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Sonnen-Vitamin

Im Winter Vitamin-D-Tabletten nehmen?

Für unsere Knochen ist Vitamin D unentbehrlich. Es braucht Sonne, damit es sich bilden kann. Aber keine Panik, wenn sie nicht scheint!

Eine Frau blickt skeptisch auf einen Löffel mit mehreren Tabletten. Bild: puhhha / Fotolia.com
Bild: puhhha / Fotolia.com

Wir benötigen Vitamin D, damit unser Calciumhaushalt in Ordnung ist und damit unsere Knochen hart und stabil bleiben. Außerdem ist es wichtig fürs Immunsystem. Der Name "Vitamin" stimmt übrigens nicht ganz: Eigentlich ist Vitamin D eine Hormon-Vorstufe.

Das Sonnenlicht sorgt dafür, dass die Haut Vitamin D produziert. Damit sichert sich unser Körper vier Fünftel des Bedarfs an diesem Vitamin. Der Körper ist also selbst die Vitamin-D-Fabrik – wobei hellhäutige Menschen mehr Vitamin D "herstellen" können als dunkelhäutige.

Was ist im Winter?

Den Winter nennt man nicht umsonst "dunkle Jahreszeit". Denn oft hat er diesen Namen wirklich verdient: An manchen Tagen zeigt sich die Sonne kaum, und es ist ohnehin nur einige Stunden hell am Tag.

Soll man dann Vitamin D in Pillenform zu sich nehmen? Wenn ein bewiesener Mangel vorliegt und dieser auch nicht durch Sonnenbestrahlung oder Ernährung ausgeglichen werden kann, ist eine Zufuhr angezeigt. Ansonsten eigentlich nicht.

Auch im Winter viel raus gehen

Wichtig ist es jedoch, auch im Winter rauszugehen – am besten um die Mittagszeit. Sofern man nicht gerade Skiurlaub macht, braucht es im Winter auch keine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor, der verhindert, dass die Vitaminproduktion durch die Haut angeregt wird. Im Frühling und Sommer sowie am Meer oder in den Bergen muss man sich natürlich mit Sonnencreme schützen.

Übers Essen kann man nur geringere Mengen des Sonnen-Vitamins zu sich nehmen – aber besser als nichts, gerade im Winter. Rund 10 bis 20 Prozent des Bedarfs können über Lebensmittel gedeckt werden. Enthalten ist das Vitamin vor allem in Seefischen, Makrele oder Matjes zum Beispiel, aber auch Hering, Lachs, Sardellen oder Heilbutt. Außerdem ist es in Margarine, Eigelb, Leber, Käse und Pilzen wie Champignons. Vitamin D ist fettlöslich, das heißt, es braucht ein wenig Öl, um sich zu entfalten.



Überdosierung und Nebenwirkungen

Niemals einfach so Vitamin-D-Pillen schlucken! Eine Überdosierung kann Nebenwirkungen haben oder sogar gefährlich sein. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält eine Aufnahme von 15 Mikrogramm Vitamin D für gesunde Menschen ab 1 Jahr für okay, wenn die Betroffenen wenig Sonne bekommen und ihr Körper somit kaum Vitamin D bildet. Kinder unter einem Jahr sollten täglich höchstens 10 Mikrogramm Vitamin D bekommen. Bei zu viel Vitamin D können sich Nierensteine bilden oder die Nieren verkalken, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Nebenwirkungen können außerdem Kopfschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit sein.

Allerdings gibt es auch Risikogruppen, die nach ärztlicher Empfehlung mehr Vitamin D einnehmen sollten. Dazu zählen Menschen, die sich sehr unausgewogen ernähren, gar nicht in die Sonne gehen oder schwanger sind. Doch es sollte immer ein Arzt klären, ob und wie viel Vitamin D notwendig ist.


(AB)

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14 Kommentar(e)

  • M. Ragnik
     

    Welche Referenzwerte?

    Hallo, von welchen Referenzwerten gehen Sie in Ihrer Bewertung aus?
    sind 20 ng/ml 25 OH im Blut gut oder zu wenig?

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  • checked4you
     

    Referenzwerte

    Hallo M. Ragnik,
    die Serumkonzentration von 20 ng/ml ist völlig in Ordnung. Wünschenswert ist laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/) eine
    25-Hydroxyvitamin-D-Serumkonzentration in Höhe von mindestens 50 nmol/l (=20 ng/ml). Dafür sollten dem Körper täglich ca. 20 µg Vitamin D zur Verfügung stehen. Ca. 5 µg stammen in der Regel aus der Nahrung, den Rest bildet der Körper selbst.

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  • Elisa
     

    Vitamin D

    Der Artikel taugt nichts, weil unser Körper kein Vitamin D im Winter bilden kann. Durch die Sonne können wir max. in den Monaten April bis Sept. Vitamin D bilden und dann auch nur in der Mittagszeit mit wenig Kleidung am Körper. Nur Werte ab 70ng/ml sind gut, alles was darunter ist, ist nicht gut. 20mcg (800iE) tgl.sind nicht ausreichend um einen guten Vitamin D Spiegel zu bekommen bzw.zu erhalten. Babys bekommen bereits 500i.E., dann sollen für einen Erwachsenen 800i.E. ausreichend sein? Das ist lachhaft. Ich nehme tgl.10.000iE

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  • Rich
     

    Vitamin D

    Elisa hat mit Ihrem Kommentar völlig recht.

    Wer mehr über Vitamin D 3 wissen will, soll doch das Büchlein von
    Dr. med. Raimund von Helden "Gesund in sieben Tagen" lesen.

    Muss aber die Frage stellen, warum eine Verbraucherzentrale so einen
    Unsinn verbreitet. Man sollte doch annehmen, dass ordentlich recherchiert wird. Oder?

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  • checked4you
     

    Richtige Mengen

    Über das Thema Vitamin D wird soweit wir wissen auch unter Medizinern viel diskutiert. Wir stützen unsere Aussagen auf das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und haben im Infokasten fehlende Angaben ergänzt. Danke für eure Anregungen!

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  • Rich
     

    Vitamin D

    Richtige Mengen

    Danke für Ihre Ergänzungen. Allerdings lösen diese die Einstellung zur richtigen Menge von Vitamin D3 nicht.

    Zum Leidwesen der mächtigen Pharmaindustrie kann Vitamin D3 nicht patentiert werden. Somit kann man damit auch nicht das große Geld verdienen und wird klein geredet. Es bleibt trotzdem eine sehr nützliches Nahrungsergänzung für kleines Geld und vertreibt den Winterblues. Der Einfluss der Pharmaindustrie auf Behörden etc. ist allgemein bekannt.Nebenbei gibt es auch wissenschaftliche Untersuchungen, die Vitamin D3 in hoher Dosierung bevorzugen. Daher ist es für mich eindeutig, das Werte über 40 ng/ml absolut positiv sind. Über 70 ng/ml sind das Optimum. Kann jeder gerne in Form eines kleinen Bluttest selbst überprüfen.

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  • westwind
     

    Vitamin D

    Meine Vorredner haben alle irgendwie recht.
    Was ist mit älteren Menschen(70), die nachweislich selbst nicht mehr genügend Vit. D bilden können??
    Ich finde, daß gerade diese, auf jeden Fall im Winter, zusätzlich dieses Vitamin in ausreichender Dosierung!! nehmen sollen.

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  • Sabine
     

    Unglaublich

    Ganz schlecht recherchierter Artikel.

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  • Loredana
     

    Selten so einen Schwachsinn gelesen

    welcher Pharma-Konzern hat denn diesen Artikel gesponsert? Vit D Mangel macht krank und mit Kranken verdient man bekanntlich mehr Geld.

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  • checked4you
     

    @westwind

    Für Senioren gilt das gleiche wie für Jugendliche: Ob und wie viel Vitamin D jemand nehmen sollte, sollte mit einem Arzt besprochen werden.

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  • Ija
     

    Unwissenschaftlich, veraltet und schlecht recherchiert!

    Fragen über Fragen!

    Warum werden nicht die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Empfehlungen verwendet?????
    Aus welchem Jahrtausend hat diese Ökotrophologin Ihre Bezugswerte für die Empfehlung, die sie hier abgibt? Die im Artikel genannten Bezugsquellen für Vitamin D sind allesamt nicht zeitgemäß!

    Warum wird nicht aufgelistet welche Nebenwirkungen ein Mangel an Vitamin D zur Folge hat?

    Die schlechte Recherche und die darauf basierenden Empfehlungen als öffentlicher Text (inklisive Foto) sind eine Anmaßung! Der Artikel sollte dringend gelöscht werden!

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  • checked4you
     

    Re: Unwissenschaftlich ...

    Hallo Ija, wie schon mal weiter oben geschrieben: Die von uns genannten Daten entsprechen den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und des Bundesinstituts für Risikobewertung (http://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_vitamin_d-131898.html).

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  • Moderat
     

    @Loredana, Rich u.a.

    Klar, ein Mangel macht krank.
    Nur: die meisten, die Vit. D3 nehmen, wissen nicht, ob sie wirklich einen Mangel haben, sondern ihnen wird einer eingeredet.
    Die Buchautoren, Hersteller (das ist die Pharmaindustrie) und Verkäufer von Nahrungsergänzungsmitteln verdienen Geld damit.

    Genau die Pharmaindustrie verdient an Vit. D3-Präparaten. Und dann kann sie an den durch Überdosierung krank Gewordenen weiter verdienen.

    Ob ein Mangel besteht, kann nur ein Arzt/eine Ärztin entscheiden.

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  • Rich
     

    Vitamin D 3 Bluttest

    @Moderat

    Es dürfte doch wohl klar sein, das erst nach einem Vitamin D3 Bluttest, mit der entsprechenden Dosierung des Vitamin D3 begonnen werden sollte. Die starke Pharmaindustrie stellt die wenigsten D 3 Produkte her. Hier gibt es nichts zu patentieren und auch nichts zu verdienen. Hochwertiges D3 wird zu sehr günstigen Preisen angeboten. Für 99,5 % der Ärzte ist dies auch ein Tabuthema.Das wir in Deutschland ein Mangelgebiet an D3 haben, ist doch wohl bekannt.Oder etwa nicht? Aber jeder sollte das für sich entscheiden. Meiner Frau und auch mir geht es seit der Einnahme von D3 (seit Jahren)um vieles besser und der Winterblues zieht auch an uns vorbei.

    LG Rich

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