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Rettet die Bananen!

Food-Sharing: Wie kann ich Lebensmittel retten?

Es ist ein Skandal, wie viele Lebensmittel in Deutschland auf dem Müll landen. Dabei kann jeder etwas dagegen tun – zum Beispiel Food Swap Events besuchen oder Food-Sharing-Initiativen unterstützen.

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highwaystarz - Fotolia


Ein Drittel aller produzierten Lebensmittel landet in der Mülltonne. Ob krumme Gurken oder braune Bananen, Joghurts, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder Produkte, auf die einfach gerade keiner Lust hat, werden in der Landwirtschaft, bei den Herstellen, im Handel und auch bei den Verbrauchern einfach weggeschmissen. Die Energie, das Wasser und die anderen Rohstoffe, die in diese Lebensmittel investiert wurden, gehen dadurch verloren. Und Menschen in anderen Teilen der Welt müssen Hunger leiden.


Nichts vergammeln lassen

Das sähe schon ganz anders aus, wenn jede und jeder Einzelne seine Lebensmittel mehr wertschätzen würde: Verständnis dafür hätte, dass nicht immer alles zur Verfügung steht. Einfach nur das einkaufen würde, was er oder sie auch wirklich braucht. Bei Spontaneinkäufen durchaus auch mal Produkte im Blick hätte, die schnell aufgebraucht werden müssen. Die Mahlzeiten gut planen, den Überblick über die Vorräte behalten, Reste einfrieren oder weiter verschenken würde, damit Zuhause nichts "weggammelt".


Eine schöne Möglichkeit, selbst angebaute oder hergestellte Lebensmittel weiterzugeben bzw. gegen Leckereien von Anderen zu tauschen, sind auch so genannte Food Swap oder foodXchange Events, die von Gruppen veranstaltet und meist online kommuniziert werden.


Abgreifen und aufteilen

Natürlich steht es aber auch jedem offen, im Geschäft nachzufragen, was mit den Lebensmitteln passiert, die nicht gekauft werden. Und ob man die aussortierten Produkte vielleicht noch nutzen könnte. Fast schon professionell wird dieses Prinzip von den so genannten Food-Sharing-Initiativen betrieben, von denen es allein 28 in NRW gibt. Ehrenamtlich Engagierte treffen als Foodsharing Gruppe Absprachen mit lokalen Supermärkten, Mensen oder Kantinen, um die dort übrig gebliebenen Lebensmittel abzuholen und über sogenannte "Fairteiler" (z.B. Kühlschränke, die auch in kooperierenden Bürgerzentren oder Restaurants aufgestellt sind) allen Hungrigen in der Stadt zur Verfügung zu stellen. So können noch genießbare oder nicht verwendete Lebensmittel ganz legal noch weiter verwendet werden, die ansonsten von den teilnehmenden Betrieben entsorgt werden würden. Alle Interessierten, die gerne gerettete Lebensmittel mit nach Hause nehmen wollen, können sich bei den Foodsharing-Gruppen im Internet informieren, wo es Abholstationen in ihrer Stadt gibt. Dort wird meist auch mitgeteilt, welche Lebensmittel aktuell im Fairteiler auf hungrige Mägen warten.


(JD)

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