Periode kann auch andere Ursachen haben. Ist der Test positiv, ist ein Gang zum Frauenarzt ebenfalls wichtig. Der bestätigt die Schwangerschaft durch eine Untersuchung und einen Bluttest und klärt über weitere Schritte auf. Auch Beratungsstellen wie die Pro Familia helfen weiter.


(AB)


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