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Auch du kannst Bäume retten

Schul- und Schreibhefte aus Recyclingpapier

Schule oder Uni ist praktisch jeden Tag, und mit jeder Unterrichtsstunde wächst die Papierflut. In jedem Blatt steckt ein Stück Baum - und wir Deutsche gehören zu den Weltmeistern im Papierverbrauch.

Nebeneinander liegende Schreibhefte
Bild: Friedberg / FotoliaDer Ort, der den Rohstoff liefert: Den Wald gilt es zu schützen - und das kann man als Käufer mit seinem Papierverbrauch beeinflussen.

Wir Deutsche gehören zu den weltweiten Spitzenreitern im Papierverbrauch. Fast 230 Kilogramm bekritzelte und bedruckte jeder von uns durchschnittlich im Jahr 2019. Für unseren Papierbedarf werden jährlich Waldflächen gerodet, die so groß sind wie die gesamte Waldfläche des Landes Baden-Württemberg. Dabei müssen aber nicht unsere Bäume dran glauben, sondern meist welche aus Brasilien, Finnland, Schweden, Portugal, Uruguay und vielen anderen Ländern. Das Holz und der Zellstoff für unser Papier können auch aus Urwaldgebieten oder aus speziell angelegten Plantagen stammen, die ökologisch umstritten sind. Vor allem aber trägt unser Rohstoffverbrauch erheblich dazu bei, dass der Druck auf die Wälder weltweit – insbesondere der verbliebenen Urwälder – zunimmt.


Siegel Blauer Engel

Am Zeichen erkennen

Jedes Schuljahr bzw. Semester werden massenhaft Hefte, Schreibblöcke und Papier angeschafft. Die meisten sind aus frischen Papierfasern - strahlend weiß und mit viel Energie und Wasser hergestellt. Dabei gibt es längst Umwelthefte, für die nicht extra Bäume fallen mussten. Sie sind aus Recyclingpapier. Die Klassenbesten sind Recyclinghefte, die das Umweltzeichen "Blauer Engel" tragen. Es steht nicht nur dafür, dass die Hefte aus 100 Prozent Altpapierfasern hergestellt wurden. Auch schädliche Bleich-Chemikalien, optische Aufheller und andere Chemikalien dürfen nicht eingesetzt werden. Es gibt noch ein paar weitere Zeichen, an denen ihr Recyclinghefte oder Recyclingpapier erkennen könnt: "FSC-recycelt", "ÖKOPAplus" oder "Klimaschutzpapier". Aufpassen, denn das ist ganz schön verwirrend: Auf vielen Heften findet ihr das FSC-Mix Zeichen oder das "EU-Ecolabel". Diese Siegel garantieren nicht, dass 100 Prozent Altpapierfasern eingesetzt wurden. Findet man zusätzlich den Aufdruck "aus Zellstoff hergestellt" oder "Holzfrei", dann ist klar, dass gar kein Altpapier als Rohstoff verwendet wurde.


Kein Altpapier steckt dafür in Schulheften mit dem Aufdruck "Aqua pro natura" oder "Weltpark Tropenwald". Diese Hefte wurden nur ohne schädliche Chlorbleiche hergestellt. Der Aufdruck "holzfrei" könnte euch auch in die Irre leiten, denn die Hefte sind nicht aus einem anderen Rohstoff hergestellt. Vielmehr besteht das Papier aus reinem Zellstoff ohne holzhaltige Bestandteile oder Altpapier. Im Klartext: für diese Hefte braucht man besonders viel Holz! Die Verbraucherzentrale NRW hat zudem herausgefunden, dass vielfach Hefte und Blöcke verkauft werden, auf denen kein Hinweis steht, welche Rohstoffe - Altpapier oder Frischfaser - verwendet wurde und womit gebleicht wurde.



Hilfe für die Suche nach Recyclingheften

Nicht nur die Verbraucherzentrale NRW macht sich für die Hefte mit dem Engel stark. Mit der Kampagne "Schulstart mit dem Blauen Engel" ruft die Jury Umweltzeichen dazu auf, die umweltfreundlichen Hefte zu kaufen. Händler fordert sie auf, diese Hefte bevorzugt in ihr Sortiment aufzunehmen. Wer auf der Suche nach dem Engel nicht durch die Läden ziehen will, der kann eine Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW fragen.


(Wi)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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1 Kommentar(e)

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  • Joy

    Papierflut stoppen

    Vielen Dank für den Interessanten Artikel.
    Ich versuche Papier so gut wie möglich zu umgehen indem ich mir die Sachen digital aufschreibe bzw. Papier benutze welches auf einer Seite schon genutzt wurde. Auch überlege ich zweimal bevor ich mir Dinge ausdrucke. Brauch ich es ausgedruckt oder kann ich es mir einfach immer wieder aufrufen wenn ich es benötige.

    Viele Grüße

    Joy
    [Web-Link von der Redaktion entfernt]

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