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Stand-by aus!

Strom sparen am PC und Laptop

Beim Stichwort "Klimawandel" geht es nicht nur um Autos, Fabriken oder Flugzeuge, sondern auch ums Stromsparen zu Hause.

Gaming-PC mit leuchtendem Monitor, Tastatur, Lautsprechern, Mikrofon auf einem Schreibtisch. Foto: Abdul Barie / unsplash
Foto: Abdul Barie / unsplash

Was? Das sind doch nur Peanuts? Na ja: Fast ein Viertel der Stromkosten entstehen in der Regel durch die Nutzung von Fernseher, Audioanlagen und Computern. Das sind also rund 1.000 Kilowattstunden (kWh) in einem Haushalt, der pro Jahr 4.000 kWh verbraucht. Die meisten Geräte ziehen auch Strom, wenn sie eigentlich gar nicht laufen (Stand-by). Nehmen wir an, ein PC und die Geräte drumherum sind immer auf Stand-by, kann das schon etwa 300 kWh im Jahr ausmachen. Da saugt der PC ständig Energie (ca. 13 Watt), Drucker und Monitor (je 5 Watt) sowie ein DSL-Router (ca. 12 Watt). Und die Benutzung kommt dann oben drauf! Deshalb ist der erste Tipp: Stecker ziehen! Damit das nicht so nervig ist, helfen Steckerleisten mit Schaltern.


Stromsparen beim Arbeiten und Zocken:

  • Zusatzgeräte aus lassen. Du willst nur kurz eine Mail schreiben? Dazu brauchst du ja nicht unbedingt die externe Festplatte, den Drucker und die Lautsprecher. Zieh ihre Stecker raus. Denn auch ohne dass du sie benutzt, ziehen viele Geräte Strom. Das gilt auch für die, die über USB mit einem Rechner verbunden sind und keinen eigenen Stromstecker haben. Durch sie braucht der PC dann nämlich mehr Energie.
  • Prozessorauslastung verringern. Je mehr der Prozessor zu tun hat, desto mehr Strom braucht er. Prüfe also in deinen Systemeinstellungen, ob du alle im Hintergrund arbeitenden Programme wirklich brauchst. Viele davon werden schon beim Starten des Computers geladen, was du abstellen kannst. Das gilt übrigens auch für den Bildschirmschoner: Der schont heutzutage gar nix mehr, sondern beansprucht eher noch weiterhin euren Monitor. Besser also den PC so einstellen, dass sich der Monitor nach einer bestimmten Zeit ganz ausschaltet und erst bei Aktionen (Maus, Tastatur) wieder angeht. Findet man für gewöhnlich passend zum Thema unter dem Menupunkt "Energieverwaltung" oder "Energieoptionen".
  • Helligkeit reduzieren. Für alle Monitore gilt: Helle Bildschirme verbrauchen sehr viel Strom. Stelle deshalb die Helligkeit so weit wie möglich runter. Oft haben neuere Monitore auch einen Lichtsensor, den du aktivieren solltest. Der passt die Bildschirmhelligkeit der Umgebung an und spart dadurch Strom.
  • Die richtige Hardware. Generell gilt, dass ältere Computer meist mehr Strom verbrauchen als neue Computer. Laptops oder Notebooks sind meist sparsamer als Tower-PCs. Wenn du dir also schon lange ein neues Gerät zulegen wolltest, ist jetzt die richtige Zeit dafür.
    Achte beim Kauf auf den Stromverbrauch des Bildschirms. Große Monitore sind echte Stromfresser. Auch beim Prozessor und bei Grafikkarten lohnt sich der Blick auf den Stromverbrauch.
    Am Netzteil kannst du sparsamere Tower-PCs erkennen. 150 Watt reichen für eine Ausstattung zum Arbeiten und ein paar USB-Geräte wie Maus, Tastatur, externe Festplatte etc. aus. Zum Zocken mit separater Grafikkarte oder anderer zusätzlicher Hardware im Gehäuse reicht die Leistung dann aber nicht unbedingt.

Computer ganz ausschalten

Wenn du den PC nicht mehr brauchst oder eine längere Pause machst, schalte ihn vollständig aus. Der Ruhemodus ist zwar praktisch, verbraucht aber unnötig viel Strom. Achte darauf, nach dem Herunterfahren auch die Steckerleiste auszumachen, denn sonst läuft der Rechner weiter im Stand-by-Modus.


(c4u)



Wer Fragen zu solchen Themen hat, kann die auch beim "Energielotsen" der Verbraucherzentrale NRW loswerden und bekommt schnell und unkompliziert Auskunft!

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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2 Kommentar(e)

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  • KAI

    Selten so viel Unsinn gelesen!

    Sparen ist nicht gleich sparen:
    Wer Strom spart und dabei etwas anderes (kostbareres) vergeudet, spart nicht sonder tut das Gegenteil. → Beim kompletten Ausschalten eines Tintenstrahldruckers etwa, bringt man diesen durchs Ausschalten dazu unnötige Reinigungsvorgänge und ähnliches zu starten; dabei wird sauteure Tinte vergeudet.

    Wer WLAN-Drucker aber mit eingeschaltetem WLAN anläßt, macht beim Ausschalten des Routers einen großen Fehler; da das wichtige WLAN nicht gefunden wird wird der Stromverbrauch durch das ständige Scannen bei solchen Geräten steigen. An Elektrosmog glauben auch nur "Aluhutträger und größere Spinner". Genug der Ironie.

    Wirklich klüger ist die Nutzung sogenannter Master-Slave-Steckdosenleisten für dir richtigen Geräte. Geht der Rechner in Standby, werden Bildschirm, Lautsprecherboxen und andere Teile, die nichts Sinnvolles mehr tun können (Keine Tintendrucker!) dann ganz abgeschaltet. Es bleibt dann nur noch der Verbrauch des Rechners und der Leiste (meist je unter 1 Watt). Der stromlose Rechner braucht übrigens Batteriestrom, wenn er über kein Akku verfügt, etwa für seine interne Uhr und mehr.

    Sparen, um des Sparen Willens, hilft nicht sondern kann sogar schaden, deshalb vor dem Schalten bitte Stirnrunzeln und mal nachdenken.

    Bei Bildschirmen muß man etwa wissen, dass Displays mit Farbfiltern und Flüssigkristalltechnik (auch IPS oder mit Hintergrundbeleuchtung durch LEDs) mindestens 6-mal so viel Licht für jeden Bildpunkt erzeugen müssen, wenn nur eine Grundfarbe benötigt wird wie echte OLEDs oder MikroLEDs als Displaytechnik.

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  • checked4you

    Stromsparen

    Hallo Kai,
    danke für deine konstruktive Kritik, auf die wir gerne eingehen.

    Zum Drucker: Ja, der Startvorgang kostet auch Energie, aber es kommt doch auf das jeweilige Nutzungsverhalten an. Wenn man pro Woche nur ab und zu druckt, ist es effizienter, den Drucker ganz auszuschalten und nicht ständig im Stand-by zu lassen.

    Zum Router: Grundsätzlich ist es immer empfehlenswert, ihn auszuschalten, wenn er nicht genutzt wird, denn er zieht sonst immer Strom. Bei den WLAN-Druckern können wir nicht einschätzen, ob die ständige Suche mehr Energie benötigt als der Router spart.

    Zur Master-Slave-Steckerleiste: Das ist eine bequeme Möglichkeit, wenn man viele Zusatzgeräte am Rechner hängen hat. Aber solche Leisten sind recht teuer und normale leisten das gleiche.

    Beste Grüße
    Das checked4you-Team der Verbraucherzentrale NRW

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