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10 schlaue Food-Fragen

Gibt es gesunde Süßigkeiten? Ist Fast Food giftig? Was Ihr womöglich schon immer übers Futtern wissen wolltet, aber bisher niemanden gefragt habt: Die "Food-FAQs"!

Sind "Light-Produkte" wirklich leichter?

Was bedeuten eigentlich die E-Nummern?

Wie wird aus blassgelb bloß dottergelb?

Wie kommt das Erdbeeraroma in den Joghurt?

Wieviel Energie steckt im Energy-Drink?

Was haben Genforscher mit unserem Essen zu tun?

Was heißt eigentlich "Öko"?

Gibt es auch "gesunde" Süßigkeiten?

Was ist eigentlich so schlecht an Fastfood?

Sind Chips und Pommes wirklich giftig?


  1. Sind "Light-Produkte" wirklich leichter?

    "Light" bedeutet, dass ein Lebensmittel einen reduzierten Anteil von mindestens 30 Prozent eines vergleichbaren Produktes hat. Es muss auch einen Hinweis enthalten, warum das Produkt "leichter" ist, z.B. 30 Prozent weniger Zucker oder Fett. Kalorientechnisch kann es dann häufig aufs Gleiche rauskommen wie bei den herkömmlichen Produkten. Ein Blick auf die Nährwertangaben lohnt sich! Geschmacklich sind Light-Produkte übrigens auch nicht immer der Renner. Manchmal müssen sogar Zusatzstoffe (siehe E-Nummern) nachhelfen, damit es annähernd so schmeckt wie das Original. Also: Besser weniger Fettes schlemmen und gleich mehr Obst und Gemüse essen, das ist von Natur aus light.


  2. Was bedeuten eigentlich die E-Nummern?

    Wer Lebensmittel-Etiketten mal genauer studiert, kann sie schnell finden: Die berühmten E-Nummern. Hinter jeder E-Nummer steckt ein bestimmter Zusatzstoff, zum Beispiel einer, der Lebensmittel schön färbt (Farbstoff), einer, der sie länger haltbar macht (Konservierungsstoff) oder einer, der sie besser schmecken lässt (Geschmacksverstärker). Ob alle diese zusätzlichen Stoffe (es gibt über 300) für jeden Menschen unbedenklich sind oder nicht, ist nicht immer ganz klar. Sicher ist, das manche von ihnen Allergien auslösen können. Deshalb gilt generell: Möglichst wenig Zusatzstoffe mitfuttern!


  3. Wie wird aus blassgelb bloß dottergelb?

    "Glückliche" Hühner, also solche die auf Wiesen herumlaufen und jede Menge Grünzeug vertilgen dürfen, legen meist Eier mit kräftig gelben Dotter. Das liegt an den so genannten natürlichen "Carotinoiden" im Grünfutter. Doch zur großen Überraschung sieht das Ei der Käfig-Kollegen oft genau so aus. Das Geheimnis des super-gelben Dottergelbs liegt natürlich - ihr ahnt es schon - am Farbstoff im Futter. Dasselbe gilt übrigens auch für Lachsfleisch.
    halbiertes hartgekochtes Ei

    Normalerweise ernähren sich die Fische in der freien Natur von Krebsen und die sorgen wiederum für ein Lachsrosa. Da Lachse aber meist aus Zuchtfarmen kommen und keine Krebse mehr fressen, muss eben Farbstoff ins Futter, damit der Fisch auf dem Teller nicht so blass aussieht.



  4. Wie kommt das Erdbeeraroma in den Joghurt?

    Joghurt mit Erdbeeren oder mit Fruchtzubereitung aus Erdbeeren verdankt seinen Geschmack nicht den zugesetzten Erdbeeren. Dafür ist der Fruchtanteil zu klein. Außerdem geht bei der Verarbeitung und Lagerung das Aroma aus den Erdbeeren verloren. Das gilt natürlich auch für andere Fruchtarten.
    Und weil das so ist, muss mit künstlichem oder natürlichem Aroma nachgeholfen werden. Wer jetzt aber glaubt, dass solch ein "natürliches" Aroma aus Erdbeeren gemacht wird, irrt sich gewaltig. Vielmehr wird es mit speziellen Verfahren aus anderen in der Natur vorkommenden Stoffen gewonnen. Ein natürliches Aroma, Typ Erdbeer, wird aus verschiedenen Extrakten, Destillaten und mit Hilfe von Mikroben hergestellt. Achtung: Steht auf dem Becher nur Aroma, kann dieses synthetisch hergestellt werden und hat nichts mehr mit Natur zu tun!


  5. Wieviel Energie steckt im Energy-Drink?

    Energy-Drink-Dose

    So genannte Energy-Drinks wirken aufputschend durch ihren Koffeingehalt. Damit unterscheiden sie sich im Grunde nicht wesentlich von Kaffee oder Cola - nur sind sie natürlich um ein vielfaches teurer. Manchmal enthalten solche Getränke auch Taurin. Wer sich mit Spezial-Drinks für eine lange Disco-Nacht präparieren will, sollte vorsichtig sein: Gemixt mit Alkohol machen Energy-Drinks nicht fit, sondern können den abendlichen Discobesuch auch vorzeitig beenden: Euer Körper könnte nämlich streiken und zusammenklappen! Übrigens steckt auch jede Menge Zucker in den Muntermachern. Wer sich müde und schlapp fühlt, der kann sich besser mit einem Red Drink oder Coco Banana fit machen. Mehr zum Thema 'Sport- und Energydrinks' gib's übrigens auch hier.



  6. Was haben Genforscher mit unserem Essen zu tun?

    Die Eigenschaften, die ein Organismus vererben kann, liegen in den Genen. Baut man nun artfremde Gene in eine Nutzpflanze ein - z.B. Gene von Bakterien in Pflanzen -, kann man sie so verändern, dass sich ganz neue Eigenschaften durchsetzen. Bestimmte Unkrautvernichtungsmittel oder schädliche Insekten können diesen gentechnisch veränderten Pflanzen dann nichts mehr anhaben. Diejenigen, die solche Pflanzen anbauen, versprechen sich davon höhere Erträge und Kostenersparnis. Verbraucherschützer sehen solche "Gen-Experimente" allerdings kritisch. Denn: Ob so veränderte Pflanzen langfristig Probleme für Gesundheit und Umwelt mit sich bringen, ist noch gar nicht klar. Zwar findet man im Supermarkt kaum Lebensmittel, die mit "gentechnisch verändert" gekennzeichnet sind, doch der Schein täuscht. So müssen beispielsweise Fleisch, Milch oder Eier von Tieren, die genmanipuliertes Futter gefressen haben, nicht gekennzeichnet werden. Wer dazu mehr wissen will, kann hier mal
    nachschauen.


  7. Was heißt eigentlich "Öko"?

    Ein "Öko-Bauer" darf keine chemischen Pflanzenschutz- und Düngemittel auf seinen Feldern verteilen und keine gen-manipulierten Pflanzen anbauen oder verfüttern. Außerdem muss er den Boden dadurch schonen, dass er möglichst viele verschiedene Pflanzen anbaut und der Erde so auf Dauer nicht wichtige Nährstoffe entzieht. Statt seine Tiere in engen Ställen zu halten, haben Hühner, Kühe oder Schweine Auslauf und bekommen Futter ohne Medikamente und Leistungsförderer.
    eine Kuh auf der Weide

    Alle Produkte, die aus solch einer umwelt- und artgerechten Landwirtschaft kommen, dürfen die Bezeichnung "Öko" oder "Bio" tragen. Ganz sicher könnt ihr immer sein, wenn ihr auf der Lebensmittelverpackung das staatliche Ökosiegel oder ein Zeichen für den Ökoanbau seht. Wie die genau aussehen, findet ihr unter: www.allesoeko.net.



  8. Gibt es auch "gesunde" Süßigkeiten?

    Wer von euch Werbung hört oder sieht, kennt bestimmt den Begriff "Cerealien", oder? Die sind oft aus geröstetem oder "gepufften" Getreide hergestellt, versüßen das Frühstück und gelten laut Werbung als besonders gesund, vor allem weil sie mit Vitaminen angereichert sind. Eigentlich enthalten sie aber viel Zucker und damit viele Kalorien. Auch süße Milchsnacks oder Müsliriegel werden als wertvolle Zwischenmahlzeit gehandelt, weil viele Ballaststoffe drin sein sollen. Doch auch solche Snacks bestehen zu einem großen Teil aus Zucker. Die gesunden Ballaststoffe oder der Calciumgehalt sind dabei so gering, dass sie kaum etwas bewirken können. Gesunde Süßigkeiten gibts dennoch: wie wär's mit kleinen Apfelstücken, süßen Erdbeeren oder getrockneten Apfel- oder Bananenscheiben?


  9. Was ist eigentlich so schlecht an Fastfood?

    Hamburger, Fertigpizza oder Pommes sind echte Kalorienbomben, die wenig Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Und bestimmt ist euch längst aufgefallen, dass Fastfood nicht nur schwer im Magen liegt, sondern dass man auch ziemlich schnell wieder hungrig wird. Das liegt an den fehlenden Ballaststoffen, die für die Verdauung und das "Sattgefühl" sorgen. Wer aber absolut nicht auf Burger&Co verzichten will, kann zu einem einfachen Trick greifen: Weniger "schnelles Essen" - und wenn schon, dann sollte das Mineral- und Vitamindepot noch am selben Tag mit frischem Obst oder rohem Gemüse aufgefüllt werden.


  10. Sind Chips und Pommes wirklich giftig?

    Frau guckt skeptisch auf einen Teller mit Kartoffelchips

    Vielleicht habt ihr in der Vergangenheit auch mal irgendwelche Horrormeldungen rund um Chips und Pommes gehört. Wissenschaftler haben darin nämlich "Acrylamid" gefunden, ein Stoff, der verdächtigt wird, Krebs zu erregen und das Erbgut zu schädigen. Allerdings ist dies bis jetzt nur eindeutig durch Tierversuche belegt, deswegen sagt man, dass Acrylamid für den Menschen "wahrscheinlich" krebserregend ist. Wer weniger als einmal in der Woche Chips oder Pommes isst, hat wohl wenig zu befürchten. Aber: Gesund sind Chips und Pommes sowieso nicht. Darin schlummert häufig einfach zuviel Fett und Salz, aber kaum Vitamine und Mineralstoffe. Auch deshalb sollte der Fritten- und Knabberspaß eher selten auf dem Speiseplan stehen.


(kat)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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